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 Aktuell 

Jublaversum – und das Leben wird farbig!

Am Wochenende vom 23. bis 25. September 2016 lädt Jungwacht Blauring (Jubla) zum Grossanlass in Bern ein, welcher u.a. von verschiedenen Deutschschweizer Landeskirchen finanziell unterstützt wird.

Die Jublaversum-Mission geht in die erste Runde: Mit dem ersten Teil vom Mottofilm «Jublaversum» steigt die Spannung auf den nationalen Grossanlass im September 2016 rasant. Der Film stimmt auf die Geschichte rund um das Jublaversum ein. Schliesslich soll die Jublaversum-Mission gemeinsam mit den über 10`000 Teilnehmenden vor Ort vollendet werden.

Den dreiteiligen Film hat ein Team von jungen Filmstudierenden realisiert. Vor der Kamera stehen neben Kindern der Jubla Winznau und der Jubla Stüsslingen-Rohr auch die 10-jährige Anuk Steffen, die als «Heidi» im neusten Heidi-Film mitwirkt und dafür von allen Seiten viel Lob erhält.

Grossanlass dank ehrenamtlichem Engagement

Der nationale Grossanlass unter dem Motto «Jublaversum und das Leben wird farbig» findet vom 23. bis 25. September 2016 in Bern auf der Allmend statt. Der Anlass wird von insgesamt 62 Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt, die in einer Zeitspanne von über vier Jahren mit der Planung beschäftigt sind. Vor, während und nach dem Anlass werden rund 500 Personen als Helfende eingesetzt, die das Organisationskomitee tatkräftig unterstützen. Gemeinsam leisten sie über 33`000 Stunden ehrenamtliches Engagement. Zudem wird der Anlass von mehreren kantonalkirchlichen Organisationen aus der Deutschschweiz finanziell unterstützt.


Kirchenumnutzungen

Eine neue Publikation dokumentiert die Vorträge, die während dem ersten Schweizerischen Kirchenbautag am 21. August 2015 in Bern gehalten wurden und enthält darüber hinaus viele Beispiele von Umnutzungen in der Schweiz.

Die Fachzeitschrift «Kunst und Kirche» hat die Ausgabe 4/2015 hauptsächlich dem Thema «Kirchenumnutzungen – der Blick aufs Ganze» gewidmet und widmet sich dem ersten Schweizerischen Kirchenbautag vom 21. August 2015 in Bern.

Ein zentrales Anliegen dieses Kirchenbautags und der neuen Publikation ist es, deutlich zu machen, dass die Frage der Kirchenumnutzungen nicht auf die beiden Themen «Geldmangel» und «rückläufiger Gottesdienstbesuch» reduziert werden darf, weil dies der Bedeutung der Sakralbauten nicht gerecht wird. Entsprechend breit ist das Spektrum der eingebrachten Sichten: Denkmalpflege, Städtebau, Volkswirtschaft, Politik, Recht und Soziologie kommen ebenso zur Sprache wie Theologie und Kirche.

Für alle, die sich grundsätzlich oder aufgrund konkreter Herausforderungen mit der Frage der künftigen Nutzung und Umnutzung von Kirchen befassen, ist diese Ausgabe von «Kunst und Kirche» nicht nur Pflichtlektüre sondern inspirierender Anstoss für den «Blick aufs Ganze».

Die Publikation kann zum Preis von CHF 15.-- incl. Versandkosten bestellt werden unter: www.liturgik.unibe.ch/kirchenbautag


Milizengagement – eine Ressource für die Akteure, die Kirchen und die Gesellschaft

«Milizengagement – Auslauf- oder Zukunftsmodell?» lautete die provokative Frage, mit der sich an einer RKZ-Tagung rund 70 Personen befassten.

Neben der direkten Demokratie und dem Föderalismus sei der «Esprit de milice» die dritte Säule, welche die politische Identität der Schweiz trägt, hielt Tibère Adler, Direktor des Think-Tanks Avenir Suisse in der Romandie fest. Und schon im Rahmen ihrer Begrüssung hatte Susana Garcia, Vizepräsidentin der RKZ, den Tagungsteilnehmenden vorgerechnet, dass allein in der katholischen Kirche vermutlich rund 9‘000 Personen ein Milizamt wahrnehmen. Der Gesellschaft und den Kirchen kann es daher nicht egal sein, wenn dieser Pfeiler unserer nationalen Identität bröckelt.

Vielerorts wird nach neuen Lösungen gesucht – oft sind diese zwiespältig

Es erstaunt daher nicht, dass an vielen Orten in der Schweizerischen Zivilgesellschaft darüber nachgedacht wird, welches die Gründe für das abnehmende Milizengagement sind und wie seine Zukunft gesichert werden kann. Viele der vorgeschlagenen Lösungen sind allerdings zwiespältig:

  • Schränkt man die Aufgabe von Milizbehörden ein, werden sie marginalisiert und drohen zur Folklore zu werden – ist die   Aufgabe umfassend, drohen Überlastung und Überforderung.
  • Erhöht man die Entschädigungen, leidet die Glaubwürdigkeit und werden falsche Anreize geschaffen – bleibt sie tief, können sich Frauen und Männer, die auf ein Einkommen angewiesen sind, den erheblichen Zusatzaufwand nicht leisten.

Ähnliche Dilemmata bestehen bei den Themen Professionalisierung, Zeitaufwand etc. Als Ausweg stellt Avenir Suisse einen Bürgerdienst für alle (als Ausweitung der militärischen Dienstpflicht für Männer) und die Einführung des passiven Wahlrechts für Ausländer auf Gemeindeebene zur Diskussion, kombiniert mit vermehrter Anerkennung des Engagements durch Bildungsangebote und Nachweise des Engagements und der erworbenen Kompetenzen.

Milizengagement stiftet Sinn –falsche Professionalisierung und Bürokratisierung schaden

Einen anderen Blick auf das Milizengagement eröffnete der zweite Referent. Theo Wehner, emeritierter Professor für Arbeitspsychologie an der ETH Zürich, erbrachte den Nachweis, dass Miliztätigkeit die Lebenszufriedenheit erhöht. Wer sich im Milizsystem engagiert, erfährt und stiftet Sinn: durch Teilhabe und Teilnahme an sozialen Innovationen, durch die Erfahrung von Übereinstimmung zwischen eigenen Werten und der ausgeübten Tätigkeit, durch die Erfahrung von Zugehörigkeit und Wertschätzung. Gefährdet sei die Erfahrung von Miliztätigkeit als Sinnressource durch folgende Fallstricke: Abwertung des Laienwissens und Überhöhung von Professionalisierungsbemühungen, Managementisierung und Verbürokratisierung des Ehrenamtes, Fehlen einer phantasievollen Anerkennungs- und Beteiligungskultur.

Workshops zu kirchenspezifischen Einzelthemen

Die nachmittäglichen Workshops waren vor diesem Hintergrund auf folgende Fragen fokussiert:

  • Wie kann das Milizsystem generell und auch in den Kirchen durch veränderte Rahmenbedigungen gestärkt werden? 
  • Dienen Entschädigungsmodelle dem kirchlichen Milizsystem und seiner Glaubwürdigkeit?
  • Was stärkt die Motivation zum Engagement im kirchlichen Milizsystem?
  • Was fördert eine gute Zusammenarbeit zwischen Milizbehörden und Hauptamtlichen?
  • Welchen Gestaltungsspielraum können Milizbehörden in der katholischen Kirche nutzen?
  • Was hilft kirchlichen Milizbehörden ihre Aufgabe in grösser werdenden Pastoralräumen sinnvoll wahrzunehmen?

Die Inputs von Fachleuten, der Dialog zwischen «Profis» und «Milizlern», der Blick über die Kantons- und Sprachgrenzen sowie der Erfahrungs- und Gedankenaustausch erwiesen sich für sehr viele Teilnehmende als Ermutigung für ihr persönliches Engagement, aber auch für eine Stärkung des Milizsystems. In der Schlussdiskussion waren folgende Stichworte wiederholt zu hören:

  • «Einsatz für gute Rahmenbedingungen», 
  • «Schaffung echter Beteiligungsmöglichkeiten», 
  • «Anerkennung der vielfältigen Kompetenzen der Mitglieder von Milizbehörden», 
  • «Dialog innerhalb des dualen Systems».

Welchen Beitrag die RKZ über die Tagung hinaus leisten kann, wird noch zu klären sein. Ganz sicher werde man sich jedoch vor bürokratischen Massnahmen hüten, hielt RKZ-Generalsekretär Daniel Kosch in seinem Schlussvotum fest.


Abschluss einer Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen SBK und RKZ

Gemeinsame Medienmitteilung SBK-RKZ vom 11. Dezember 2015

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) sind übereingekommen, ihre Zusammenarbeit neu und verbindlicher zu regeln.

Konkret handelt es sich um den Abschluss von zwei Vereinbarungen: Die eine befasst sich mit den Grundsätzen dieser Zusammenarbeit (Zusammenarbeitsvereinbarung), die andere mit der Koordination der pastoralen und der finanziellen Entscheide im Zusammenhang mit den pastoralen Aufgaben auf gesamtschweizerischer und sprachregionaler Ebene (Mitfinanzierungsvertrag). Beide Dokumente sind heute in Bern durch die Präsidenten von SBK und RKZ, Bischof Markus Büchel und Hans Wüst, unterzeichnet worden.

Grund für die Neuregelung der Zusammenarbeit sind der gesellschaftliche Wandel und die Veränderungen der Religionslandschaft, welche die katholische Kirche in der Schweiz mit grossen Herausforderungen konfrontieren. Diese betreffen nicht zuletzt Fragen des Verhältnisses zum Staat und der zukunftstauglichen Organisation und Finanzierung des kirchlichen Lebens. Angesichts dieser Herausforderungen gewinnt das verbindliche Miteinander von den pastoralen und den staatskirchenrechtlichen Instanzen an Bedeutung.

Die Zusammenarbeitsvereinbarung gründet auf der gegenseitigen Anerkennung von SBK und RKZ in ihren unterschiedlichen Aufgaben, Verantwortungsbereichen, Kompetenzen und Rollen. Als Bereiche der Zusammenarbeit nennt das Dokument neben der Finanzierung pastoraler Aufgaben die Positionierung in Fragen des Verhältnisses von Kirche und Staat sowie der Stellung der Kirche in der Gesellschaft, die gegenseitige Information und die Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit bei jenen Themen, die für beide Partner von Bedeutung sind. Konkret ist dafür die Schaffung eines gemeinsamen Gremiums vorgesehen, das die Zusammenarbeit auf strategischer und operativer Ebene gestalten soll.

Der neue Mitfinanzierungsvertrag wurde nötig, weil der bestehende Vertrag zwischen SBK, RKZ und Fastenopfer nach der Neuregelung des Inland-Engagements von Fastenopfer Ende 2017 aufgelöst wird. Der Vertrag regelt insbesondere das Zusammenwirken zwischen den Organen der SBK und der RKZ bei der Zuweisung der finanziellen Mittel an kirchliche Einrichtungen auf nationaler und sprachregionaler Ebene.

Materiell handelt es sich bei der Mitfinanzierung um einen Betrag von derzeit rund 9.5 Millionen Franken. Damit werden namentlich die Schweizer Bischofskonferenz, ihr Generalsekretariat und ihre Gremien, die kirchlichen Medienzentren in den drei Sprachregionen, kirchliche Bildungseinrichtungen, Organisationen für die Jugendpastoral und die Migrantenseelsorge sowie zahlreiche Institute und Fachstellen unterstützt.

Mitfinanzierungsvertrag SBK - RKZ vom 11. Dezember 2015

Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen SBK und RKZ

Hintergrund-Bericht zur Zusammenarbeit SBK-RKZ