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 Aktuell 

Fastenzeit 2015: Weniger für uns. Genug für alle.

Die Ökumenische Kampagne 2015 von Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein ruft zu einem nachhaltigen Umgang mit unserer Nahrung auf.

Die Kampagne zeigt, wie unser hoher Fleischkonsum den Futtermittelverbrauch ansteigen lässt und wie in Brasilien Regenwald und Savanne dafür zerstört werden – was den Klimawandel weiter vorantreibt. Unter den Folgen wie Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürrezeiten und Hunger leiden bereits heute Millionen von Kleinbauernfamilien im Süden. Unter dem Slogan «Weniger für uns. Genug für alle» gibt die Kampagne Anregungen, was wir als Einzelne und als Gruppen gegen den Klimawandel tun können und wie wir konkret zum Erhalt der Schöpfung beitragen.

Mehr zum Thema der Kampagne, Ideen für Katechese und Gottesdienst sowie Material zum neuen Hungertuch finden Sie auf der Website der Ökumenischen Kampagne: www.sehen-und-handeln.ch


CSERPE Studientag 2015: Kirche und Migration

Einladung zum CSERPE Studientag «Kirche und Migration» vom 2. Juni 2015 in Basel

Der Studientag zielt darauf ab, das Werk von P. Tassello (Leiter des CSERPE in Basel von 1998 bis 2014) zum Thema “Kirche und Migration” in unserer Ortskirche angemessen zu würdigen und weiter zu denken. Mitarbeitende in Pfarreien, anderssprachigen Missionen, Seelsorge, Katechese, Pfarreirat und weitere Interessierte sind herzlich eingeladen.

Das CSERPE versteht sich als interdisziplinäres und interkulturelles Begegnungs- und Dialogforum für VertreterInnen politischer und sozialer Institutionen, des universitären Bereichs, der Medien, verschiedenster Bildungseinrichtungen, der Zivilgesellschaft, religiöser Gemeinschaften und wohltätiger Organisationen.

Flyer zum Studientag vom 2. Juni 2015

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«Wie steht es um den (guten) Ruf der Kirchen?»

Einladung zur Tagung «Kirchenreputation» vom 11. Mai 2015 im Centrum 66 in Zürich

Wie steht es um den Ruf und das Ansehen der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche in der Schweiz? Welche Spuren und Narben haben die Kindsmissbrauchsskandale der römisch-katholischen Kirche hinterlassen? Mangelt es der evangelischen-reformierten Kirche an Profil, wie allenthalben vermutet wird? Oder: Wie soll das Kirche-Staat-Verhältnis in Zukunft ausgestaltet werden und wie hängt diese Einschätzung mit der Reputation zusammen?

Diese Fragen wurden in den vergangenen zwei Jahren in einem breit angelegten Forschungsprojekt durch das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) in St. Gallen untersucht. Das SPI stellt zusammen mit dem Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich im Rahmen einer öffentlichen Tagung die Ergebnisse vor und präsentiert die Publikation zur Studie. Namhafte Vertreter(innen) aus Theologie, Kirchenleitung, Politik und Nonprofit-Management nehmen zu den Ergebnissen Stellung und erörtern die Bedeutung der Resultate für die kirchliche Praxis.

Flyer zur Tagung vom 11. Mai 2015

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«Was, wenn jeder nur für sich glaubt?»

Interview mit Jörg Stolz, Religionssoziologe an der Universität Lausanne, in der Evangelisch-Reformierten Zeitung «reformiert.info»

Die Schweizer Bevölkerung ist in den letzten Jahren individualistischer geworden, zu einer «Ich-Gesellschaft» mutiert. Das hat auch die Religiosität der Menschen verändert und stellt die Kirchen vor ganz neue Fragen. In einem Interview mit der Evangelisch-Reformierten Zeitung «reformiert.info», nimmt der Religionssoziologe Jörg Stolz Stellung zu den Resultaten der von ihm durchgeführten Erhebung zur Religiosität in der Schweiz.

Interview mit Jörg Stolz in der Evangelisch-Reformierten Zeitung «reformiert.info»


Ein Drittel der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund

2013 hatten 2,4 Millionen der 6,8 Millionen in der Schweiz lebenden Personen ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Vier Fünftel davon kamen im Ausland zur Welt, während ein Fünftel in der Schweiz geboren wurde, jedoch im Ausland geborene Eltern hat. Ein gutes Drittel (35%) besass den Schweizer Pass. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger und verlangsamt die Alterung der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz. Diese und weitere Ergebnisse gehen aus einer Analyse des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Migrationsstatus der ständigen Wohnbevölkerung hervor.

Detaillierte Angaben zur Bevölkerung nach Migrationsstatus sowie Grafiken und Karten finden Sie auf der Website des BFS:
Bevölkerung nach Migrationsstatus
Bevölkerung mit Migrationshintergrund


Islamische Landeskirche? RKZ-Generalsekretär für "kleine öffentliche Anerkennung"

Interview mit Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz RKZ.

Im nachfolgenden Interview skizziert Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-katholischen Zentralkonferenz RKZ, wie man die muslimischen Gemeinschaften in die Schweizer Gesellschaft integrieren könne. Dabei macht sich Daniel Kosch in einem ersten Schritt für eine «kleine öffentliche Anerkennung» stark. Einen ganz anderen Weg schlägt der Generalvikar Martin Grichting des Bistums Chur in der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vom 25. Januar 2015 vor: Für Ihn gehört das System der Landeskirchen abgeschafft!

Nachfolgendes Interview mit Daniel Kosch wurde von Regula Pfeier von kath.ch geführt.

Herr Kosch, wie stellen Sie sich zur Forderung, den Islam als Religionsgemeinschaft öffentlich-rechtlich zu anerkennen?
Entscheidend ist zunächst die Frage: Streben die Muslime die öffentlich-rechtliche Anerkennung ihrer Glaubensgemeinschaft wirklich an? Ich habe Unterschiedliches dazu gelesen. Auch muss man die Hürden bedenken. In vielen Kantonen müsste deswegen die Verfassung, in anderen Gesetze geändert werden. Und wenn man bedenkt, was für eine hässliche Kampagne 2003 die Gegner des abgelehnten Anerkennungsgesetzes im Kanton Zürich lostraten, stellt sich die Frage, ob es klug ist, zum jetzigen Zeitpunkt einen so grossen Schritt zu fordern. Nach den Attentaten in Paris ist die Stimmung den Muslimen gegenüber stark angeheizt, und die Minarett- und Kopftuchdiskussionen zeigen, dass die sichtbare Präsenz der Muslime viele Ängste weckt. Deshalb ist das Risiko einer Ablehnung gross. Das würde die Muslime noch mehr verletzen als der Status Quo.

Was ist denn Ihr Vorschlag?
Ich bin für die kleine öffentliche Anerkennung als ersten Schritt, sofern die Muslime sie wünschen und das jeweilige kantonale Recht sie vorsieht. Die Anforderungen sind einfacher erfüllbar und die Frage nach dem Steuerbezugsrecht stellt sich nicht. Einige Kantone haben dafür die rechtlichen Grundlagen geschaffen, etwa die Waadt, Basel-Stadt, Zürich… Auch diesbezüglich stellt sich die Frage nach dem Zeitpunkt und dem Vorgehen, damit die Wirkung nicht kontraproduktiv ist.

Weshalb diese Zurückhaltung?
Die ist nicht islamfeindlich. Ich fürchte unerfreuliche Polemiken und Rückschläge für die Integration im Fall von Nein-Mehrheiten. Viele Muslime sind ja bestens integriert, ihre Gemeinschaften zu anerkennen, wäre logisch. Ob sie eine möglichst baldige «kleine» Anerkennung wünschen und die Risiken dabei abzuschätzen, liegt aber in der Verantwortung der einzelnen Gemeinschaften. Auch christliche Gemeinschaften, wie z.B. die Freikirchen oder die orthodoxen Kirchen sind nicht öffentlich anerkannt, die einen aus Überzeugung, die anderen weil sie erst dabei sind, die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Sollten alle, auch extreme Religionsgemeinschaften wie der Islamische Zentralrat anerkannt werden?
Die Organisation muss Anforderungen erfüllen. In der Waadt ist schon bei einer kleinen Anerkennung unabdingbar, dass die Gemeinschaft eine soziale und kulturelle Bedeutung hat, sich für den sozialen und religiösen Frieden einsetzt, sich am ökumenischen oder interreligiösen Dialog beteiligt, nachweislich seit 30 Jahren im Kanton präsent und rechtlich verfasst ist, sowie eine bestimmte Grösse hat. Das sind strenge, aber unerlässliche Kriterien.

Wer hat denn die kleine Anerkennung?
In Basel beispielsweise die Aleviten, in Zürich zwei von fünf jüdischen Gemeinden.

Sie sagen: Die Hürden für eine öffentlich-rechtliche Anerkennung sind hoch. Was für Hürden sind denn das?
Dazu gibt es nicht überall klare gesetzliche Vorgaben. Aber an den anerkannten Landeskirchen lässt sich ablesen: Die Religionsgemeinschaft muss sich für die Verwaltung der Kirchensteuern demokratische und rechtsstaatliche Strukturen geben, etwa ein Parlament, eine Exekutive, eine Judikative einführen. Sie hat Rechenschaftspflicht gegenüber dem Staat, muss ihre Finanzen transparent machen und vieles mehr. Diese Bedingungen, welche die katholischen und reformierten Landeskirchen erfüllen, kann eine Organisation faktisch nur ab einer bestimmten Grösse und mit einem entsprechenden Organisationsgrad erfüllen. Ausserdem müssen ihre Mitglieder beispielsweise bereit sein, regelmässig Steuern zu zahlen. Das ist ein grosser Schritt, wenn bisher nur freiwillige Beiträge und Spenden erwartet wurden.

In Zürich ist die katholische Kirche erst seit 1963 als Landeskirche anerkannt. Was waren die Hürden damals?
Dass neben der kirchlichen Struktur unter der Leitung des Bischofs beziehungweise des Pfarrers eine körperschaftliche Organisation entsteht, die fortan das Geld verwaltet, war nicht selbstverständlich. Da fragte sich beispielsweise, wem die Kirchgebäude gehören sollen. Sie blieben schliesslich in der Hand von kirchlichen Stiftungen, in denen der Bischof Mitspracherecht hat. Auch das Pfarrwahlrecht war ein schwieriges Thema. Das Kirchenrecht sieht vor, dass der Bischof den Pfarrer einsetzt und keine Wiederwahl notwendig ist. – Man muss also Lösungen finden, die einerseits den staatlichen Vorgaben genügen, anderseits der Eigenart der jeweiligen Religionsgemeinschaft entsprechen.

Der Berner Regierungsrat Christoph Neuhaus schlug die Anerkennung als gemeinnütziger Verein vor.
Das finde ich keine besonders hilfreiche Idee. Jene Muslime, die die öffentliche Anerkennung anstreben, wollen, dass der Staat ihre Religionsgemeinschaft und deren Beitrag zum guten Zusammenleben in der Gesellschaft würdigt. Dazu reichen Anerkennung der Gemeinnützigkeit und Steuerbefreiung nicht aus. Eine sinnvolle Lösung ist das jedoch für soziale oder karitative Organisationen von Muslimen, bei denen tatsächlich die Gemeinnützigkeit und nicht die Religion im Vordergrund steht.

Was halten Sie von der Diskussion über die Anerkennung des Islam als Religion?
Die aktuelle Diskussion steht unter dem Vorzeichen einer Gewalttat, dem Attentat auf "Charlie Hebdo". Meines Erachtens sollte eine solche Diskussion primär von der Überlegung ausgehen, wie ein gutes Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften in einer Gesellschaft möglich ist, zu der auch eine wachsende Anzahl Menschen gehört, die keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören. Hinzu kommt, dass die «öffentliche Anerkennung» im juristischen Sinn immer einer konkreten Gemeinschaft gilt, die diese Anerkennung wünscht – und nicht «dem Islam» als solchem. Es ist unsachgemäss und gefährlich, die Anerkennungsfrage als Stellungnahme «pro oder kontra Islam» zu diskutieren. Dafür ist sie zu komplex.


(Bild: Roberto Conciatori)

Mehr Zusammenarbeiten und vernetzen

Die röm.-kath. Landeskriche Luzern und die Bistumsregionalleitung haben seit Jahresbeginn eine neue Führungs- und Organisationsstruktur. Aus den bisherigen fünf Fachstellen sind drei Fachbereiche geworden, in denen nach festgelegten Abläufen enger zusammengearbeitet wird. Auch sind der Synodalrat und die Bistumsregionalleitung stärker in die Fachbereiche eingebunden. Dabei wird der Fokus darauf gesetzt, was auch in den Pastoralräumen angesagt ist: die Zusammenarbeit verstärken.

Ein ausführlicher Bericht zur Neuorganisation und ein Interview mit der Synodalrätin Simone Rüd sind in der Januar-Ausgabe des «Luzerner Kirchenschiffs» (01 / 2015) zu finden.


Start der neuen katholischen Medienzentren

Die drei neuen katholischen Medienzentren in Zürich, Lausanne und Lugano haben ihren Betrieb aufgenommen. Damit beginnt ein neues Kapitel kirchlicher Medienarbeit.

Über zwei Jahre dauerte der Prozess, in dem die früheren kirchlichen Medieninstitutionen Kipa-Apic, CCRT, Katholischer Mediendienst, das westschweizer Internetportal cath.ch und das Tessiner CCRTv Lugano zu drei neuen sprachregionalen Medienzentren verschmolzen. Nachrichtenagenturen, Radio- und TV-Arbeit, Social Media und Internetportale werden nicht länger von unterschiedlichen Redaktionen und unabhängigen Institutionen geführt, sondern in den neuen Zentren gebündelt. So stellt sich die kirchliche Medienarbeit den Herausforderungen der tiefgreifenden technischen Umbrüche der heutigen Medienwelt. Dabei soll aber auch die sprachübergreifende Zusammenarbeit nicht vernachlässigt werden, denn alle Regionen bilden doch die eine katholische Kirche in der Schweiz, in der wir die grosse Chance haben, von den verschiedenen Kulturen zu lernen und sie jeweils über die Sprachgrenzen hinaus fruchtbar werden zu lassen.

Zum Ausdruck kommt diese überregionale Zusammenarbeit in den neu gestalteten Internetportalen:
www.kath.ch (für die Deutschschweiz)
www.cath.ch (für die Französische Schweiz)
www.catt.ch (für die Italienische Schweiz)


Bild: Gabi Ceric, Pfarreiforum

Gesellschaftliche Bedeutung der Kirche

Reformierte Berner Kirchen umschreiben in 17 Punkten die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche

Im Kanton Bern sind zurzeit ausgedehnte kirchenpolitische Debatten zum Verhältnis von Kirche und Staat am Laufen. Für eine qualifizierte Diskussion dieses Verhältnisses ist es wichtig, dass bekannt ist, wo überall Kirche in der Gesellschaft präsent ist. Aus diesem Grund hat der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn im Rahmen einer Postulatsantwort folgende 17 Punkte zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kirche formuliert:

  1. Die Kirchen sind von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert
  2. Es braucht die Kirchen, weil sie sich für Notleidende, Einsame und Menschen auf der Flucht einsetzen
  3. Die sozialen Leistungen der Kirchen kommen allen zu Gute
  4. Kirchen gewinnen viele Menschen für Freiwilligenarbeit
  5. Kirchen - «Service public» für Randregionen
  6. Gottesdienstliche Feiern bei wichtigen privaten und öffentlichen Anlässen
  7. Flächendeckendes Angebot regelmässiger Gottesdienste
  8. Kompetenz in Sachen Ethik
  9. Kirchen leisten wesentliche Beiträge zur Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt
  10. Kirchliche Hilfswerke halten die Solidarität wach
  11. Einbindung der Kirchen verhindert die Ghettoisierung von Religion
  12. Religiöse Bildung für eine informierte Demokratie
  13. Zugang zur christlich geprägten eigenen Kultur
  14. Theologische Fakultäten als Orte reflektierter Religion
  15. Kirchen als Kulturträgerinnen
  16. Religion als Sinn- und Wertressource
  17. Gelebtes Christentum erhält das geltende Wertgefüge und hilft es weiterentwickeln

Die detaillierten Ausführungen zu den einzelnen Punkten findet man im Bericht «Verhältnis Kirche - Staat»; Antwort auf das Postulat der Synodalen Hans Ulrich Germann und Barbara Schmutz.


«Konkreter, situationsbezogener und persönlicher kommunizieren»

Interview mit Susana Garcia, Generalsekretärin der kantonalkirchlichen Körperschaft im Kanton Waadt.

Die Abkürzung «RKZ» klingt sehr deutschschweizerisch. Wofür sie steht, ist in der Romandie nur wenigen bekannt. Seit ein paar Jahren aber präsidiert mit Susana Garcia eine Frau aus der Romandie die Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit dieser RKZ. Sie hat sich in dieser Kommission für ein neues Kommunikationskonzept und ein neues Erscheinungsbild der RKZ eingesetzt – nicht zuletzt mit dem Ziel, die Abkürzung «RKZ» auch in der lateinischen Schweiz mit konkreten Bildern und Ideen zu verknüpfen. Aus Anlass der Lancierung der neuen Webseite der RKZ haben wir Susana Garcia ein paar Fragen gestellt.

Frau Garcia, als Generalsekretärin der kantonalkirchlichen Körperschaft im Kanton Waadt müssen Sie der Generalversammlung jährlich erklären, warum die waadtländer Katholiken über 600‘000 Franken an die RKZ bezahlen sollen. Was sind ihre Hauptargumente?
Das Hauptargument ist, die gegenseitige Ergänzung. Auf Schweizerischer Ebene wird finanziert, was die einzelnen Kantone unmöglich allein in gleichem Ausmass und gleicher Qualität erbringen könnten. Zwei Schlüsselbeiträge für die Westschweiz ist das Bildungsangebot des neuen sprachregionalen Kompetenzzentrums «Centre catholique romand de formations en Eglise» (CCRFE) und die Sichtbarkeit, welche das Medienzentrum Cath-Info gewährleistet. In beiden Fällen wäre kein einzelner Kanton in der Lage, diese Leistungen allein zu erbringen. Der Betrag von 600‘000 Franken mag hoch scheinen, aber er entspricht nicht einmal 6 Vollzeitstellen. Es ist daher offenkundig, dass es für die Kantone von Vorteil ist, sich zusammenzuschliessen, um ihre Kapazitäten in solchen Bereichen zu erhöhen.

Von der neuen Webseite erhofft sich die RKZ, dass besser verständlich wird, was die RKZ ist, welche Aufgaben sie wahrnimmt und wofür sie die Beiträge ihrer Mitglieder einsetzt. Was ändert sich im Vergleich mit der bisherigen Kommunikation?
Die RKZ hat sich stets dafür eingesetzt, eine qualitativ hochstehende, professionelle und transparente Kommunikation zu pflegen. Jedes Mitglied weiss genau, wozu die von ihm geleisteten Beiträge verwendet werden. Eine Auswirkung dieses Anspruchs ist, dass die Informationen zu technisch wirkten. Das ist der Punkt, an dem wir nun ansetzen. Wir wollen die Qualität und Professionalität wahren, aber konkreter, situationsbezogener und persönlicher kommunizieren. Wir stellen uns also die Frage, wie wir sprechender und direkter aufzeigen können, was die RKZ mit dem alltägliche Leben der Kirche zu tun hat.

Auf dem kleinen Flyer, der die RKZ neu vorstellt, lautet der Slogan: «Parce qu’ensemble, on va plus loin.» Wie will die RKZ dieses Versprechen konkret einlösen?
Die Herausforderung besteht darin, das Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen den Mitgliedern der RKZ zu erhöhen. Die RKZ ist ein Dachverband und daher ist es entscheidend, dass die Mitglieder diesen als notwendig und nützlich beurteilen. Es ist ebenfalls wichtig, dass die Mitglieder gut informiert sind und sich bewusst sind, dass sie eine solidarische Gemeinschaft mitgestalten können. Im Grunde genommen sind die RKZ und ihre Mitglieder ein Teil des Ganzen, das die katholische Kirche in der Schweiz ausmacht. Im 21. Jahrhundert hat die Kirche aber nicht mehr dieselbe Stellung in der Gesellschaft wie früher. Nur gemeinsam, mit unseren jeweiligen Kompetenzen, können wir sicherstellen, dass unsere gesellschaftliche Präsenz verstanden und weiterhin anerkannt wird. Die RKZ hat die bescheidene Aufgabe ihre Mitglieder darin zu unterstützen, in ihrem jeweiligen kantonalen Kontext kompetent handeln zu können, namentlich in Fragen des Staatskirchenrechts, der Organisation oder Finanzierung des kirchlichen Lebens. Dafür und für die Zukunft muss die RKZ eine kreative Kraft sein, die eine haushälterische Verwendung der Mittel sicherstellt und eine kompetente sowie konstruktive Gesprächspartnerin ist.

Ein neues Logo und eine lebendigere Webseite mit Bildern machen Freude. Aber es braucht mehr, damit die Informationen und Positionen der RKZ Beachtung finden. Was hat die RKZ darüber hinaus für Pläne und Ziele in der Kommunikation?
Sie möchte ihre Zielgruppen, also die kantonalkirchlichen Organisationen, ihre Behörden, ihre Informationsbeauftragten und ihre Verwaltungen besser ansprechen. Dafür benötigt sie eine klare und ansprechende Kommunikation, die noch stärker auf die elektronischen Kanäle setzt. Um die Zusammengehörigkeit zu stärken, sind erfahrbarer Nutzen und Kompetenz entscheidend. In den Präsentationen und Argumentarien stehen die eher technischen und finanziellen Themen im Vordergrund. Durch persönliche Begegnungen und attraktive Veranstaltungen für Information und Austausch soll das Netzwerk gestärkt werden. Es geht darum, Beziehungen herzustellen bzw. weiterzuentwickeln. Dafür braucht es beides: Begegnungen und den Gebrauch der modernen Kommunikationstechnologien.


Die RKZ erneuert ihren Internetauftritt und investiert in die Kommunikation

Medienmitteilung vom 1. Dezember 2014

Viele – auch sehr engagierte – Mitglieder kirchlicher Behörden kennen zwar die Abkürzung «RKZ», können sich darunter aber wenig Konkretes vorstellen. Die RKZ hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, besser zu kommunizieren, was sie tut und wofür sie steht. Ihr neues Kommunikationskonzept steht unter dem Leitwort «Weil wir gemeinsam mehr bewirken. Für die Kirche. Für die Menschen». Seit dem 1. Adventssonntag tritt sie im Internet frischer und farbiger auf.

Iwan Rickenbacher, Politik- und Kommunikationsexperte, hat diesen Prozess als externer Berater begleitet. Er weist auf folgende Herausforderungen hin:«Innerhalb der Kirche nimmt die Vielfalt der Positionen und Meinungen auch zu wichtigen Fragen eher zu. In der Frage etwa des Verhältnisses von Kirche und Staat. Da geht es darum, argumentativ immer wieder einen Konsens zu anzustreben. Weiter geht es darum, die zunehmende Zahl der Menschen zu erreichen, die sich noch zur Kirche zählen, aber nicht aktiv an kirchlichen Tätigkeiten und Ereignisse partizipieren. Sie sind es auch, die über ihre Steuern kirchliche Werke unterstützen und über ihre Verantwortung als Eltern ihren Kindern den Weg zu einer Entscheidung für die Kirche offen halten.»

Susana Garcia, als Vizepräsidentin der RKZ für ihre Kommunikation zuständig, strebt mit der neuen Hompage eine konkretere und persönlichere Kommunikation an: «Die RKZ hat sich stets dafür eingesetzt, eine qualitativ hochstehende, professionelle und transparente Kommunikation zu pflegen. Jedes Mitglied weiss genau, wozu die von ihm geleisteten Beiträge verwendet werden. Eine Auswirkung dieses Anspruchs war, dass die Informationen zu technisch wirkten. Das ist der Punkt, an dem wir ansetzen. Wir wollen die Qualität wahren, aber konkreter, situationsbezogsener und persönlicher kommunizieren. Wir stellen uns also die Frage, wie wir sprechender und direkter aufzeigen können, was die RKZ mit dem alltägliche Leben der Kirche zu tun hat.»

Um diese Ziele zu erreichen, steigt www.rkz.ch mit aktuellen Meldungen ein und setzt vermehrt auf Bilder und Info-Grafiken. Hintergrundinformationen werden um kurze Meldungen zu neueren Entwicklungen ergänzt. Und prägnante Rubriken erleichtern die Orientierung: 

Wer mehr wissen will, findet in den Downloads nach Bereichen gegliedert rechtliche Grundlagen, Reglemente, einschlägige Positions- und Strategiepapiere, Gutachten und Dokumentationen, Referate und Artikel. 


Weil wir gemeinsam mehr bewirken.
Für die Kirche. Für die Menschen.

TG: Cyrill Bischof neuer Kirchenratspräsident

Die Synode der Katholischen Landeskirche Thurgau hat am 4. Dezember 2014 Cyrill Bischof als Nachfolger von Peter Hungerbühler, der auf Grund der Folgen einer Hirnblutung nicht mehr kandidieren konnte, zum neuen Kirchenratspräsidenten gewählt. Cyrill Bischof ist Architekt ETH mit eigenem Büro. Er wird die Katholische Landeskirche Thurgau künftig neu in der RKZ vertreten.