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Islamische Landeskirche? RKZ-Generalsekretär für "kleine öffentliche Anerkennung"

Interview mit Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz RKZ.

Im nachfolgenden Interview skizziert Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-katholischen Zentralkonferenz RKZ, wie man die muslimischen Gemeinschaften in die Schweizer Gesellschaft integrieren könne. Dabei macht sich Daniel Kosch in einem ersten Schritt für eine «kleine öffentliche Anerkennung» stark. Einen ganz anderen Weg schlägt der Generalvikar Martin Grichting des Bistums Chur in der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vom 25. Januar 2015 vor: Für Ihn gehört das System der Landeskirchen abgeschafft!

Nachfolgendes Interview mit Daniel Kosch wurde von Regula Pfeier von kath.ch geführt.

Herr Kosch, wie stellen Sie sich zur Forderung, den Islam als Religionsgemeinschaft öffentlich-rechtlich zu anerkennen?
Entscheidend ist zunächst die Frage: Streben die Muslime die öffentlich-rechtliche Anerkennung ihrer Glaubensgemeinschaft wirklich an? Ich habe Unterschiedliches dazu gelesen. Auch muss man die Hürden bedenken. In vielen Kantonen müsste deswegen die Verfassung, in anderen Gesetze geändert werden. Und wenn man bedenkt, was für eine hässliche Kampagne 2003 die Gegner des abgelehnten Anerkennungsgesetzes im Kanton Zürich lostraten, stellt sich die Frage, ob es klug ist, zum jetzigen Zeitpunkt einen so grossen Schritt zu fordern. Nach den Attentaten in Paris ist die Stimmung den Muslimen gegenüber stark angeheizt, und die Minarett- und Kopftuchdiskussionen zeigen, dass die sichtbare Präsenz der Muslime viele Ängste weckt. Deshalb ist das Risiko einer Ablehnung gross. Das würde die Muslime noch mehr verletzen als der Status Quo.

Was ist denn Ihr Vorschlag?
Ich bin für die kleine öffentliche Anerkennung als ersten Schritt, sofern die Muslime sie wünschen und das jeweilige kantonale Recht sie vorsieht. Die Anforderungen sind einfacher erfüllbar und die Frage nach dem Steuerbezugsrecht stellt sich nicht. Einige Kantone haben dafür die rechtlichen Grundlagen geschaffen, etwa die Waadt, Basel-Stadt, Zürich… Auch diesbezüglich stellt sich die Frage nach dem Zeitpunkt und dem Vorgehen, damit die Wirkung nicht kontraproduktiv ist.

Weshalb diese Zurückhaltung?
Die ist nicht islamfeindlich. Ich fürchte unerfreuliche Polemiken und Rückschläge für die Integration im Fall von Nein-Mehrheiten. Viele Muslime sind ja bestens integriert, ihre Gemeinschaften zu anerkennen, wäre logisch. Ob sie eine möglichst baldige «kleine» Anerkennung wünschen und die Risiken dabei abzuschätzen, liegt aber in der Verantwortung der einzelnen Gemeinschaften. Auch christliche Gemeinschaften, wie z.B. die Freikirchen oder die orthodoxen Kirchen sind nicht öffentlich anerkannt, die einen aus Überzeugung, die anderen weil sie erst dabei sind, die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Sollten alle, auch extreme Religionsgemeinschaften wie der Islamische Zentralrat anerkannt werden?
Die Organisation muss Anforderungen erfüllen. In der Waadt ist schon bei einer kleinen Anerkennung unabdingbar, dass die Gemeinschaft eine soziale und kulturelle Bedeutung hat, sich für den sozialen und religiösen Frieden einsetzt, sich am ökumenischen oder interreligiösen Dialog beteiligt, nachweislich seit 30 Jahren im Kanton präsent und rechtlich verfasst ist, sowie eine bestimmte Grösse hat. Das sind strenge, aber unerlässliche Kriterien.

Wer hat denn die kleine Anerkennung?
In Basel beispielsweise die Aleviten, in Zürich zwei von fünf jüdischen Gemeinden.

Sie sagen: Die Hürden für eine öffentlich-rechtliche Anerkennung sind hoch. Was für Hürden sind denn das?
Dazu gibt es nicht überall klare gesetzliche Vorgaben. Aber an den anerkannten Landeskirchen lässt sich ablesen: Die Religionsgemeinschaft muss sich für die Verwaltung der Kirchensteuern demokratische und rechtsstaatliche Strukturen geben, etwa ein Parlament, eine Exekutive, eine Judikative einführen. Sie hat Rechenschaftspflicht gegenüber dem Staat, muss ihre Finanzen transparent machen und vieles mehr. Diese Bedingungen, welche die katholischen und reformierten Landeskirchen erfüllen, kann eine Organisation faktisch nur ab einer bestimmten Grösse und mit einem entsprechenden Organisationsgrad erfüllen. Ausserdem müssen ihre Mitglieder beispielsweise bereit sein, regelmässig Steuern zu zahlen. Das ist ein grosser Schritt, wenn bisher nur freiwillige Beiträge und Spenden erwartet wurden.

In Zürich ist die katholische Kirche erst seit 1963 als Landeskirche anerkannt. Was waren die Hürden damals?
Dass neben der kirchlichen Struktur unter der Leitung des Bischofs beziehungweise des Pfarrers eine körperschaftliche Organisation entsteht, die fortan das Geld verwaltet, war nicht selbstverständlich. Da fragte sich beispielsweise, wem die Kirchgebäude gehören sollen. Sie blieben schliesslich in der Hand von kirchlichen Stiftungen, in denen der Bischof Mitspracherecht hat. Auch das Pfarrwahlrecht war ein schwieriges Thema. Das Kirchenrecht sieht vor, dass der Bischof den Pfarrer einsetzt und keine Wiederwahl notwendig ist. – Man muss also Lösungen finden, die einerseits den staatlichen Vorgaben genügen, anderseits der Eigenart der jeweiligen Religionsgemeinschaft entsprechen.

Der Berner Regierungsrat Christoph Neuhaus schlug die Anerkennung als gemeinnütziger Verein vor.
Das finde ich keine besonders hilfreiche Idee. Jene Muslime, die die öffentliche Anerkennung anstreben, wollen, dass der Staat ihre Religionsgemeinschaft und deren Beitrag zum guten Zusammenleben in der Gesellschaft würdigt. Dazu reichen Anerkennung der Gemeinnützigkeit und Steuerbefreiung nicht aus. Eine sinnvolle Lösung ist das jedoch für soziale oder karitative Organisationen von Muslimen, bei denen tatsächlich die Gemeinnützigkeit und nicht die Religion im Vordergrund steht.

Was halten Sie von der Diskussion über die Anerkennung des Islam als Religion?
Die aktuelle Diskussion steht unter dem Vorzeichen einer Gewalttat, dem Attentat auf "Charlie Hebdo". Meines Erachtens sollte eine solche Diskussion primär von der Überlegung ausgehen, wie ein gutes Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften in einer Gesellschaft möglich ist, zu der auch eine wachsende Anzahl Menschen gehört, die keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören. Hinzu kommt, dass die «öffentliche Anerkennung» im juristischen Sinn immer einer konkreten Gemeinschaft gilt, die diese Anerkennung wünscht – und nicht «dem Islam» als solchem. Es ist unsachgemäss und gefährlich, die Anerkennungsfrage als Stellungnahme «pro oder kontra Islam» zu diskutieren. Dafür ist sie zu komplex.


(Bild: Roberto Conciatori)

Mehr Zusammenarbeiten und vernetzen

Die röm.-kath. Landeskriche Luzern und die Bistumsregionalleitung haben seit Jahresbeginn eine neue Führungs- und Organisationsstruktur. Aus den bisherigen fünf Fachstellen sind drei Fachbereiche geworden, in denen nach festgelegten Abläufen enger zusammengearbeitet wird. Auch sind der Synodalrat und die Bistumsregionalleitung stärker in die Fachbereiche eingebunden. Dabei wird der Fokus darauf gesetzt, was auch in den Pastoralräumen angesagt ist: die Zusammenarbeit verstärken.

Ein ausführlicher Bericht zur Neuorganisation und ein Interview mit der Synodalrätin Simone Rüd sind in der Januar-Ausgabe des «Luzerner Kirchenschiffs» (01 / 2015) zu finden.


Start der neuen katholischen Medienzentren

Seit dem 6. Januar 2015 haben die katholischen Medienzentren der Deutsch- und Westschweiz ihren Betrieb aufgenommen. Damit beginnt ein neues Kapitel kirchlicher Medienarbeit.

Über zwei Jahre dauerte der Prozess, in dem die früheren kirchlichen Medieninstitutionen Kipa-Apic, CCRT, Katholischer Mediendienst, das westschweizer Internetportal cath.ch und das Tessiner CCRTv Lugano zu drei neuen sprachregionalen Medienzentren verschmolzen. Nachrichtenagenturen, Radio- und TV-Arbeit, Social Media und Internetportale werden nicht länger von unterschiedlichen Redaktionen und unabhängigen Institutionen geführt, sondern in den neuen Zentren gebündelt. So stellt sich die kirchliche Medienarbeit den Herausforderungen der tiefgreifenden technischen Umbrüche der heutigen Medienwelt. Dabei soll aber auch die sprachübergreifende Zusammenarbeit nicht vernachlässigt werden, denn alle Regionen bilden doch die eine katholische Kirche in der Schweiz, in der wir die grosse Chance haben, von den verschiedenen Kulturen zu lernen und sie jeweils über die Sprachgrenzen hinaus fruchtbar werden zu lassen.

Zum Ausdruck kommt diese überregionale Zusammenarbeit in den neu gestalteten Internetportalen:
www.kath.ch (für die Deutschschweiz)
www.cath.ch (für die Französische Schweiz)
www.catt.ch (für die Italienische Schweiz; das Portal geht am 22. Januar 2015 online)


Christoph Gellner wird Leiter des TBI

Die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz (DOK) hat Christoph Gellner zum Leiter des neuen Theologisch-pastoralen Bildungsinstituts (TBI) gewählt. Als langjähriger Leiter des IFOK und des DBW konnte mit Christoph Gellner eine bestens qualifizierte sowie mit der Bildungslandschaft vertraute Führungspersönlichkeit gewonnen werden. 


Bild: Gabi Ceric, Pfarreiforum

Gesellschaftliche Bedeutung der Kirche

Reformierte Berner Kirchen umschreiben in 17 Punkten die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche

Im Kanton Bern sind zurzeit ausgedehnte kirchenpolitische Debatten zum Verhältnis von Kirche und Staat am Laufen. Für eine qualifizierte Diskussion dieses Verhältnisses ist es wichtig, dass bekannt ist, wo überall Kirche in der Gesellschaft präsent ist. Aus diesem Grund hat der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn im Rahmen einer Postulatsantwort folgende 17 Punkte zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kirche formuliert:

  1. Die Kirchen sind von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert
  2. Es braucht die Kirchen, weil sie sich für Notleidende, Einsame und Menschen auf der Flucht einsetzen
  3. Die sozialen Leistungen der Kirchen kommen allen zu Gute
  4. Kirchen gewinnen viele Menschen für Freiwilligenarbeit
  5. Kirchen - «Service public» für Randregionen
  6. Gottesdienstliche Feiern bei wichtigen privaten und öffentlichen Anlässen
  7. Flächendeckendes Angebot regelmässiger Gottesdienste
  8. Kompetenz in Sachen Ethik
  9. Kirchen leisten wesentliche Beiträge zur Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt
  10. Kirchliche Hilfswerke halten die Solidarität wach
  11. Einbindung der Kirchen verhindert die Ghettoisierung von Religion
  12. Religiöse Bildung für eine informierte Demokratie
  13. Zugang zur christlich geprägten eigenen Kultur
  14. Theologische Fakultäten als Orte reflektierter Religion
  15. Kirchen als Kulturträgerinnen
  16. Religion als Sinn- und Wertressource
  17. Gelebtes Christentum erhält das geltende Wertgefüge und hilft es weiterentwickeln

Die detaillierten Ausführungen zu den einzelnen Punkten findet man im «Bericht Verhältnis Kirche - Staat; Antwort auf das Postulat der Synodalen Hans Ulrich Germann und Barbara Schmutz».


Bild: Schweizer Bischofskonferenz

«Kirche und Staat in der Schweiz» beim Ad-limina-Besuch der Bischöfe

In unserer schnelllebigen Zeit geraten wichtige Ereignisse manchmal allzu rasch in Vergessenheit. Eine kleine Dokumentation der RKZ sammelt die verschiedenen Äusserungen und Kommentare angesichts des Ad-limina-Besuch der Schweizer Bischöfe bei Papst Franziskus anfangs Dezember 2014 mit dem Ziel, sie auch in Zukunft nutzen zu können. Denn es geschieht nicht alle Tage, dass der Papst oder die römische Kurie sich zum Verhältnis von Kirche und Staat in unserem kleinen Land äussern.

Dokumentation zum Ad-Limina Besuch der Schweizer Bischöfe 1.-5. Dezember 2014


«Weit mehr als nur eine Inkassostelle zur Finanzierung kirchlicher Werke»

Medienmitteilung zur Plenarversammlung der RKZ vom 28./29. November 2014

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz nutzte die letzte Plenarversammlung im Jahr 2014 zu einer engagierten Grundsatzdebatte über ihre Identität und ihre Kernaufgaben. Darüber hinaus genehmigte sie Beiträge an gesamtschweizerische und sprachregionale Einrichtungen der katholischen Kirche in der Höhe von rund 7 Millionen Franken. Und sie beauftragte das Präsidium, mit der Schweizer Bischofskonferenz nicht nur Finanzfragen zu regeln. Angestrebt wird eine verbindliche Regelung der Zusammenarbeit auf insti-tutioneller Ebene und bei Themen, welche die Stellung der Kirche in der Gesellschaft betreffen.

Medienmitteilung vom 3. Dezember 2014


«Konkreter, situationsbezogener und persönlicher kommunizieren»

Interview mit Susana Garcia, Generalsekretärin der kantonalkirchlichen Körperschaft im Kanton Waadt.

Die Abkürzung «RKZ» klingt sehr deutschschweizerisch. Wofür sie steht, ist in der Romandie nur wenigen bekannt. Seit ein paar Jahren aber präsidiert mit Susana Garcia eine Frau aus der Romandie die Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit dieser RKZ. Sie hat sich in dieser Kommission für ein neues Kommunikationskonzept und ein neues Erscheinungsbild der RKZ eingesetzt – nicht zuletzt mit dem Ziel, die Abkürzung «RKZ» auch in der lateinischen Schweiz mit konkreten Bildern und Ideen zu verknüpfen. Aus Anlass der Lancierung der neuen Webseite der RKZ haben wir Susana Garcia ein paar Fragen gestellt.

Frau Garcia, als Generalsekretärin der kantonalkirchlichen Körperschaft im Kanton Waadt müssen Sie der Generalversammlung jährlich erklären, warum die waadtländer Katholiken über 600‘000 Franken an die RKZ bezahlen sollen. Was sind ihre Hauptargumente?
Das Hauptargument ist, die gegenseitige Ergänzung. Auf Schweizerischer Ebene wird finanziert, was die einzelnen Kantone unmöglich allein in gleichem Ausmass und gleicher Qualität erbringen könnten. Zwei Schlüsselbeiträge für die Westschweiz ist das Bildungsangebot des neuen sprachregionalen Kompetenzzentrums «Centre catholique romand de formations en Eglise» (CCRFE) und die Sichtbarkeit, welche das Medienzentrum Cath-Info gewährleistet. In beiden Fällen wäre kein einzelner Kanton in der Lage, diese Leistungen allein zu erbringen. Der Betrag von 600‘000 Franken mag hoch scheinen, aber er entspricht nicht einmal 6 Vollzeitstellen. Es ist daher offenkundig, dass es für die Kantone von Vorteil ist, sich zusammenzuschliessen, um ihre Kapazitäten in solchen Bereichen zu erhöhen.

Von der neuen Webseite erhofft sich die RKZ, dass besser verständlich wird, was die RKZ ist, welche Aufgaben sie wahrnimmt und wofür sie die Beiträge ihrer Mitglieder einsetzt. Was ändert sich im Vergleich mit der bisherigen Kommunikation?
Die RKZ hat sich stets dafür eingesetzt, eine qualitativ hochstehende, professionelle und transparente Kommunikation zu pflegen. Jedes Mitglied weiss genau, wozu die von ihm geleisteten Beiträge verwendet werden. Eine Auswirkung dieses Anspruchs ist, dass die Informationen zu technisch wirkten. Das ist der Punkt, an dem wir nun ansetzen. Wir wollen die Qualität und Professionalität wahren, aber konkreter, situationsbezogener und persönlicher kommunizieren. Wir stellen uns also die Frage, wie wir sprechender und direkter aufzeigen können, was die RKZ mit dem alltägliche Leben der Kirche zu tun hat.

Auf dem kleinen Flyer, der die RKZ neu vorstellt, lautet der Slogan: «Parce qu’ensemble, on va plus loin.» Wie will die RKZ dieses Versprechen konkret einlösen?
Die Herausforderung besteht darin, das Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen den Mitgliedern der RKZ zu erhöhen. Die RKZ ist ein Dachverband und daher ist es entscheidend, dass die Mitglieder diesen als notwendig und nützlich beurteilen. Es ist ebenfalls wichtig, dass die Mitglieder gut informiert sind und sich bewusst sind, dass sie eine solidarische Gemeinschaft mitgestalten können. Im Grunde genommen sind die RKZ und ihre Mitglieder ein Teil des Ganzen, das die katholische Kirche in der Schweiz ausmacht. Im 21. Jahrhundert hat die Kirche aber nicht mehr dieselbe Stellung in der Gesellschaft wie früher. Nur gemeinsam, mit unseren jeweiligen Kompetenzen, können wir sicherstellen, dass unsere gesellschaftliche Präsenz verstanden und weiterhin anerkannt wird. Die RKZ hat die bescheidene Aufgabe ihre Mitglieder darin zu unterstützen, in ihrem jeweiligen kantonalen Kontext kompetent handeln zu können, namentlich in Fragen des Staatskirchenrechts, der Organisation oder Finanzierung des kirchlichen Lebens. Dafür und für die Zukunft muss die RKZ eine kreative Kraft sein, die eine haushälterische Verwendung der Mittel sicherstellt und eine kompetente sowie konstruktive Gesprächspartnerin ist.

Ein neues Logo und eine lebendigere Webseite mit Bildern machen Freude. Aber es braucht mehr, damit die Informationen und Positionen der RKZ Beachtung finden. Was hat die RKZ darüber hinaus für Pläne und Ziele in der Kommunikation?
Sie möchte ihre Zielgruppen, also die kantonalkirchlichen Organisationen, ihre Behörden, ihre Informationsbeauftragten und ihre Verwaltungen besser ansprechen. Dafür benötigt sie eine klare und ansprechende Kommunikation, die noch stärker auf die elektronischen Kanäle setzt. Um die Zusammengehörigkeit zu stärken, sind erfahrbarer Nutzen und Kompetenz entscheidend. In den Präsentationen und Argumentarien stehen die eher technischen und finanziellen Themen im Vordergrund. Durch persönliche Begegnungen und attraktive Veranstaltungen für Information und Austausch soll das Netzwerk gestärkt werden. Es geht darum, Beziehungen herzustellen bzw. weiterzuentwickeln. Dafür braucht es beides: Begegnungen und den Gebrauch der modernen Kommunikationstechnologien.


Weil wir gemeinsam mehr bewirken.
Für die Kirche. Für die Menschen.

TG: Cyrill Bischof neuer Kirchenratspräsident

Die Synode der Katholischen Landeskirche Thurgau hat am 4. Dezember 2014 Cyrill Bischof als Nachfolger von Peter Hungerbühler, der auf Grund der Folgen einer Hirnblutung nicht mehr kandidieren konnte, zum neuen Kirchenratspräsidenten gewählt. Cyrill Bischof ist Architekt ETH mit eigenem Büro. Er wird die Katholische Landeskirche Thurgau künftig neu in der RKZ vertreten.