Menu
Kirche und Gesellschaft » Zum Thema 

©Schweizerisches Netzwerk freiwillig.engagiert

Was bringt Freiwilligenarbeit – und wem?

Einladung zur Fachtagung des Schweizerischen Netzwerkes freiwillig.engagiert vom 6. November 2017 in Bern

Ursprünglich sollte Freiwilligenarbeit vor allem Leistungen für direkt Begünstigte bereitstellen. Heute soll sie auch den Freiwilligen selbst nützen. Freiwilligenarbeit soll soziale und fachliche Kompetenzen der Freiwilligen erweitern und ihnen Zufriedenheit und Sinn vermitteln. Migranten, Arbeitslose und Senioren sollen durch Freiwilligenarbeit besser integriert werden. Freiwilligenarbeit soll zudem den sozialen Kitt, das Vertrauen in die Gesellschaft stärken und als eine Schule der Demokratie dienen. Und letztlich soll Freiwilligenarbeit Familien und den Staat im Care-Bereich entlasten.

Welche Wirkung und welcher Nutzen hat nun Freiwilligenarbeit tatsächlich auf die Begünstigten, die Freiwilligen, die Organisationen, den Staat sowie die Gesellschaft? Und welchen zusätzlichen Nutzen bringen neuere Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements mit Tausch- und Vergütungssystemen oder Freiwilligenarbeit im Internet? Diese beiden Fragestellungen stehen in Zentrum der diesjährigen Fachtagung des Schweizerischen Netzwerkes FREIWILLIG ENGAGNIERT vom 6. November 2017 in Bern.

Hier geht es zum Programm

Hier geht es zur Anmeldung



Dem Bettag eine Zukunft bereiten

Buchpublikation

Dass eine sozialdemokratische Regierungsrätin, ein jüdischer Theologe, ein katholischer Historiker, eine christkatholische Seelsorgerin, ein Ständerat aus Graubünden, eine muslimische Religionswissenschaftlerin und rund zwanzig weitere Autorinnen und Autoren zu einem gemeinsamen Thema ein Buch schreiben, kommt nicht alle Tage vor. Diese interessante Mischung macht ausgerechnet der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag möglich, obwohl er für viele eher das Image eines langweiligen Auslaufmodells als den Ruf eines spannenden Zukunftsmodells hat.

Der Sammelband, der anfangs September erscheint, enthält Beiträge zur Geschichte, zur Aktualität und zum Potenzial dieses Feiertags, der zwar religiösen Charakter hat, aber staatlich angeordnet ist. Der Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, dass das Buch nicht nur thematisch vielfältig ist, sondern auch Beiträge unterschiedlicher Art bietet: Artikel, die breit informieren, Reden und Predigten, Berichte über neue Formen der Gestaltung dieses Feiertages, Anregungen für die religionspädagogische Praxis und vertiefende Reflexionen. Unübersehbar ist das Anliegen, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen.

Artikel zur Buchvernissage vom 7. September 2017

Eva-Maria Faber / Daniel Kosch (Hg.), Dem Bettag eine Zukunft bereiten. Geschichte, Aktualität und Potenzial eines Feiertags, Theologischer Verlag Zürich (260 Seiten).



Kirche in Bewegung: migrantisch, politisch, vielfältig, solidarisch

Tagung Kirche-Migration vom 4. November 2017 in Zürich

Die katholische Kirche in der Schweiz ist mehr denn je eine Kirche aus vielen Völkern, eine Kirche mit vielen Sprachen und Kulturen. Im Rahmen der Tagung «Kirche in Bewegung: migrantisch, politisch, vielfältig, solidarisch» will die Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz und ihre Interdiözesane Koordination zusammen mit Fachleuten der Migrationspastoral überlegen, wie diese Kirche den aktuellen Herausforderungen durch Migration begegnen soll. In Zentrum der Tagung stehen folgende Fragestellungen:

  • Welche Entwicklungen bei der Migration von Christinnen und Christen in die Schweiz sind zu beobachten?
  • Wie nimmt die Kirche ihre gesellschaftliche Verantwortung beim Thema Migration wahr?
  • Wie muss sich die Seelsorge strukturell und organisatorisch auf die sprachliche und kulturelle Vielfalt einstellen?

Die Tagung findet am Samstag, 4. November 2017, im Centrum 66 am Hirschengraben 66 in Zürich statt. Eine Simultanübersetzung (deutsch/französisch) steht zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos

Tagungsprogramm
Anmeldungen bis zum 20. Oktober 2017 an info(at)pastoralkommission.ch



«Brüder und Schwestern»

Zwei neue Bibelübersetzungen

Rechtzeitig zum Reformationsjubiläum ist Ende 2016 eine Revision der Bibelübersetzung von Martin Luther erschienen. Und praktisch zeitgleich veröffentlichten die Bischofskonferenzen der deutschsprachigen Länder eine revidierte Fassung der «Einheitsübersetzung». Diese war erstmals 1980 als offizielle Übersetzung für den Gebrauch in der katholischen Kirche, namentlich in der Liturgie, veröffentlicht worden.

Auch wenn heute biblische Texte nicht mehr gleich zur Alltagskultur gehören wie in Zeiten, in denen der Gottesdienstbesuch selbstverständlich war und auch in Schule und Religionsunterricht die Bibel einfach «dazugehörten», haben Bibelübersetzungen nach wie vor eine sprach- und kulturprägende Kraft. Es ist deshalb bemerkenswert dass sowohl die neue Luther-Bibel als auch die neue Einheitsübersetzung sich wieder stärker am ursprünglichen Wortlaut orientieren und weniger an der Alltagssprache als die letzten Ausgaben. Die Texte gewinnen dadurch an Prägnanz.

Eine wichtige Ausnahme machen beide Übersetzungen bezüglich der Rolle der Frauen. Wo es sicher zu sein scheint, dass eine ganze Gemeinde angesprochen wird, lautet die Anrede «Brüder und Schwestern». Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass sich das deutsche Sprachempfinden so deutlich gewandelt hat, dass die meisten Bibelleser/innen nicht mehr verstehen und akzeptieren, dass sie – wie im ursprünglichen Text - «mitgemeint» sind.

Da dies längst nicht die einzige Frage ist, die sich bei der Übersetzung der Bibel zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellt, lohnt es sich nicht nur, eine oder beide Neuausgaben zu kaufen und sich damit zu befassen, sondern auch einen Einblick in die «Übersetzerwerkstatt» zu gewinnen und die Hintergründe der Revision kennen zu lernen.

Gemeinsam mit dem deutschen und österreichischen Bibelwerk hat das Schweizerische Katholische Bibelwerk, dessen bibelpastorale Arbeitsstelle von der RKZ seit Jahrzehnten unterstützt wird, je eine sehr gut gemachte Ausgabe der Zeitschrift Bibel und Kirche der neuen Einheitsübersetzung und Martin Luthers Bibel gewidmet.

Bibel und Kirche 1/2017 (Martin Luther und «seine» Bibel), Bibel und Kirche 2/2017 (Die neue Einheitsübersetzung), Bezugsadresse: Bibelpastorale Arbeitsstelle SKB, Bederstrasse 76, 802 Zürich; info(at)bibelwerk.ch



Begleiten - Unterscheiden - Integrieren

Studientag der Schweizer Bischofskonferenz zu «Amoris Laetitia»

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) führte am 9. März 2017 ein Studientag zu dem von Papst Franziskus veröffentlichten postsynodalen Schreiben «Amoris Laetitia» durch, welches richtungsweisende Aussagen zum Stellenwert von Liebe, Ehe und Familie macht. Die Studientagung hatte zum Ziel, die Bedeutung von «Amoris Laetitia» im Kontext der Schweiz herauszuarbeiten und Grundlagen für pastorale Leitlinien der Familienpastoral zur Diskussion zu stellen.

Die drei Hauptreferate des Studientags orientierten sich an den massgeblichen Stichworten des päpstlichen Schreibens - Begleiten, Unterscheiden und Integrieren. Obwohl die Referate sich an Fachleute mit theologischen Kenntnissen richten, sind sie auch für eine weitere Leserschaft sehr wertvoll. Sie helfen zu verstehen, welche neuen Akzente der Papst setzt und weshalb es auf die brennenden Fragen im Bereich der Ehe- und Familienpastoral keine einfachen Antworten und allgemeingültigen Rezepte gibt.

Zudem dokumentieren der Studientag und seine Ergebnisse die Bedeutung von beratenden Kommissionen für die Bischöfe und von professionellen Kommissionssekretariaten wie jenem der Pastoralkommission, das beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut in St. Gallen angesiedelt ist. Ohne solche Strukturen ist eine vertiefte Meinungsbildung und auch die «Übersetzung» weltkirchlicher Vorgaben in die Situation und Kultur der katholischen Kirche in der Schweiz nicht möglich. Dies ist auch der Grund dafür, dass die RKZ die Arbeit solcher Einrichtungen mit namhaften Beiträgen unterstützt.

Dokumentation zum Studientag:



©Christoph Wider

Was stärkt das kirchliche Milizengagement?

Ergebnisse einer Umfrage der RKZ bei den kantonalkirchlichen Organisationen

Persönliche Kontakte, Informationsbroschüren, Pflichtenhefte, Einführungsveranstaltungen, Klausurtagungen, Workshops, Übernahme der Aus- und Weiterbildungskosten und Wertschätzungsanlässe gehören u.a. zur breiten und vielseitigen Palette von Instrumenten und Massnahmen, welche die katholischen Landeskirchen zur Stärkung des Milizengagements einsetzen. Zusätzlicher Handlungsbedarf wird vor allem bei der Aus-/Weiterbildung und beim kantonsübergreifenden Erfahrungsaustausch geortet.

Download Präsentation der Ergebnisse

Die RKZ engagiert sich national für die Stärkung des freiwilligen Engagements. Sie ist Mitträgerin des Netzwerks freiwillig.engagiert und des Freiwilligen-Monitors.

Weitere Informationen zum «Milizengagement» finden Sie hier



©ref.ch

«Kommunikation leicht gemacht»

Das ökumenisches Projekt «Kommunikation in der Kirche» bietet neu Kurse mit einem klaren kirchlichen Profil an.

Gemeinsam mit den Reformierten Medien bietet das Katholische Medienzentrum kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neu Schulungen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Online Marketing, Kommunikation und Präsentation an. Verteilt auf 21 Kurse unterrichten Experten in vier Städten der Schweiz (Zürich, Chur, Bern, Luzern). Das Projekt will mit dem Angebot Grundlagen der Kommunikation vermitteln, auf denen Landeskirchen mit ihren kantonalen Besonderheiten aufbauen können.

Die Kurse können bequem online über das Schulungsportal www.kommunikation-in-der-kirche.ch gebucht werden. Für Institutionen gibt es die Möglichkeit, die Kurse komplett für ihre Einrichtung einzukaufen, so dass die Experten die Schulung vor Ort durchführen können.

 

 



24.03.2017

«Nahe sein bis zuletzt»

Ein Ratgeber für (pflegende) Angehörige und Freunde

weiterlesen...

02.03.2017

«Die vertrauten Kirchengestalten verschwinden»

©Simon Sigg, Pfarreiforum

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) präsentiert die neusten Daten aus der Religions- und Kirchenstatistik. Die Ergebnisse...

weiterlesen...

21.11.2016

Kirchen in Bewegung

Neue Studie zu den christlichen Migrationsgemeinden in der Schweiz

weiterlesen...