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 Aktuell 

Lehrgang Kirchliches Umweltmanagement

Kursangebot 2023 der oeku - Kirchen für die Umwelt

Von Februar bis Juni 2023 bietet die oeku wieder einen Lehrgang «Kirchliches Umweltmanagement» an. An sechs Kurstagen erfahren die Teilnehmenden, wie sie in 10 Schritten eine Kirchgemeinde zusammen mit dem Umweltteam zum Zertifikat Grüner Güggel leiten und begleiten.

Weitere Informationen findet man im Lehrgangsflyer



SBK, RKZ und kath.ch - Differenzen sind geklärt

Gemeinsame Erklärung zum Abschluss der Mediation

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) und das Katholische Medienzentrum haben im Verlaufe dieses Jahres eine Mediation durchgeführt. Im Zentrum der Mediation standen Fragen der publizistischen Tätigkeit von kath.ch. In Ergänzung zum Leistungsauftrag 2023 – 2026 von SBK und RKZ für das Medienzentrum haben die drei Organisationen die offenen Fragen geklärt.

Anlass für die Mediation war die 2021 teils kirchenintern, teils öffentlich vermehrt geäusserte Kritik an kath.ch: Die Themenwahl sei einseitig, und der Stil von kath.ch provoziere und polarisiere. Ein nicht unerheblicher Anteil der Kritik bezog sich auf den verantwortlichen Redaktionsleiter Raphael Rauch.

Die Delegierten der drei Organisationen haben seit Anfang 2022 – gestützt auf ein Mediationsbündnis, in das auch der Redaktionsleiter Raphael Rauch eingebunden war – den Weg einer mediativen Verständigung beschritten. Nebst der Klärung von prozessualen und strukturellen Fragen zwischen SBK und RKZ wurden mit der Vertretung des Medienzentrums die unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen in Bezug auf die thematische Ausrichtung von kath.ch und die von der Redaktion gepflegte Form der Berichterstattung eingehend diskutiert und geklärt.

Die Delegierten der drei Organisationen konnten sich mit dem Redaktionsleiter Raphael Rauch in einem kritisch-konstruktiven Gespräch über unterschiedliche Ansichten und Wahrnehmungen austauschen. Im Rahmen der Mediation war es möglich, die offenen Fragen zu klären und die gegenseitigen Erwartungen zu benennen. 

Kurz vor Abschluss der Mediation hat der Redaktionsleiter Raphael Rauch mitgeteilt, dass er ein Angebot für die Mitarbeit in der Redaktion des «SonntagsBlick» bekommen habe und kath.ch per 1. Juni 2023 verlassen werde. Der Stellenwechsel von Raphael Rauch steht nicht im Zusammenhang mit der Mediation. Die an den Redaktionsleiter und die gesamte Redaktion von kath.ch gerichteten Erwartungen werden auch für die Nachfolge von Raphael Rauch ihre Gültigkeit haben.

Im Rahmen der Mediation haben sich SBK, RKZ und das Medienzentrum darauf verständigt, dass ein Spannungsfeld von redaktioneller Unabhängigkeit und Loyalität gegenüber den kirchlichen Auftraggebern systemimmanent ist. Auch haben die Auftraggeber ihre Wertschätzung für die Arbeit von kath.ch ausgedrückt und anerkannt, dass kath.ch unter der Redaktionsleitung von Raphael Rauch an Relevanz deutlich zugelegt und das Portal in einem disruptiven Medienumfeld an Profil gewonnen hat.

Im Rahmen des Mediationsverfahrens wurden die bestehenden Steuerungsinstrumente (Rahmen- und Redaktionsstatut, Leistungsvereinbarungen, Gespräche mit der Fachgruppe, externe Evaluationen) eingehend diskutiert. Mit diesen Handlungsmöglichkeiten können die Auftraggeber ihre Aufgaben gegenüber den Medienzentren wahrnehmen und mit den Medienzentren den Dialog pflegen. Für den Fall von Differenzen oder Konflikten konnten in der Mediation verschiedene Optionen für Konfliktlösungen aufgezeigt und vereinbart werden.

Ende November 2022 wurde anlässlich der Plenarversammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz sowie anlässlich der Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz über den Stand der Mediation informiert. In Bezug auf die Verfahrensschritte und die Inhalte der Mediation haben die Delegierten von SBK, RKZ und Medienzentrum sowie der Redaktionsleiter von kath.ch Vertraulichkeit vereinbart. Mit dieser gemeinsamen Erklärung kann die Mediation erfolgreich abgeschlossen werden.

Schweizer Bischofskonferenz (SBK)
 

Bischof Felix Gmür, Präsident

 

Römisch-Katholische Zentral-
konferenz der Schweiz (RKZ)

Renata Asal-Steger, Präsidentin

 

Katholisches Medienzentrum (KMZ)
 

Adrian Müller, Präsident



©Bistum Basel

Josef Stübi wird Weihbischof im Bistum Basel

Stellungnahme RKZ

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) freut sich über die Ernennung von Domherr Josef Stübi zum Weihbischof des Bistums Basel und gratuliert ihm sehr herzlich.

Mit ihm gewinnen die Leitung des Bistums Basel und die Schweizer Bischofskonferenz eine Persönlichkeit mit reichhaltiger Erfahrung in der Pfarreiseelsorge, einen pastoralen Praktiker, der es versteht, Gemeinschaften aufzubauen und zu stärken. Angesichts des Vertrauens, das die Kirche in den letzten Jahren verloren hat, ist die persönliche Integrität und Glaubwürdigkeit einer kirchlichen Führungsperson ein hohes Gut.

Im Rahmen der Kooperation von Bischofskonferenz und RKZ auf nationaler Ebene freuen wir uns, mit Weihbischof Josef Stübi in Zukunft zusammenzuarbeiten. Für die Bischofskonferenz ist diese Verstärkung willkommen, weist sie im Moment doch nur noch acht Mitglieder auf (vor zehn Jahren hatte sie noch 14 Mitglieder).

Für die RKZ, der gute und verlässliche Beziehungen zwischen Staat und Kirche ein Anliegen sind, ist diese Ernennung insofern bedeutsam, als sie wieder gemäss den Bestimmungen des Konkordats von 1828 erfolgt zu sein scheint: Damals haben der Heilige Stuhl und die Kantone des erneuerten Bistums Basel vereinbart, dass dem jeweiligen Diözesanbischof das Recht zustehe, einen Weihbischof zu ernennen (Art. 16 Abs. 3 des Konkordats). 

Letztmals kam diese Bestimmung bei der Ernennung von Weihbischof Joseph Candolfi im Jahr 1983 zur Anwendung. Bei den beiden nachfolgenden Ernennungen kam es zu Interpretationsdifferenzen hinsichtlich der Bedeutung des unbestimmten Artikels «einen» Weihbischof. 

Auch wenn das Bulletin des Presseamts des Heiligen Stuhls schreibt, der Papst habe Herrn Stübi zum Weihbischof ernannt, so dürfte es sich rechtlich um eine päpstliche Bestätigung der bischöflichen Ernennung handeln.

Wir wünschen dem designierten Weihbischof von Basel Kraft und Segen, damit er in seiner neuen Funktion glaubwürdiges Zeugnis für Jesus Christus geben möge, dessen Geburt in Betlehem wir in wenigen Tagen feiern werden.»

Renata Asal-Steger, Präsidentin
Urs Brosi, Generalsekretär



Staatskirchenrechtliche Körperschaften in Zeiten der Entkirchlichung

Bericht der RKZ für eine zeitgemässe Weiterentwicklung des staatlichen Religionsrechts.

In der Strategie- und Mittelfristplanung 2020-2023 hat die RKZ beschlossen, «für eine zeitgemässe Weiterentwicklung des staatlichen Religionsrechts und der öffentlichen Finanzierung der Kirche(n) einzutreten». Da der religionssoziologische Wandel zu tiefgreifenden Veränderungen der gesellschaftlichen Voraussetzungen für die Regelung des Verhältnisses von Staat und Kirchen ist, hat sich die Kommission für Staatskirchenrecht und Religionsrecht der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt.

Auf der Grundlage dieser Diskussionen entstand der Bericht «Staatskirchenrechtliche Körperschaften in Zeiten der Entkirchlichung». Er dient als Grundlage  für weitere Überlegungen und die Entwicklung von Handlungsperspektiven.

Kosch, Daniel, Staatskirchenrechtliche Körperschaften in Zeiten der Entkirchlichung, Zürich 2022.



Stabwechsel bei der RKZ von Daniel Kosch zu Urs Brosi

Medienmitteilung vom 1. Dezember 2022

Per 1. Dezember 2022 hat Urs Brosi das Amt des Generalsekretärs der RKZ von Daniel Kosch übernommen.

Urs Brosi wurde am 26. März 2022 von der Plenarversammlung der Röm.-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) zum Generalsekretär gewählt. Im Oktober 2022 hat er seine bisherige Tätigkeit als Generalsekretär der Kath. Landeskirche des Kantons Thurgau beendet. Während des vergangenen Monats wurde er von Daniel Kosch in das Amt eingeführt, um eine gute Übergabe der vielfältigen thematischen Dossiers zu gewährleisten.

Planmässig hat Daniel Kosch seine Tätigkeit am 30. November 2022 beendet und die Verantwortung an Urs Brosi übergeben. Drei abgegrenzte Aufgaben wird er für einige Monate noch zu Ende führen.

An der Plenarversammlung der RKZ in Versoix (GE) vom 25.- 26. November 2022 wurde Daniel Kosch von den kantonalkirchlichen Delegierten mit stehendem Applaus verabschiedet. Im Rahmen einer Feierstunde in Zürich am 29. November 2022 konnte er von zahlreichen Personen Abschied nehmen, mit denen er während der 21 Jahre seiner Tätigkeit besonders intensiv unterwegs war.

Das Präsidium heisst Urs Brosi als neuen RKZ-Generalsekretär herzlich willkommen und wünscht ihm für die verantwortungsvolle Aufgabe viel Freude, Erfolg und Kraft.

Renata Asal-Steger
Präsidentin der Röm.-Kath. Zentralkonferenz



Die RKZ verabschiedet Daniel Kosch

Medienmitteilung zur Plenarversammlung der RKZ vom 25./26. November 2022 in Versoix (GE)

Insgesamt 8'890'000 Franken trägt die RKZ 2023 an 40 kirchliche Organisationen und 13 anderssprachige Missionen finanziell bei. Das hat die Plenarversammlung der RKZ an ihrer Versammlung vom 25./26. November 2022 in Versoix (GE) beschlossen. Mit viel Dankbarkeit und Wertschätzung verabschiedete die RKZ ihren Generalsekretär. Daniel Kosch war während 21 Jahren mit unermesslichem Einsatz für die katholische Kirche auf nationaler Ebene tätig. Er war «Mister RKZ» – oder sogar «der Leonardo da Vinci des dualen Systems».

Medienmitteilung vom 30. November 2022

Daniel Kosch verabschiedet sich mit vier Wünschen

Paprika, Parolin, Prophetie: Daniel Kosch über 21 Jahre als RKZ-Generalsekretär - Daniel Kosch im Gespräch mit kath.ch

«Die Menschenwürde ist unantastbar» - Daniel Kosch im Gespräch mit Sibylle Ratz, Informationsbeauftragte Katholische Kirche im Kanton Zürich



Synodal–solidarisch, spirituell–professionell, verbindlich–aufrecht, realistisch–hoffungsvoll

Daniel Kosch verabschiedet sich von der RKZ mit vier Wünschen, die zugleich auch Wünsche für die katholische Kirche in der Schweiz sind.

Während 21 Jahren, von 2001-2022, hatte ich als Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) die Möglichkeit, die katholische Kirche in der Schweiz, ihre Strukturen und ihre Kulturen, ihre Finanzen und ihren Reichtum an Erfahrungen, aber auch ihre Grenzen und ihre Schwierigkeiten kennenzulernen. Zudem gab mir meine Aufgabe die Chance, Entwicklungen mitzugestalten, an Debatten teilzunehmen und in Projekten Lösungen zu entwickeln. Immer wieder habe ich mich auch mit grundsätzlichen Fragen zum Verhältnis von Kirche, Staat und Gesellschaft, Kirchenfinanzierung, Management in der Kirche und Kirchenreform befasst und dazu geäussert. Im Sinne eines Dankes und eines Fazits am Ende dieser langen Zeit möchte ich in Form von vier Wortpaaren Wünsche für die RKZ formulieren, die zugleich Wünsche für die katholische Kirche in der Schweiz sind.

Synodal und solidarisch

Die Stärkung der Synodalität durch Papst Franziskus sehe ich – bei allen Mängeln in der Umsetzung – als grosse, unbedingt zu ergreifende Chance für die katholische Kirche in der Schweiz. Denn das synodale Prinzip hat das Potenzial, den Laien, insbesondere den Frauen in der Kirche jene Rolle zu geben, die ihnen zukommt, und den Gegensatz zwischen einer klerikal definierten Pastoral und demokratisch verwalteten Finanzen in ein partizipatives Miteinander zu transformieren. Zudem ist Synodalität ein inklusives Konzept, das Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Ressource wahrnimmt. Die Stärkung dieses «Miteinanders» erfordert neben Synodalität auch Solidarität. Denn wenn die Kirchenkrise spürbar wird, die Kirchenmitglieder weniger und die Finanzen knapper werden, steigt das Risiko, dass jeder und jede zuerst für sich schaut, die eigenen Ressourcen, aber auch den eigenen bedrohten Glauben verteidigt. Für die RKZ und ihre Mitglieder ist finanzielle Solidarität daher ein Testfall für konkrete Synodalität. Nehmen Kantönligeist und Kirchgemeindeegoismus überhand, gefährdet das neben dem «Miteinander» auch das «Vorwärts», das wir uns auf nationaler Ebene nicht zuletzt von der SBK wünschen. Fehlen der RKZ und der SBK dazu die Mittel, schwinden Chancen und Motivation zur Zusammenarbeit. Nur eine solidarische Kirche kann kraftvoll synodale Kirche in der global vernetzten Welt von heute sein.

Spirituell und professionell

Je säkularer die Gesellschaft und je diffuser die Vorstellungen, was der Auftrag der Kirche in der Welt von heute ist, desto wichtiger wird, dass auch finanzielle und organisatorische Fragen von Menschen und Gremien entschieden werden, die bewusst und ausdrücklich im Glauben und in der Botschaft des Evangeliums verwurzelt sind. Gleichzeitig ist zunehmende Professionalität gefragt, denn die Kirche verpasst viele Chancen auch deshalb, weil sie bezüglich der Professionalität nicht auf der Höhe der Zeit ist. Ich wünsche der RKZ, dass sie weiterhin in Praxis und Theorie für ein Kirchenmanagement eintritt, das Spiritualität und Professionalität verbindet und fördert.

Verbindlich und aufrecht

Das Zusammenspiel zwischen staatskirchenrechtlichen und pastoralen Instanzen, zwischen SBK und RKZ wird weiterhin anspruchsvoll bleiben. Es gehört leider zur kirchlichen Kultur, dass die staatskirchenrechtliche Seite bei unterschiedlichen Sichtweisen eher dazu neigt, sich mit unverbindlichen Antworten zufrieden und klein beizugeben, statt auf Klarheit zu bestehen. Das hinterlässt ungute Gefühle und birgt die Gefahr, dass jenen die Rückendeckung fehlt, die im Einsatz für Demokratie, Transparenz und Gleichwürdigkeit etwas riskieren. Daher mein Wunsch an die RKZ, ihren Weg im Dialog mit den Bischöfen verbindlich und aufrecht zu gehen.

Realistisch und hoffnungsvoll

Aus den Reaktionen von Mitgliedern staatskirchenrechtlicher Behörden auf Zahlen zu Kirchenfinanzen, Personalentwicklung und wachsender Kirchendistanzierung höre ich oft die Erwartung heraus, dass eine Trendwende mit gutem Willen und grossem Engagement gelingen sollte. Nüchtern betrachtet ist mit einer quantitativen Trendwende nicht zu rechnen; es wäre schon viel gewonnen, gingen wir gelassener und fröhlicher darauf zu, in der Gesellschaft eine Rolle zu spielen, die nicht auf unserer Grösse, sondern auf Glaubwürdigkeit und Leuchtkraft beruht. Gefragt ist also eine Hoffnung, die weiter und tiefer reicht als bis zur nächsten Austrittsstatistik. So wünsche ich der RKZ und der katholischen Kirche in der Schweiz eine mit nüchternem Realismus gepaarte Hoffnung.

Eine solche hat ihr Fundament im unverbrüchlichen Vertrauen, für das der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer in weitaus schwieriger und hoffnungsärmerer Zeit in einem seiner Gefängnistexte folgende Worte fand:

«Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.»

Daniel Kosch, scheidender Generalsekretär der RKZ
25. November 2022



Bilder rechtskonform nutzen

Das Merkblatt Bildrechte informiert darüber, was kirchliche Mitarbeitende bei der Publikation und Verwendung von Bildern auf Websites und in sozialen Medien beachten müssen.



«Und jetzt merken wir, dass wir eigentlich alle gemeinsam für die ganze Kirche verantwortlich sind.»

Daniel Kosch würdigt im Interview mit Vatican News die Synodalität

Daniel Kosch hört Ende November 2022 als RKZ-Generalsekretär auf und geht in Pension. Über zwei Jahrzehnte lang prägte Daniel Kosch die RKZ, die sich nicht nur um das Geld der katholischen Kirche in der Schweiz kümmert.

Hier geht es zum Interview