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Religionstrends in der Schweiz

Neue Forschungsergebnisse

In Zusammenarbeit des SPI mit Forschenden der Universitäten Lausanne und Luzern wurden neue Forschungsergebnisse über Religion, Spiritualität und Säkularität in der Schweiz erarbeitet.

Die Studie Religionstrends in der Schweiz zeigt den aktuellen Pegelstand von Religiosität und Spiritualität in der Schweiz. Die Studie reiht sich in die Serie der „Sonderfall-Studien“ ein, und setzt diese schweizerische Forschungstradition fort. Neu rückt das Phänomen Religionsloser in den Blick. Ebenso neu ist die Thematisierung der parteipolitischen Folgen angesichts der Veränderungen in der Schweizer Religionslandschaft.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Gut zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung fühlen sich einer Religionsgemeinschaft zugehörig. Zugleich ist die Religionslandschaft der Schweiz im Wandel.
  • Kirchliche Religiosität nimmt seit Jahrzehnten ab. Jede Generation ist etwas weniger religiös.
  • Das Vertrauen in die Kirchen sinkt. Die Austrittsneigung steigt.
  • Die Mitgliederbindung der Gläubigen an ihre Kirchen wird insgesamt schwächer. Schwache religiöse Prägungen finden sich innerhalb und ausserhalb der Kirchen.
  • Die Bedeutungen der Begriffe «Religiosität» und «Spiritualität» verschieben sich. Nicht mehr der Begriff «spirituell» ist heute eher negativ besetzt, sondern der Begriff «religiös».
  • Neben der Religionszugehörigkeit wird auch Religionslosigkeit in der Schweiz immer stärker familiär weitergegeben.
  • Die schweizerischen Religionstrends spiegeln sich in parteipolitischen Präferenzen der Bevölkerung und in Anpassungsleistungen der politischen Parteien.

Die Ergebnisse der Studie fordern die Kirchen heraus. Mit den sichtbar gewordenen stabilen Trends muss umgegangen werden. Die detaillierten Daten und Analysen bieten dazu wichtige Grundlagen und sie ermöglichen eine Neubewertung und Neuausrichtung des kirchlichen und pastoralen Engagements. 

Religionstrends in der Schweiz - Religion, Spiritualität und Säkularität im gesellschaftlichen Wandel
Jörg Stolz, Arnd Bünker, Antonius Liedhegener, Eva Baumann-Neuhaus, Irene Becci, Zhargalma Dandarova Robert, Jeremy Senn, Pascal Tanner, Oliver Wäckerlig, Urs Winter-Pfändler, Wiesbaden (Springer VS) 2022

Die Studie ist im open access frei zugänglich:
Zugang Open access: hier
Zugang PDF: hier
Eine gedruckte Buchversion ist im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen gibt es hier.
Eine Medieninformation finden Sie hier.