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 Aktuell 

© Christoph Läser

Flexible Kirchenräume - Aktuelle Neugestaltungen

Einladung zum Vierten Schweizer Kirchenbautag vom 27. August 2021 in Bern.

Viele Kirchgemeinden und Pfarreien äussern heute den Wunsch, ihre Kirchenräume flexibler nutzen zu können. Dies verlangt Anpassungen bezüglich Raumgestaltung, Sitzordnung, Licht, Akustik. Doch lassen die Kirchenräume in ihrem Bestand nicht alles zu. Der Vierte Schweizer Kirchenbautag vom 27. August 2021 analysiert die Hintergründe des Anliegens der Flexibilität und lotet die Möglichkeiten für flexible Gestaltungen und Nutzungen von Kirchenräumen aus. Anhand aktueller Neugestaltungen werden Fragen, Probleme und Lösungen diskutiert.

Detaillierte Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Der Vierte Schweizer Kirchenbautag wird von der Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) finanziell unterstützt.



«Wir brauchen einander»

Begegnung von SBK und RKZ am 8. Juni 2021 in Einsiedeln

Zum ersten Mal trafen sich am 8. Juni 2021 die ganze Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und eine zahlenmässig gleich grosse Delegation der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ).

Die Begegnung fand auf Einladung der SBK im Kloster Einsiedeln statt und stand im Zusammenhang mit dem Thema «Gemeinsam auf dem Weg für die Erneuerung der Kirche». Hauptthemen waren die Zusammenarbeit zwischen SBK und RKZ und die Frage nach gemeinsamen Perspektiven für eine gesellschaftlich präsente Kirche von morgen. Die Gespräche brachten viel Gemeinsames zu Tage. So hielt Stefan Müller (RKZ) in der Schlussrunde fest «Alles Wesentliche haben wir gemeinsam». Und Bischof Jean-Marie Lovey (SBK) zeigte sich erfreut, wie deutlich der «gemeinsame Wunsch, den Menschen und dem Evangelium zu dienen» spürbar geworden sei.

«Keine Kirchenregierung der Schweiz»

Der Blick auf das Gemeinsame förderte zugleich auch die unterschiedlichen Funktionsweisen der beiden Organisationen zu Tage. In seinem Statement zum Selbstverständnis der SBK hielt Präsident Bischof Felix Gmür fest, es handle sich «nicht um eine Kirchenregierung der Schweiz», sondern um eine «Plattform der Diözesanbischöfe, Territorialäbte und Weihbischöfe». Im Zentrum der SBK steht der «brüderliche Austausch». Erst in zweiter Linie geht es um die Wahrnehmung von Aufgaben, die alle Diözesen und die ganze Gesellschaft betreffen, z.B. bioethische Themen. Die Autonomie der einzelnen Bischöfe bleibt unangetastet. Die SBK stehe mit unterschiedlichen Partnern im Austausch, unter denen die RKZ der wichtigste sei.

«Höchste Zeit für ein Treffen mit der gesamten SBK»

Der Vorstellung der RKZ durch ihre Präsidentin, Renata Asal-Steger, war zu entnehmen, dass es sich um eine Organisation handelt, die in demokratischen Prozessen Entscheidungen über gesamtschweizerische Belange der katholischen Kirche herbeiführt. Die Zusammenarbeit mit der SBK ist für die RKZ zentral und so ist es «50 Jahre nach der Gründung der RKZ im Jahr 1971 höchste Zeit für ein Treffen mit der gesamten SBK».

«Um Lösungen ringen und auch die Perspektive des anderen berücksichtigen»

In der Diskussion zum Thema «Zusammenarbeit» zielten viele Beiträge auf das Grundverständnis der Zusammenarbeit: Nicht die Institutionen sollen im Zentrum stehen, sondern der gemeinsame Fokus auf das «Wohl des gesamten Volkes Gottes». Und in der Gremienarbeit ist beides im Auge zu behalten: Dass die Mitglieder von SBK und RKZ sich einerseits als Vertretungen ihrer Institutionen und anderseits als Getaufte begegnen. In der Zusammenarbeit agieren die RKZ‑Delegierten deshalb nicht nur als «Finanzierer» und die Bischöfe nicht nur als «Sakramentenspender». Vielmehr bieten die unterschiedlichen Schwerpunkte die bereichernde Chance, ein Thema auch aus der Perspektive des anderen zu betrachten.

Es ist im offenen Austausch anzustreben, um gemeinsam verantwortete Lösungen zu ringen und «Schulter an Schulter» für das Gemeinsame einzutreten, wie es Thomas M. Bergamin (RKZ) formulierte. Dennoch lassen sich Differenzen und Dissens nicht immer vermeiden, weder innerhalb der eigenen Organisation, noch zwischen SBK und RKZ. Wichtig ist es dann, diese rechtzeitig anzusprechen und zu klären, wie man damit umgehen will.

Zur Sprache kam auch die Notwendigkeit von «Begrenzungen». Es gilt, sich mit den vorhandenen Kräften auf das auf gesamtschweizerischer und sprachregionaler Ebene gemeinsam Machbare zu fokussieren. Und es gilt anzuerkennen, dass vieles, was für die Kirche wichtig ist, auf Ebene von SBK und RKZ weder machbar noch verfügbar ist.

Gemeinsame Perspektiven für die Kirche von morgen

Im Vorfeld der Begegnung hatten SBK und RKZ sich verständigt, im Zusammenhang mit dem breiten Thema «Erneuerung der Kirche» nur eine Frage zu thematisieren, nämlich: Welche strategischen Herausforderungen bearbeiten SBK und RKZ gemeinsam, damit die katholische Kirche auf gesamtschweizerischer Ebene auch in Zukunft eine gesellschaftlich relevante Akteurin und Stimme ist?

In den Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen dominierten zwei Aspekte: Der Glaubwürdigkeits- und Relevanzverlust auf der einen Seite. Die Forderung, dem Evangelium in der Welt von heute den Vorrang zu geben, auf der anderen. Dabei betonte Erwin Tanner, Generalsekretär der SBK, wie wichtig es ist, die «Sprachlosigkeit» zu überwinden und «von der Ich-Kultur zur Gottes-Kultur» zu gelangen. Daniel Kosch, sein Gegenüber in der RKZ, unterstrich «Dem Evangelium den Vorrang zu geben, heisst auch, in sich widersprüchliche Haltungen – etwa im Verhältnis zu den Menschenrechten und zur Gleichwürdigkeit aller Kinder Gottes – zu überwinden».

«Viele Fragen bleiben offen»

In der Auswertung des Tages überwogen die Stimmen, die mit einer gewissen Überraschung und Erleichterung festhielten, dass SBK und RKZ viele Grundüberzeugungen und Anliegen teilen. Besonders jene, die nicht in gemeinsamen Gremien mitarbeiten, betonten den Wert der Begegnung und des persönlichen Austauschs. Er schafft nicht nur eine gemeinsame Basis, sondern kann auch helfen, mit Meinungsdifferenzen umzugehen. Dass es durchaus unterschiedliche Sichtweisen gibt, zeigten verschiedene Wortmeldungen zum Umgang mit der Missbrauchsthematik, zur spezifischen Rolle der RKZ im kirchlichen Gesamtgefüge, zum genaueren Verständnis der oft gewünschten «Augenhöhe» zwischen SBK und RKZ, sowie zur Zukunft des dualen Systems in einer sich verändernden Gesellschaft
oder zum Kirchenbild. Allerdings wurde auch sichtbar, dass die Auffassungen – auch zur Frage, woher die «Erneuerung» in der Kirche kommt und welche Erneuerung wünschbar ist – keineswegs nur zwischen SBK und RKZ, sondern auch innerhalb ihrer selbst unterschiedlich sind.

Ein kleiner und zugleich wichtiger Schritt

Das Fassen konkreter Beschlüsse war nicht geplant. Sehr wohl bestehen aber konkrete Vorstellungen, wie die Arbeit weitergeht.

  • Rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit von SBK und RKZ ist eine Zusammenarbeitsvereinbarung aus dem Jahr 2015. Eine kleine Arbeitsgruppe und dann der Kooperationsrat als wichtigstes Gremium für das Miteinander von SBK und RKZ werden auswerten, wie es um die Umsetzung dieser Vereinbarung steht, und unterschiedliche Auffassungen zur Bedeutung einzelner Bestimmungen erörtern.
  • Die verschiedenen, teils seit Jahrzehnten bestehenden gemeinsamen Gremien im Bereich der Mitfinanzierung SBK-RKZ werden prüfen, wie sie ihre Arbeitsweise anpassen können, um den wirklichen Austausch zu stärken und den strategischen Fragen mehr Raum und Gewicht zu geben. Sie sollen noch entschiedener fragen: Wie können wir beim Einsatz der knapper werdenden personellen und finanziellen Ressourcen auf die heutigen Herausforderungen antworten? Und wo müssen wir den Mut haben, Bestehendes aufzugeben oder zu transformieren?

Passend zum «Gemeinsamen Weg für die Erneuerung der Kirche» bezeichneten viele die erste derartige Begegnung von SBK und RKZ als einen «Schritt». Unabhängig davon, ob er als «kleiner» oder als «wichtiger» Schritt gewertet wurde, waren alle sich einig: Es ist weder der «erste» noch der «letzte». Der Weg wird weitergehen, «denn wir brauchen einander», wie Bischof Markus Büchel bilanzierte.

Freiburg und Zürich, 11. Juni 2021

Weitere Auskünfte erteilen



© Vera Rüttimann

Trotz KVI-Flaggen: St. Galler Kirchen erhalten keinen Maulkorb

Motion «Leitplanken bei Abstimmungen auch für öffentlich-rechtlich anerkannte Religionsgemeinschaften» vom St. Galler Kantonsrat abgelehnt.

Haben sich die Kirchen im Abstimmungskampf zur Konzernverantwortungsinitiative zu stark für ein Ja eingesetzt? Und braucht es nun ein Gesetz, das ihre öffentlichen Auftritte klar definiert? Nein, fand eine knappe Mehrheit im St. Galler Kantonsrat... zum Artikel auf kath.ch

Stellungnahme zum St.Galler Kirchenentscheid von Raphael Kühne, Präsident des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen und RKZ-Delegierter.



Photo by J. Kelly Brito on Unsplash

Online-Seminar zur Kirchenaustrittsthematik

Ein Angebot des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI)

Die Kirchenaustrittszahlen der letzten Jahre sind erschreckend. Es steht zu vermuten, dass sich dieser Trend fortsetzt. Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI), welches die Entwicklung intenisv beobachtet und analysiert, hat aus diesem Grund folgendes Angebot geschaffen:

  • Ein Webinar, ein Online-Seminar zur Kirchenaustrittsthematik, welches nach Absprache zwischen 60 und 90 Minuten dauert.
  • Das SPI präsentiert während einer guten halben Stunde einen Überblick über die Schweizer Entwicklung der Kirchenaustritte, über Ursachen der Austritte und über mögliche Handlungsperspektiven.
  • Eine oder zwei Diskussionsphasen dienen der Klärung von Verständnisfragen und der Erörterung von Handlungsmöglichkeiten.
  • Die technische Betreuung eines Webinars kann durch das SPI erfolgen oder durch Verantwortliche der Kantonalkirchen. Gleiches gilt für die Moderation der Tagung.

Haben Sie Interesse an einem Webinar zur Kirchenaustrittsthematik? Dann melden Sie sich bitte direkt bei Arnd Bünker, Institutsleiter SPI unter: arnd.buenker(at)spi-sg.ch oder 071 228 50 92.



Diversität als Chance in der katholischen Kirche

Interview mit Daniel Kosch, Generalsekretär der RKZ, und Karl-Anton Wohlwend, Nationaldirektor von migratio.

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) haben mit dem gemeinsamen Gesamtkonzept «Auf dem Weg zu einer interkulturellen Pastoral» die Grundlage für einen Paradigmenwechsel für die Ausrichtung, Organisation und Finanzierung der Migrationspastoral in der katholischen Kirche gelegt.

In einem Interview erzählen Daniel Kosch, Generalsekretär der RKZ, und Karl-Anton Wohlwend, Nationaldirektor von migratio, worum es im Projekt rund um die Erarbeitung des Konzepts für eine interkulturelle Pastoral genau ging, wo dieses heute steht, welches die wichtigsten Erfolgsfaktoren und Nutzniessenden für einen solchen Öffnungsprozess sind.



Ökumenische Aus-und Weiterbildung in Seelsorge (AWS)

Neue Kooperation zwischen der Universität Bern, der Theologischen Hochschule Chur, den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der DOK.

Künftig werden die Studiengänge des Aus- und Weiterbildungsprogramms in Seelsorge, Spiritual Care und Pastoralpsychologie (AWS) von der Theologischen Fakultät der Universität Bern, der Theologischen Hochschule Chur sowie den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz gemeinsam getragen.

Schon seit 2012 kooperierten die Theologische Hochschule Chur und die Universität Bern im Blick auf den CPT-Studiengang. Diese Kooperation ist nun auf alle Studiengänge der AWS ausgeweitet worden. Die Angebotspalette umgreift kontextuelle Ausbildungen für Seelsorge im Straf- und Massnahmenvollzug, Altersseelsorge in Heimen und Gemeinden, Spital- und Klinikseelsorge sowie methodische Ausbildungen hinsichtlich von Clinical Pastoral Training, Lösungsorientierter Seelsorge und Systemischer Seelsorge. Bereits bisher absolvierten auch römisch-katholische Seelsorgende solche akademisch zertifizierten Aus- und Weiterbildungen in Seelsorge, wie sie die Universität Bern in Kooperation mit den reformierten Kirchen seit 2008 anbietet.

Aus- und Weiterbildung in Seelsorge ist in den stark differenzierten und professionalisierten Kontexten, insbesondere in Handlungsfeldern der Spezialseelsorge, von höchster Relevanz. Solche Ausbildungen in guter Qualität zu entwickeln, stellt vor hohe Anforderungen und erfordert einiges an Ressourcen. Es ist sinnvoll, diesbezüglich ökumenisch vorzugehen. Die auf reformierter Seite gewachsenen Strukturen und Erfahrungen sind für die römisch-katholische Kirche eine Bereicherung. Die Kooperation ermöglicht es nun, diese Studiengänge in gemeinsamer Verantwortung und Offenheit für die unterschiedlichen pastoralen Kulturen und Traditionen zu gestalten. Dazu ist auch von Bedeutung, dass auf römisch-katholischer Seite neben der akademischen Institution der Theologischen Hochschule Chur auch die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz künftig in der Programmleitung der AWS vertreten ist.

Den Trägerinstitutionen der AWS ist es ein Anliegen, gemeinsam für die Einhaltung von Qualitätsstandards insbesondere in den komplexen pastoralen Handlungsfeldern von Spitälern, Heimen, Gefängnissen einzustehen. Nur so können die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass kirchliche Mitarbeitende auch künftig in öffentlichen Einrichtungen bestehen können und anerkannt sind.

Informationen zum Kursangebot von AWS



Helvetia predigt!

Sonntagspredigt am 1. August 2021 sichern

Mit der ökumenischen Aktion «Helvetia predigt!» rufen die Kirchenfrauen der Schweiz reformierte Kirchgemeinden und katholische Pfarreien dazu auf, die Sonntagspredigt am 1. August 2021 Frauen zu übertragen. An diesem Tag feiert die Schweiz Geburtstag und im 2021 einen ganz besonderen, denn wir würdigen «50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz». In der ganzen Schweiz sollen am 1. August dort, wo noch immer überwiegend Männer stehen, Frauen zu Wort kommen.

Gastpredigerin werden oder finden

Statement von Renata Asal-Steger, Präsidentin der RKZ, zur ökumenischen Aktion «Helvetia predigt!»: «Am 1. August, dem Geburtstag der Schweiz, haben auf der Rütliwiese in diesem Jahr die Frauen das Wort. Sie würdigen und feiern ihre 50-jährige politische Gleichstellung. Gleichentags sollen auch in den Kirchen die Frauen zu Wort kommen. Nach wie vor sind wir in der katholischen Kirche weit entfernt von Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) wird weiterhin das Wort ergreifen und dafür einstehen, dass gleiche Würde und gleiche Rechte für alle Menschen untrennbar zusammengehören.»