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Kirche und Gesellschaft » Zum Thema 

© Synodaler Weg/Malzkorn

Der Synodale Weg in Deutschland

Impressionen von Daniel Kosch zur ersten Synodalversammlung

Vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 hat in Frankfurt am Main die erste Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland stattgefunden. An ihr nahmen die 230 Mitglieder der Synodalversammlung sowie der Apostolische Nuntius und 25 Beobachter aus verschiedenen Institutionen und dem benachbarten Ausland teil. Aus der Schweiz waren mit Daniel Kosch und Weihbischof Alain de Raemy, je eine Vertretung einer nationalen Laienorganisation und der Bischofskonferenz eingeladen.

Bericht von Daniel Kosch zur ersten Synodalversammlung des Synodalen Weges in Deutschland

«Reform muss auf nationaler Ebene verhandelt werden» - Interview mit Daniel Kosch auf kath.ch



©mariazweipunktnull.de

Frauen-Power für eine gleichberechtigte Kirche

Die neue Ausgabe des Informationsblatts der Katholischen Kirche im Kanton Zürich widmet sich den verschiedenen Aufbrüchen kirchlicher Frauen, die nicht länger Ungleichheit und Männerdominanz akzeptieren.

Es gibt in der katholischen Kirche im deutschen Sprachraum kein brennenderes Thema als die Stellung der Frauen. Viele haben schon von den verschiedenen Initiativen gehört: Maria 2.0, Gleichberechtigung. Punkt. Amen., Junia-Initiative, Gebet am Donnerstag, Frauensynode, Voices of Faith, Catholic Womens Council. Und bereits künden sich neue Aktionen an, z.B. ein Sternmarsch der Frauen im Kanton Zürich am 8. März 2020.

Das Februar-Infoblatt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich stellt all diese Initiativen vor und erläutert, was sie wollen und was sie tun. Dieser Überblick ist nützlich. Und er ermutigt. Im Editorial schreibt Irene Gassmann, die Priorin des Klosters Fahr: «Das Netz ist ausgespannt, die Fäden sind geknüpft. Die Frauen sind bereit, sie sind kreativ und engagieren sich. Sie nutzen den «Flow» der Stunde und die Kraft, die aus der Ohn-Macht wächst.



Katholische Kirche in der Schweiz: viele Mitglieder, fragile Zugehörigkeit

Aktuelle Kirchenstatistik 2018 des SPI

Die katholische Kirche in der Schweiz erreicht mit rund 2.9 Millionen Gläubigen eine historisch hohe Mitgliederzahl. Grund dafür ist die Migration. Zwar ist mit dem Abflauen der Einwanderungszahl in den letzten Jahren auch die Zahl der Katholikinnen und Katholiken leicht gesunken, im langjährigen Vergleich fehlt es der Kirche aber keineswegs an Mitgliedern.

Austritte gestiegen, Eintritte auch

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kirchenaustritte um mehr als einen Viertel auf 25'366. Der Grund liegt vor allem in häufigen Nachrichten über Missbrauch und Vertuschung in der katholischen Kirche weltweit. Diese Berichte stellen häufig konkrete Anlässe dar, um eine ohnehin schwach gewordene Kirchenbindung endgültig zu beenden. Zwar ist auch die Zahl der katholischen Kircheneintritte im 2018 gestiegen, allerdings werden mit 1121 Kircheneintritten die Austritte keinesfalls kompensiert.

Fragile Kirchenbindung

Ein Kirchenaustritt ist oft der Schlusspunkt einer Entfremdungsgeschichte, die sich über Generationen hinweg entwickeln kann. Die Kirchenbindung wird dabei immer fragiler. Kirchenstatistisch zeigt sich die Brüchigkeit der Verbindung mit der Kirche vor allem an zwei neuralgischen Punkten: kirchliche Eheschliessung und Taufe.

Besonders stark ist der Abbruch der Kirchenbindung durch Ausfall der Taufe in der Westschweiz verbreitet. Hier wurde 2018 nur noch gut jedes zweite Kind mit katholischer Familienherkunft getauft. Eine vergleichsweise hohe Taufquote gibt es dagegen in den Bistümern St. Gallen und Lugano. Hier wurde eine Taufquote zwischen 75% bis über 80% erreicht.

Pastorale Herausforderung

Die katholische Kirche ist durch diese Befunde herausgefordert. Sie muss pastorale Antworten auf die fragil gewordene Bindung ihrer Gläubigen geben. Insbesondere die Paar- und Familienpastoral verdient dabei mehr Augenmerk und Sorgfalt.

Analysebericht Kirchenstatistik 2018
Kirchenstatistikwebsite des SPI



Bischofswahl

Ein Beitrag der Serie «Katholisch für Anfänger», welche auf einfache und humorvolle Art zentrale Begriffe aus Kirche und Christentum erklärt.

 In dieser Folge geht es um die Frage, wie ein Bischof gewählt wird. Insbesondere in der Schweiz.

Die Filme der Reihe Katholisch für Anfänger werden von der Firma media.plus X im Auftrag der apg für katholisch.de produziert. Sie machen Schlüsselthemen der Kirche auf humorvolle Art verständlich. Dank einer Vereinbarung zwischen reli.ch, der Webseite für Religionsunterricht und Katechese des Fachzentrums Katechese der Universität Luzern, und der apg können alle Filme der Reihe Katholisch für Anfänger frei zugänglich gemacht, Filme auf Schweizer Verhältnisse angepasst und eigene Filme produziert werden. Diese sind mit einem Label als Swiss-Edition kenntlich gemacht. So stellt reli.ch sicher, dass alle Folgen Schweiz-kompatibel sind.



Moderner Kirchenbau in der Schweiz

Datenbank

Die Datenbank Moderner Kirchenbau in der Schweiz erfasst um die tausend Kirchen, Kapellen und Klöster, die in der Schweiz zwischen 1950 und heute gebaut wurden. Sie bietet eine Grundlage für die vergleichsweise noch wenig erforschte Kirchenbauperiode.

Datenbank Moderner Kirchenbau



© pixabay

«Wir stehen in der Pflicht»

SBK und die Vereinigung der höheren Ordensobern verabschieden per 1. März 2019 neue Auflage der Richtlinien zu sexuellen Übergriffen.

Verschärfung der Anzeigepflicht

Die Richtlinien sahen bis anhin vor, dass das erwachsene Opfer einerseits in jedem Fall auf die Möglichkeit einer Strafanzeige nach staatlichem Recht hinzuweisen war und es anderseits gegenüber den kirchlichen Amtsträgern Einspruch gegen die Erstattung einer Strafanzeige erheben konnte. Künftig soll das erwachsene Opfer nicht mehr über ein «Vetorecht» verfügen. Neu müssen Ordinarien (d.h. Diözesanbischöfe, General- oder Bischofsvikare sowie die höheren Ordensoberen) in jedem Fall Anzeige an die staatlichen Strafverfolgungsbehörden erstatten, wenn sie Kenntnis von einem Offizialdelikt erhalten. Die bisherige Regelung war aufgrund von Empfehlungen von Opfertherapeutinnen und -therapeuten entstanden, welche ein «Vetorecht» für die Opfer gefordert hatten. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass wenn keine Anzeigepflicht existiert, die Vertuschungsgefahr bestehen bleibt sowie die Gefährdung von potentiellen künftigen Opfern.

Prävention

Das «Fachgremium für sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» hat in seinem Anliegen, die Prävention systematischer anzugehen, eine Serie von konkreten Massnahmen aufgegriffen, welche zwar von einzelnen Diözesen und Ordensgemeinschaften bereits angewendet werden, mit der neuen Auflage der Richtlinien jedoch für alle als verbindlich gelten. So soll z.B. jede Diözese und jede Ordens- und andere kirchliche Gemeinschaft über einen Präventionsbeauftragten und ein eigenes Präventionskonzept verfügen, welches die Grundkriterien für eine adäquate und professionelle Wahrnehmung von Nähe und Distanz und für einen respektvollen sowie achtsamen gegenseitigen Umgang festlegt. Basierend auf dem Präventionskonzept sollen in einem nächsten Schritt Verhaltenskodizes und Standards erarbeitet werden.

Mitverantwortung der staatskirchenrechtlichen Behörden

Mit der neuen Auflage der Richtlinien sind auch bei der Anstellung und Vertragsgestaltung Änderungen vorgesehen: Da häufig die staatskirchenrechtlichen Einrichtungen als Arbeitgeber auftreten, setzen sich die Bistumsleitungen dafür ein, dass die Präventionsmassnahmen auch von den verschiedenen staatskirchenrechtlichen Organisationen einvernehmlich und verbindlich mitgetragen werden. Konkret soll erreicht werden, dass bei jeder Anstellung im kirchlichen Umfeld ein Privatauszug und ein Sonderprivatauszug aus dem Strafregister vorgelegt werden müssen und dass sich die arbeitsnehmende Person bereit erklärt, die Richtlinien einzuhalten. Liegen die erwähnten Auszüge bei bereits angestellten Personen mit missio canonica noch nicht vor, werden diese eingefordert. Ferner soll jedes Mal, wenn eine in der Kirche tätige Person sich neu einem Team anschliesst, von allen Teammitgliedern eine Vereinbarung zur gegenseitigen Verpflichtung betreffend Wahrnehmung von Nähe und Distanz unterzeichnet werden.

Die überarbeiteten Richtlinien treten per 1. März 2019 in Kraft.

Richtlinien der SBK und VOS'USM - 2019, 4. Auflage

Interview mit Joseph Bonnemain, Sekretär des Fachgremiums Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld der SBK



Kirchenasyl

Positionspapier mit Hilfestellungen und Denkanstösse zur Meinungsbildung

Nicht sehr häufig, aber immer wieder sind die Kirchen mit der Frage des sogenannten «Kirchenasyls» konfrontiert. In kirchlichen Räumen soll Flüchtlingen zeitlich befristet Schutz gewährt werden, um nach einem ablehnenden Asylentscheid eine erneute Überprüfung ihrer Situation zu ermöglichen. Das wirft rechtliche Fragen auf, stellt vor praktische Probleme und erfordert im katholischen Kontext auch ein Zusammenwirken der pastoralen und staatskirchenrechtlichen Instanzen. Das von der Kommission für Staatskirchenrecht und Religionsrecht der RKZ erarbeitete Grundlagendokument zeigt auf, worauf im Umgang mit konkreten Einzelsituationen zu achten ist und enthält Denkanstösse für die Meinungsbildung.

Positionspapier Kirchenasyl



«Wenn der Eindruck entsteht, dass Gott nicht mehr notwendig ist, braucht es keine Kirche mehr»

Themenheft Kirchen zwischen Macht und Ohnmacht

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«Five up»

Unterstützung einfach per App organisieren

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«ICH BIN STOLZ DRAUF»

©benevol Schweiz

Dank Freiwilligenarbeit erst machbar – machbarer Dank für Freiwilligenarbeit

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