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Kirche und Gesellschaft » Zum Thema 

© Monica Schulthess Zettel, EKS

Spannungsgeladene Beziehung: Ausstellung nimmt das Verhältnis von Kirche und Staat unter die Lupe


Shiva begegnet SUVA

Ausstellung und Veranstaltungsreihe zu Religion und Staat vom 10.8. bis 12.12.2020 im Polit-Forum Bern

Für viele Menschen ist der Glaube eine private oder gemeinschaftliche Angelegenheit. Und doch gibt es in unserem Alltag Situationen, wo religiöse Vorstellungen und staatliche Regelungen aufeinandertreffen: Die Weihnachtslieder in der Schule, der Platz auf dem Friedhof oder die Arbeitssicherheit beim Tempelbau. Darüberhinaus bestehen vielfältige Beziehungen des Staates mit Kirchen und Religionsgemeinschaften: In den meisten Kantonen dürfen die anerkannten Kirchen Steuern erheben. Zudem haben sie Zugang zu Schulen, Spitälern und Gefängnissen. Oder sie nehmen Aufgaben wahr, die der ganzen Gesellschaft zu Gute kommen und werden daher vom Staat unterstützt: Sie stehen Menschen in Not bei, vermitteln in ihrer Bildungsarbeit Werte, die das Gemeinwohl stärken, oder helfen Zugewanderten bei Integration.

Die Ausstellung und die Veranstaltungsreihe des Polit-Forums Bern greifen diese Themen auf. Sie zeigen, dass für diese Berührungspunkte zwischen Religion und Staat pragmatische Lösungen gefunden werden und wie sie unseren Alltag beeinflussen. Und sie stellen offene Fragen zur Diskussion. Angesprochen sind Jugendliche und Erwachsene, Einzelne und Gruppen, die sich für das Thema interessieren, ganz gleich, wie sie der Religion gegenüberstehen und ob sie einer Glaubensgemeinschaft angehören oder nicht. Das Polit-Forum bietet auf Anfrage gratis Führungen zur Ausstellung an.

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) unterstützt diese Ausstellung gemeinsam mit der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Gemeinsam gehören Sie auch der Trägerschaft des Polit-Forums Bern an. Damit machen sie sichtbar, dass politische Bildung, Pflege der Demokratie und der Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren aus Sicht der Kirchen wichtig sind und dass die Kirchen mit Politik und Gesellschaft im Gespräch sind.

Die Ausstellung dauert vom 10. August bis am 12. Dezember 2020. Informationen zu den Öffnungszeiten und zum Veranstaltungsprogramm finden Sie hier



Kontextualität und Synodalität – Die Amazonassynode und die Folgen

12. Freiburger Forum Weltkirche vom 15. und 16. Oktober 2020

Vom 6. bis zum 27. Oktober 2019 fand in Rom die Amazonas-Synode unter dem Titel «Amazonien: Neue Wege für die Kirche und eine integrale Ökologie» statt. Thema der Synode waren ökologische und seelsorgerliche Fragen der Amazonas-Region, ausserdem ging es um die Belange der Indigenen und um Menschenrechte. Aber die Synode weckte in der Weltkirche auch viele Hoffnungen über eine Kirchenreform nach den Prinzipien von Kontextualität und Synodalität.

Das 12. Freiburger Forum Weltkirche vom 15. und 16. Oktober 2020 setzt sich mit den Folgen der Synode nach dem Schlussdokument «Amazonien – Neue Wege für die Kirche und für eine anzheitliche Ökologie» (25.10.2019) und dem postsynodalen Schreiben (2.02.2020) «Querida Amazonia» von Papst Franziskus auseinander.

Programm herunterladen



© ray sangga kusuma

Auch ohne Corona viel Solidarität

Freiwilligen-Monitor 2020

Alle 4 Jahre wird in der Schweiz der freiwillige Einsatz zum Wohl von Mensch, Gesellschaft und Umwelt mit einer landesweiten Befragung erforscht. Der Freiwilligen-Monitor Schweiz informiert über den aktuellen Stand des unbezahlten gesellschaftlichen Engagements und bringt in Erfahrung, warum sich Personen inmitten einer monetär geprägten Welt ohne Lohn fürs Gemeinwohl einsetzen und so den Zusammenhalt und die Lebendigkeit der Gesellschaft fördern. 

Der Freiwilligen-Monitor Schweiz 2020 hat drei Bereiche genauer untersucht: Erstens wurde nach den Gründen gefragt, warum Menschen nicht mehr oder noch nicht freiwillig tätig sind und unter welchen Umständen sie sich in bestimmten Bereichen freiwillig engagieren würden. Es wurde zweitens differenziert nach den dank unbezahlten Engagements Begünstigten gefragt, um künftig Freiwilligenarbeit und Angehörigenbetreuung besser zuordnen zu können. Und drittens wurden die Formen finanzieller Vergütungen und Entschädigungen genauer erfragt, um künftig unbezahlte Freiwilligenarbeit und entschädigtes gemeinnütziges Engagement klarer unterscheiden zu können.

Gerade in der Corona-Krise haben Bundesämter und Kantone, Unternehmen und Schulen den Wert des freiwilligen Engagements stärker entdeckt und Freiwilligenarbeit als Quelle und Ausdruck einer lebendigen und solidarischen Gesellschaft erlebt. Wenn die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure das freiwillige Engagement vermehrt gemeinsam fördern, stehen die Karten gut, dass wir auch künftig gesellschaftlichen Herausforderungen mit innovativen Lösungen erfolgreich begegnen werden.

Hier können Sie das Buch kostenlos als Open Access Publikation beziehen

Markus Lamprecht, Adrian Fischer, Hanspeter Stamm (Hrsg.); Freiwilligen-Monitor Schweiz 2020; 144 Seiten, Juni 2020.



Die diskrete Macht der Frauen in der katholischen Kirche

Sendung des RTS 1 vom 19. April 2020

Im Rahmen seiner religiöse Magazinsendung «Hautes fréquences» ist Radio RTS 1 der Frage nach der Macht der Frauen in der katholischen Kirche nachgegangen. Im Zentrum standen der Auftrag, die Tätigkeit und die Kompetenzen einer Agente pastorale (IFM-Absolventin) in der Stadt Genf, die als einzige Frau im Bistum Lausanne-Genf-Freiburg offiziell gemeindeleitende Funktionen wahrnimmt. Zu Wort kamen aber auch andere Frauen und die Situation in der Deutschschweiz. Renata Asal-Steger und Franziska Driessen-Reding berichteten über die Rolle und ihr Verhältnis zur Macht als Präsidentinnen der RKZ und des Synodalrates im Kanton Zürich.



© Synodaler Weg/Malzkorn

Der Synodale Weg in Deutschland

Impressionen von Daniel Kosch zur ersten Synodalversammlung

Vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 hat in Frankfurt am Main die erste Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland stattgefunden. An ihr nahmen die 230 Mitglieder der Synodalversammlung sowie der Apostolische Nuntius und 25 Beobachter aus verschiedenen Institutionen und dem benachbarten Ausland teil. Aus der Schweiz waren mit Daniel Kosch und Weihbischof Alain de Raemy, je eine Vertretung einer nationalen Laienorganisation und der Bischofskonferenz eingeladen.

Bericht von Daniel Kosch zur ersten Synodalversammlung des Synodalen Weges in Deutschland

«Reform muss auf nationaler Ebene verhandelt werden» - Interview mit Daniel Kosch auf kath.ch



©mariazweipunktnull.de

Frauen-Power für eine gleichberechtigte Kirche

Die neue Ausgabe des Informationsblatts der Katholischen Kirche im Kanton Zürich widmet sich den verschiedenen Aufbrüchen kirchlicher Frauen, die nicht länger Ungleichheit und Männerdominanz akzeptieren.

Es gibt in der katholischen Kirche im deutschen Sprachraum kein brennenderes Thema als die Stellung der Frauen. Viele haben schon von den verschiedenen Initiativen gehört: Maria 2.0, Gleichberechtigung. Punkt. Amen., Junia-Initiative, Gebet am Donnerstag, Frauensynode, Voices of Faith, Catholic Womens Council. Und bereits künden sich neue Aktionen an, z.B. ein Sternmarsch der Frauen im Kanton Zürich am 8. März 2020.

Das Februar-Infoblatt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich stellt all diese Initiativen vor und erläutert, was sie wollen und was sie tun. Dieser Überblick ist nützlich. Und er ermutigt. Im Editorial schreibt Irene Gassmann, die Priorin des Klosters Fahr: «Das Netz ist ausgespannt, die Fäden sind geknüpft. Die Frauen sind bereit, sie sind kreativ und engagieren sich. Sie nutzen den «Flow» der Stunde und die Kraft, die aus der Ohn-Macht wächst.



Katholische Kirche in der Schweiz: viele Mitglieder, fragile Zugehörigkeit

Aktuelle Kirchenstatistik 2018 des SPI

Die katholische Kirche in der Schweiz erreicht mit rund 2.9 Millionen Gläubigen eine historisch hohe Mitgliederzahl. Grund dafür ist die Migration. Zwar ist mit dem Abflauen der Einwanderungszahl in den letzten Jahren auch die Zahl der Katholikinnen und Katholiken leicht gesunken, im langjährigen Vergleich fehlt es der Kirche aber keineswegs an Mitgliedern.

Austritte gestiegen, Eintritte auch

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kirchenaustritte um mehr als einen Viertel auf 25'366. Der Grund liegt vor allem in häufigen Nachrichten über Missbrauch und Vertuschung in der katholischen Kirche weltweit. Diese Berichte stellen häufig konkrete Anlässe dar, um eine ohnehin schwach gewordene Kirchenbindung endgültig zu beenden. Zwar ist auch die Zahl der katholischen Kircheneintritte im 2018 gestiegen, allerdings werden mit 1121 Kircheneintritten die Austritte keinesfalls kompensiert.

Fragile Kirchenbindung

Ein Kirchenaustritt ist oft der Schlusspunkt einer Entfremdungsgeschichte, die sich über Generationen hinweg entwickeln kann. Die Kirchenbindung wird dabei immer fragiler. Kirchenstatistisch zeigt sich die Brüchigkeit der Verbindung mit der Kirche vor allem an zwei neuralgischen Punkten: kirchliche Eheschliessung und Taufe.

Besonders stark ist der Abbruch der Kirchenbindung durch Ausfall der Taufe in der Westschweiz verbreitet. Hier wurde 2018 nur noch gut jedes zweite Kind mit katholischer Familienherkunft getauft. Eine vergleichsweise hohe Taufquote gibt es dagegen in den Bistümern St. Gallen und Lugano. Hier wurde eine Taufquote zwischen 75% bis über 80% erreicht.

Pastorale Herausforderung

Die katholische Kirche ist durch diese Befunde herausgefordert. Sie muss pastorale Antworten auf die fragil gewordene Bindung ihrer Gläubigen geben. Insbesondere die Paar- und Familienpastoral verdient dabei mehr Augenmerk und Sorgfalt.

Analysebericht Kirchenstatistik 2018
Kirchenstatistikwebsite des SPI



Bischofswahl

Ein Beitrag der Serie «Katholisch für Anfänger», welche auf einfache und humorvolle Art zentrale Begriffe aus Kirche und Christentum erklärt.

 In dieser Folge geht es um die Frage, wie ein Bischof gewählt wird. Insbesondere in der Schweiz.

Die Filme der Reihe Katholisch für Anfänger werden von der Firma media.plus X im Auftrag der apg für katholisch.de produziert. Sie machen Schlüsselthemen der Kirche auf humorvolle Art verständlich. Dank einer Vereinbarung zwischen reli.ch, der Webseite für Religionsunterricht und Katechese des Fachzentrums Katechese der Universität Luzern, und der apg können alle Filme der Reihe Katholisch für Anfänger frei zugänglich gemacht, Filme auf Schweizer Verhältnisse angepasst und eigene Filme produziert werden. Diese sind mit einem Label als Swiss-Edition kenntlich gemacht. So stellt reli.ch sicher, dass alle Folgen Schweiz-kompatibel sind.



Kirchenasyl

Positionspapier mit Hilfestellungen und Denkanstösse zur Meinungsbildung

Nicht sehr häufig, aber immer wieder sind die Kirchen mit der Frage des sogenannten «Kirchenasyls» konfrontiert. In kirchlichen Räumen soll Flüchtlingen zeitlich befristet Schutz gewährt werden, um nach einem ablehnenden Asylentscheid eine erneute Überprüfung ihrer Situation zu ermöglichen. Das wirft rechtliche Fragen auf, stellt vor praktische Probleme und erfordert im katholischen Kontext auch ein Zusammenwirken der pastoralen und staatskirchenrechtlichen Instanzen. Das von der Kommission für Staatskirchenrecht und Religionsrecht der RKZ erarbeitete Grundlagendokument zeigt auf, worauf im Umgang mit konkreten Einzelsituationen zu achten ist und enthält Denkanstösse für die Meinungsbildung.

Positionspapier Kirchenasyl



Moderner Kirchenbau in der Schweiz

Datenbank

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«Wir stehen in der Pflicht»

© pixabay

SBK und die Vereinigung der höheren Ordensobern verabschieden per 1. März 2019 neue Auflage der Richtlinien zu sexuellen Übergriffen.

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«ICH BIN STOLZ DRAUF»

©benevol Schweiz

Dank Freiwilligenarbeit erst machbar – machbarer Dank für Freiwilligenarbeit

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