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Gemeinsam vielsprachig katholisch

Synodalitätstag 2026

Am dritten Synodalitätstag vom 23. September 2026 im Kloster Fischingen stand das Projekt «Vielsprachig katholisch» im Zentrum. Die Schweizer Bischofskonferenz, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz und die Synodalitätskommission verständigten sich darauf, das Projekt gemeinsam umzusetzen. Damit soll die sprachliche und kulturelle Vielfalt der katholischen Kirche in der Schweiz stärker als gemeinsame Ressource wahrgenommen und gestaltet werden.

Das Projekt «Vielsprachig katholisch» wurde von der Synodalitätskommission im Nachgang zum Synodalitätstag 2025 entwickelt. Es soll konkrete Perspektiven für Gemeinschaft, Beteiligung und Sendung in einer Kirche eröffnen, die von unterschiedlichen Sprachen, kulturellen Prägungen und Migrationserfahrungen geprägt ist.

Der vorgesehene Prozess verläuft in zwei Phasen. Ab Oktober 2026 finden zunächst dezentrale synodale Gespräche in den Bistümern, anderssprachigen Gemeinschaften, Ordensgemeinschaften, Verbänden und weiteren kirchlichen Gruppierungen statt. Dabei sollen bestehende Erfahrungen aufgenommen und nach Möglichkeit bereits auf lokaler, regionaler oder diözesaner Ebene konkrete Schritte beschlossen werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der aktiven Beteiligung der Menschen aus anderssprachigen Gemeinschaften. Der Synodalitätstag unterstrich, dass nicht über Migrantinnen und Migranten gesprochen werden soll, sondern gemeinsam mit ihnen. Voraussetzung dafür ist, dass Informationen und Unterlagen die verschiedenen kirchlichen Ebenen und Gemeinschaften tatsächlich erreichen und allen Interessierten eine Mitwirkung ermöglichen.

Die sprachliche und kulturelle Vielfalt der katholischen Kirche geht dabei über bestehende Strukturen und Zuständigkeiten hinaus. Neben den Missionen und anderssprachigen Gemeinschaften sollen deshalb auch Orden, Verbände, Bewegungen und weitere Gruppierungen ihre Erfahrungen und Perspektiven in den Prozess einbringen können. Die Synodalitätskommission begleitet den Prozess auf gesamtschweizerischer Ebene. Die Verantwortung für konkrete diözesane und regionale Massnahmen liegt bei den jeweils zuständigen kirchlichen Stellen.

Bis Ende März 2027 sollen die Ergebnisse der dezentralen Gespräche in einem diözesanen Zwischenbericht zusammengeführt werden. Dieser bildet die Grundlage für die zweite, nationale Phase des Projekts. Von April bis Ende 2027 sollen auf gesamtschweizerischer Ebene Perspektiven und mögliche Massnahmen für die Zukunft einer vielsprachigen katholischen Kirche entwickelt werden. Der Prozess soll am 4. Synodalitätstag (Dezember 2027) in Genf mit Beratungen und Beschlüssen zu möglichen Massnahmen abgeschlossen werden.

Erfahrungen mit Synodalität zusammenführen

Neben dem Projekt «Vielsprachig katholisch» diente der 3. Synodalitätstag dem interdiözesanen Austausch über den Stand der Synodalität in der Schweiz. Vertreterinnen und Vertreter der Bistümer berichteten über ihre bisherigen Erfahrungen und über die Umsetzung synodaler Anliegen. 

Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Erfahrungen für die weitere Entwicklung der Synodalität besonders bedeutsam sind und was sich daraus für die katholische Kirche in der Schweiz lernen lässt. Dabei wurde deutlich, dass Synodalität bereits auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Formen gelebt wird. Das Projekt «Vielsprachig katholisch» knüpft bewusst an diesen Erfahrungen vor Ort an.

Der schweizerische Prozess steht zugleich in Verbindung mit dem weltkirchlichen synodalen Weg. Bis Juni 2027 übermitteln die Diözesen erste Berichte nach Rom. Anfang 2028 ist eine europäische Kirchenversammlung vorgesehen; im April 2028 soll ein kontinentaler Bericht zuhanden des Synodensekretariats beim Heiligen Stuhl erarbeitet werden. Im Oktober 2028 wird dort die weltweite Kirchenversammlung stattfinden.

Die abschliessende Eucharistiefeier mit Reisesegen in der Iddakapelle der Kloster- und Pfarrkirche Fischingen bildete den gemeinsamen Abschluss des dritten Synodalitätstages.



unSichtbar - Armut in der Schweiz

Kampagne der Röm.-Kath. Landeskirche Basel-Landschaft

Der Fachbereich Diakone und kirchliche Sozialarbeit der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft hat in Verbindung mit einer Marketing-Firma und einer Filmagentur eine kleine, aber eindrückliche Kampagne zum Thema Armut begonnen. Unter dem Titel «unSichtbar» werden echte Lebenssituationen von Personen in Arbeitslosigkeit, bei Unfall, im Alter, bei Obdachlosigkeit und Sucht sowie als Working Poor von Schauspielerinnen und Schauspielern geschildert – im schwarzen Design der Unsichtbarkeit. Die Portraits werden verbunden mit Zahlen und Fakten sowie mit Einsatzmöglichkeiten für Freiwillige in der Kirche, die ihren Beitrag für Menschen am Rand leisten möchten.

Link zur Kampagne: https://www.wir-sind-unsichtbar.ch/



Kirchen zwischen Erosion und Gestaltwandel

Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) - Kirchenstatistik Schweiz 2025

Im vergangenen Jahr liessen sich über 10’000 Erwachsene in Frankreich katholisch taufen – ein neuer Höchstwert, der laut Prognosen 2026 noch einmal übertroffen wird. Auch in der Schweiz mehren sich die Medienberichte über Menschen, die den christlichen Glauben entdecken und sich bereitwillig dazu bekennen. Was ist dran?

Antworten dazu findet man im neusten Beitrag des Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) zur Kirchenstatistik 2025. Anhand der aktuellen Daten werden die Entwicklung der Erwachsenentaufen in der katholischen Kirche dargestellt. In der Folge ordnet Arnd Bünker die Zahlen religionssoziologisch ein und öffnet den Blick für die veränderten Perspektiven der Kirchen.

Dazu werden die neuesten Zahlen zu Kirchenmitgliedern, Kirchenaustritten sowie kirchlichen Trauungen und Taufen für die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche präsentiert.

Beitrag des SPI zur Kirchenstatistik 2025



Botschaften zum Jahr der Freiwilligen 2026

Jetzt mitmachen

2026 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Freiwilligen erklärt – ein weltweiter Anlass, um die Menschen zu würdigen, die sich freiwillig für andere einsetzen. Den Freiwilligenarbeit ist weit mehr als ein Zeichen der Solidarität: Es ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Freiwilligenarbeit schafft Verbindung, stärkt Solidarität und hält die Gesellschaft am Laufen. Ob in der Nachbarschaftshilfe, in der Betreuung, im Umweltschutz oder in der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen – Freiwillige füllen Lücken, schaffen Nähe und sorgen dafür, dass niemand vergessen geht. 

Zu diesem Anlass haben Sie die Möglichkeit, eine Botschaft zu Freiwilligenarbeit, Gemeinschaft o.ä. zu erstellen. Diese werde in einer Galerie gesammelt und können für die Kommunikation Ihrer Organisation verwendet werden.

Botschaft erstellen

Galerie anschauen



Implementierung der psychologischen Assessments wird nach erfolgreicher Pilotphase weiter vorangetrieben

Zwischenbericht zu den psychologischen Eignungsabklärungen für angehende Seelsorgende

Im Verlauf von 2025 hat die römisch-katholische Kirche die Einführung wissenschaftlich abgestützter Assessments für angehende Seelsorgende gestartet. In einer Pilotphase wurden in sämtlichen Bistümern insgesamt 72 solcher Eignungsabklärungen durchgeführt. Diese wurden von Prof. Jérôme Endrass, Leiter Forschung & Entwicklung beim Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, und seinem Team konzipiert. Sämtliche Abklärungen und Gespräche werden von ausgewiesenen externen Fachpersonen durchgeführt. In Einzelfällen haben sich die diözesanen Verantwortlichen, entsprechend den Empfehlungen der Experten, gegen eine weitere Zusammenarbeit mit evaluierten Personen entschieden.

Medienmitteilung SBK-RKZ-kovos vom 3. Februar 2026

Webseite der Dienststelle Missbrauch im kirchlichen Kontext



Die Kirche in der Welt von Morgen

Mitglieder-Entwicklung der katholischen Kirche weltweit und in der Schweiz

Vor kurzer Zeit wurde Papst Leo XIV als Nachfolger von Papst Franziskus gewählt. Das grosse mediale Interesse an der Wahl wurde immer wieder mit Hinweis auf die vielen ausser- und innerkirchlichen Spannungsfelder begleitet, mit welchen sich Papst Leo XIV auseinandersetzen müsse. 

Ein spezifisches Spannungsfeld ergibt sich aus dem «Umbau» der Religionslandschaft Schweiz. Die Kirchenaustritte sind zwar gegenüber dem Vorjahr gesunken, blieben jedoch auf hohem Niveau: So traten im Jahr 2024 36’782 Personen (2023: 67'497 Personen) aus der katholischen und 32’561 Personen aus der evangelisch-reformierten Kirche aus (2023: 39'517 Personen).

Zahlen zur katholischen Bevölkerung weltweit und in der Schweiz



Die Freiwilligenarbeit bleibt erfreulich stabil, aber ungleich verteilt

Freiwilligen-Monitor 2025

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Für Pflanzen sollen neue Züchtungstechnologien ermöglicht werden

Stellungnahme der Dienststelle Ethik und Gesellschaft zum Entwurf eines Bundesgesetzes über Pflanzen aus neuen Züchtungstechnologien

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Spiritualität bei jungen Erwachsenen in der Westschweiz

Eine Umfrage des SPI Suisse romande.

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