Menu
Kirche und Recht » Zum Thema 

«Synodal» ist mehr als «dual»

Stärken und Entwicklungsbedarf der schweizerischen Kirchenstrukturen auf dem Weg zu einer synodalen Kirche. Artikel von Daniel Kosch.

In Diskussionen um die Zukunft der römisch-katholischen Kirche spielt das Konzept der Synodalität eine zentrale Rolle. Gemäss Papst Franziskus ist der «Weg der Synodalität das, was Gott sich von der Kirche des 3. Jahrtausends erwartet». Da eine stärkere Beteiligung der Laien an Entscheidungen zu den zentralen Merkmalen einer synodalen Kirche gehört, ist es in der Schweiz notwendig, das Verhältnis zwischen Synodalität und dem für die hiesigen Kirchenstrukturen typischen «dualen System» zu klären. Dabei zeigen sich sowohl synodalitätsfördernde als auch synodalitätserschwerende Aspekte. Das duale System bietet daher gleichzeitig grosse Chancen und echte Herausforderungen für eine Kirche, die sich konsequent auf den Weg der Synodalität begibt.

Download Artikel



Neuenburg lanciert die Diskussion über die Anerkennung neuer Religionsgemeinschaften neu

Das Dossiers über die Anerkennung von neuen Religionsgemeinschaften im Kanton Neuenburg wird von der Regierung neu lanciert.

In der Verfassung des Kantons Neuenburg sind die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische Kirche öffentlich-rechtlich anerkannt. In Artikel 99 ist zudem festgelegt, dass auch andere Religionsgemeinschaften eine gleiche Anerkennung beantragen können. Jedoch hält der Artikel 99 fest, dass die Bedingungen und das Verfahren einer solche öffentlich-rechtlichen Anerkennung zuerst in einem Gesetzt veranktert werden müssen. Dieses Gesetz wurde vergangenen September 2021 im Rahmen einer Referendumsabstimmung abgelehnt.

Der Staatsrat des Kantons Neuenburg hat nun einen Entwurf für ein neues Rahmengesetzt vorgelegt, welches die Anerkennung neuer Religionsgemeinschaften sowie die Trennung von Kirche und Staat in Einklang bringen soll. Dazu hat der Staatsrat einen konsultativen Prozess eingeleitet, welcher in einem ersten Schritt die politischen Parteien und die drei bereits öffentlich-rechtlich anerkannten Kirchen miteinbezieht. In einem zweiten Schritten soll dann auch die Meinung der anderen Religionsgemeinschaften zu neuen Rahmengesetzt abgeholt werden. Auf der Grundlage der Resultate aus diesem Prozess wird der Staatsrat dann seine Position formalisieren.

(Der Inhalt stammt aus dem Artikel «Neuchâtel relance la reconnaissance des communautés religieuses», cath.ch 25.01.2022)



© Vera Rüttimann

Wie viel Religion braucht die Schweiz?

Artikelserie im August und September 2021 auf religion.ch

In welcher Beziehung sollen Staat und Religion stehen? Welchen Platz dürfen Religionen in unserer Gesellschaft und dem öffentlichen Raum heute noch einnehmen? Soll hierzulande eine gänzliche Trennung, eine Laizität wie in Frankreich, angestrebt werden oder ist die öffentlich-rechtliche Anerkennung von Religionsgemeinschaften der bessere Weg?

Renommierte Autor:innen nehmen sich des Themas aus verschiedenen Perspektiven an und zeigen, dass die Beziehung von Staat und Religion nicht nur Kirchensteuern, sondern auch alltagspraktische Themen betrifft.

Artikel



«Auf das Zusammenspiel kommt es an» – für das Miteinander im dualen System

Positionspapier mit Leitlinien für eine sachgemässe und wirkungsvolle Koordination pastoraler und finanzieller Entscheidungen im dualen System.

Das Spannungsfeld zwischen «Geld und Geist» und das Miteinander von staatskirchenrechtlichen Behörden und pastoral Verantwortlichen sind ständige Herausforderungen. Betroffen sind alle, von der kleinen Pfarrei/Kirchgemeinde bis zu den grossen Körperschaften und Bistümern oder zu RKZ und Bischofskonferenz. Die Kommission für Staatskirchenrecht und Religionsrecht hat dazu ein Positionspapier erarbeitet. Die RKZ hat es genehmigt und seiner Veröffentlichung zugestimmt. Es soll dazu beitragen, dass die Entscheidungen aufeinander abgestimmt werden und die jeweiligen Rollen und Kompetenzen respektieren. Der Titel «Auf das Zusammenspiel kommt es an», stammt aus der Welt der Musik: Ein Orchester oder ein Chor klingt dann gut, wenn man gleichzeitig die je eigene Melodie spielt und auf die anderen hört.

Positionspapier «Auf das Zusammenspiel kommt es an»



Kirchenasyl

Positionspapier mit Hilfestellungen und Denkanstösse zur Meinungsbildung

Nicht sehr häufig, aber immer wieder sind die Kirchen mit der Frage des sogenannten «Kirchenasyls» konfrontiert. In kirchlichen Räumen soll Flüchtlingen zeitlich befristet Schutz gewährt werden, um nach einem ablehnenden Asylentscheid eine erneute Überprüfung ihrer Situation zu ermöglichen. Das wirft rechtliche Fragen auf, stellt vor praktische Probleme und erfordert im katholischen Kontext auch ein Zusammenwirken der pastoralen und staatskirchenrechtlichen Instanzen. Das von der Kommission für Staatskirchenrecht und Religionsrecht der RKZ erarbeitete Grundlagendokument zeigt auf, worauf im Umgang mit konkreten Einzelsituationen zu achten ist und enthält Denkanstösse für die Meinungsbildung.

Positionspapier Kirchenasyl



Dual Stark

Animationsfilm zum dualen System in der katholischen Kirche in der Schweiz

weiterlesen...

Verändert sich mit der Gesellschaft auch das Recht?

Online-Veröffentlichung von Vorstössen mit Bezug zum Staatskirchen- und Religionsrecht

weiterlesen...

Kirchliche Stiftungen

© Markus Bernet

Neue rechtliche Regelungen für kirchliche Stiftungen - Informationen und Empfehlungen zuhanden der Mitglieder der RKZ

weiterlesen...