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 Aktuell 

Die RKZ bekräftigt die langfristige Sicherstellung der Präventions- und Interventionsarbeit

Medienmitteilung zur Plenarversammlung der RKZ vom 27./28. März 2026 in Thun (BE)

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) hat an ihrer Plenarversammlung vom 27. und 28. März 2026 in Thun (BE) die Jahresrechnung 2025 genehmigt. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 272’828. Das positive Ergebnis ist insbesondere auf geringere Aufwendungen im Bereich der Massnahmen gegen den sexuellen Missbrauch zurückzuführen. Gleichzeitig unterstreicht die RKZ ihre klare Haltung, die Aufarbeitung sowie die Präventions- und Interventionsarbeit langfristig sicherzustellen.

Gäste aus Kirche und Politik

An der Versammlung nahmen Gäste aus Kirche und Politik teil. David Leutwyler, Beauftragter für kirchliche und religiöse Angelegenheiten der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern, überbrachte ein Grusswort und verwies auf die besondere Geschichte der katholischen Kirche im Kanton Bern.

Bischof Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, betonte in seiner Einleitung zum thematischen Teil, dass der Missbrauch das Bild der katholischen Kirche stark geprägt habe. Gleichzeitig werde aber auch das Engagement der Kirche für die Aufarbeitung zunehmend wahrgenommen. Er dankte der RKZ für ihren Einsatz in diesem Bereich.

Genugtuungsleistungen der Kirche und Formen der Intervention 

Der thematische Schwerpunkt der Plenarversammlung widmete sich den Genugtuungsleistungen der Kirche sowie der Intervention bei Verdacht auf Grenzverletzungen oder sexuelle Übergriffe. Liliane Gross, Präsidentin der Kommission Genugtuung, informierte über die Arbeit der Kommission. Sie erläuterte das Verfahren bei der Meldung und Prüfung von Gesuchen, die Kriterien für die Festlegung der ausgerichteten Beträge sowie die erwartete Entwicklung der Fallzahlen. 

Stefan Loppacher, Leiter der Dienststelle Missbrauch im kirchlichen Kontext von SBK/RKZ/KOVOS, ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen ein, mit denen kirchliche Arbeitgeber bei der Meldung von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen konfrontiert sind. Er stellte ein Stufenmodell vor, das zwischen Irritationen, Grenzüberschreitungen, berufsethischen Verstössen und Straftaten unterscheidet und jeder Stufe eigene Zuständigkeiten und Verfahren zuordnet. Im Weiteren stellte er die Verpflichtung des Arbeitgebers zum Schutz vor sexueller Belästigung dar. 

Nationale Synodalitätskommission: Fortschritte und Herausforderungen

Am Samstagvormittag war Detlef Hecking in seiner Funktion als Präsident der Synodalitätskommission von SBK und RKZ zu Gast. Die Kommission wurde vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Detlef Hecking berichtete über ihre bisherigen Arbeiten, Zielsetzungen und erreichten Fortschritte. Für die Schweiz sei der Synodale Prozess das anspruchsvollste Projekt der katholischen Kirche seit der Synode 72. Herausfordernd innerhalb der Synodalitätskommission seien die unterschiedlichen Erwartungen und Verständnisse der Mitglieder hinsichtlich der Definition von Synodalität.

Jahresrechnung 2025

Die Jahresrechnung 2025 der RKZ schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 272’828 ab. Das erfreuliche Ergebnis ist insbesondere auf deutlich geringere Aufwendungen im Bereich der Massnahmen gegen den sexuellen Missbrauch zurückzuführen. Das Beratungsangebot und der Genugtuungsfond wurden 2025 deutlich weniger beansprucht als erwartet. Einige der Massnahmen konnten nicht so rasch umgesetzt werden. Die Bistümer übernehmen die Kosten für die Assessments selber. Zusätzlich wurde die Rechnung durch ausserordentliche Zuwendungen von Kantonalkirchen sowie einer Kirchgemeinde entlastet.

Die Plenarversammlung beschloss, den Ertragsüberschuss dem Eigenkapital zuzuweisen. Auf eine Zweckbindung des Betrags wurde bewusst verzichtet, um im Hinblick auf anstehende Weiterentwicklungen und Veränderungen im Bereich der Mitfinanzierung flexibel reagieren zu können.

Kontinuität bei der Missbrauchsaufarbeitung sichern

Die 2024 abgeschlossene Zusammenarbeitsvereinbarung von SBK/RKZ/KOVOS zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs läuft im Sommer 2027 aus. Die Plenarversammlung sprach sich klar für eine Erneuerung der Vereinbarung aus, um die Kontinuität der Aufarbeitung sowie der Präventions- und Interventionsarbeit langfristig sicherzustellen.

Dass die 2023 von SBK, RKZ und KOVOS beschlossenen Assessments für Seelsorgende im letzten Jahr bei den Berufseinsteigenden erfolgreich eingeführt werden konnten, wurde positiv aufgenommen. Für 2026/27 wird die Einführung der Assessments bei den Seelsorgenden, die aus dem Ausland in die Schweiz kommen, erwartet. Nicht befriedigt zeigten sich die Delegierten hingegen über die Entscheidung der Bischöfe, dass die anstellenden Behörden von Kirchgemeinden und Kantonalkirchen lediglich eine Bestätigung über das durchgeführte Assessment erhalten (sog. Abklärungsnachweis). Sie haben das Präsidium beauftragt, mit den Bischöfen Präzisierungen bezüglich dieser wichtigen Schnittstelle zu schaffen.

Verdiente Würdigung für langjähriges Engagement

Die RKZ verabschiedet mit Regula Furrer ein langjähriges und ausserordentlich engagiertes Mitglied der RKZ, das die Arbeit in verschiedenen Gremien über viele Jahre mit grosser Fachkompetenz, Klarheit und Beharrlichkeit geprägt hat. Die RKZ dankt Regula Furrer herzlich für ihr Wirken und wünscht ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und viele bereichernde Erfahrungen.

Weitere Auskünfte erteilen Urs Brosi (Generalsekretär RKZ) und Sabine Stalder (stv. Generalsekretärin RKZ)
Tel. 044 266 12 00, E-Mail: urs.brosi(at)rkz.ch / sabine.stalder(at)rkz.ch

Zürich, 2. April 2026



Jahres- und Finanzbericht 2025 der RKZ

Nachfolgend stehen der aktuelle Jahres- und Finanzbericht der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) für das Jahr 2025 zum Download bereit. Die beiden Berichte geben Einblick in unsere Tätigkeiten und Anliegen sowie in die Verwendung der anvertrauten finanziellen Mittel.

Genauere Informationen zur Jahresrechnung und Bilanz der RKZ sind beim Generalsekretariat der RKZ (E-Mail: info(at)rkz.ch, T +41 44 261 12 00) erhältlich.

Jahresbericht 2025

Finanzbericht 2025



Botschaften zum Jahr der Freiwilligen 2026

Jetzt mitmachen

2026 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Freiwilligen erklärt – ein weltweiter Anlass, um die Menschen zu würdigen, die sich freiwillig für andere einsetzen. Den Freiwilligenarbeit ist weit mehr als ein Zeichen der Solidarität: Es ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Freiwilligenarbeit schafft Verbindung, stärkt Solidarität und hält die Gesellschaft am Laufen. Ob in der Nachbarschaftshilfe, in der Betreuung, im Umweltschutz oder in der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen – Freiwillige füllen Lücken, schaffen Nähe und sorgen dafür, dass niemand vergessen geht. 

Zu diesem Anlass haben Sie die Möglichkeit, eine Botschaft zu Freiwilligenarbeit, Gemeinschaft o.ä. zu erstellen. Diese werde in einer Galerie gesammelt und können für die Kommunikation Ihrer Organisation verwendet werden.

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Galerie anschauen



Geheimnis Bibel

Schulklassen auf der Spur der Bibel

Geheimnis Bibel ist für Klassen der 3. bis 5. Primarstufe konzipiert, um sachlich und erlebnisorientiert über das Kulturgut Bibel zu informieren. Die interaktive Ausstellung und die beiden Escape Rooms sind nach neuesten didaktischen und pädagogischen Erkenntnissen entwickelt worden. Die Klassen erleben eine interaktive Reise durch die Entstehungsgeschichte der Bibel, suchen nach Spuren des Kulturguts im Alltag und erhalten Informationen zur Entstehung, zum Aufbau und zur Vielfalt der Bibel. Zwei Kompetenzen aus dem Lehrplan 21 werden dabei erfüllt.

Kirchen oder Ökumene bereiten das Projekt gemeinsam mit dem Bibellesebund vor und laden ihren Schulkreis ein.

Projektkosten: CHF 475.- pro Projekttag. Inbegriffen sind Planung, Material, Guides, Vorlagen und Werbung.

Informationen und Anfragen: Projektleiter Andi Grossmann, Bibellesebund, www.geheimnisbibel.ch, a.grossmann(at)blb.ch, +41 52 245 14 57



Sterbesegen «Auf dem Weg ins Licht»

Empfehlung eines neuen liturgischen Buchs

Viele sterbende Menschen wünschen sich auf ihrem letzten Weg Trost und Begleitung, Zuspruch und Segen. Krankensalbung und Wegzehrung sind jedoch nicht in jeder Situation möglich.

Der Sterbesegen «Auf dem Weg ins Licht» versteht sich in einem veränderten pastoralen Kontext als Ergänzung für die Seelsorge in Spitälern, Hospizen, Alters- und Pflegeheimen, Sprachmissionen, Ordensgemeinschaften und Pfarreien. Er berücksichtigt die besonderen Gegebenheiten in der Schweiz und unterstützt Seelsorgerinnen und Seelsorger, Ehrenamtliche, Pflegepersonal und Familienangehörigen in der Begleitung sterbender Menschen.

Das Buch bietet eine Grund- und eine Kurzform des Sterbesegens sowie je eine Segensfeier für ein Kind und für einen Menschen mit Demenz. Ergänzt werden diese vier Formen durch weitere liturgische Materialien. Alle Texte liegen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch vor.

Link Kurzform des Sterbesegens
Link Übersetzungen der Kurzform in verschiedene Sprachen 

Sterbesegen – Auf dem Weg ins Licht / Bénédiction des mourants – Sur le chemin vers la lumière / Benedizione dei morenti – In cammino verso la luce / Blessing of the Dying – On the Way to the Light
Herausgegeben von der Liturgischen Kommission der Schweiz im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz. Erarbeitet vom Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz in Freiburg. Gebunden, 11 x 19 cm, durchgehend zweifarbig, mit drei Lesebändchen, 168 Seiten. Verlag Friedrich Pustet: Regensburg 2026. CHF 21.50. Bestellung über den Buchshop auf www.liturgie.ch oder über den Buchhandel.
 



«Ein Tag wie in Taizé» – Pfingsten 2026 macht Hoffnung und Frieden lebendig

Veranstaltungshinweis zum Taizé-Treffen vom 24.-25. Mai 2026 in Baden

«Ein Tag wie in Taizé» will an Pfingsten 2026 in Baden Hoffnung und Frieden lebendig machen und in Zeiten grosser Unsicherheit aus der Gemeinschaft Stärke erwachsen lassen. Zusammen mit einer namhaften Vertretung der Communauté von Taizé soll ein Ort geschaffen werden, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft im Dialog stehen, Hoffnung teilen und den Glauben neu entdecken können: betend, singend, in der Begegnung und im Gespräch. Es wird ein interreligiöses Treffen von Jugendlichen, jungen Erwachsene und Jungebliebenen jeden Alters aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus. «Ein Tag wie in Taizé» ist Teil des 500-Jahre-Jubiläums der Badener Disputation.

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