Wechsel im Präsidium von IRAS COTIS
An der Generalversammlung 2026 der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (IRAS COTIS) am 26. April 2026 kommt es zu einem bedeutenden Generationenwechsel: Nach 15 Jahren als Präsidentin tritt Dr. Rifa’at Lenzin zurück. Als Nachfolger wählt die Generalversammlung Abduselam Halilovic, der sich seit über einem Jahrzehnt im interreligiösen Dialog engagiert. Er betont: «Der interreligiöse Dialog ist zentral für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.»
Wir haben viel erreicht
Rifa’at Lenzin blickt auf zwei Jahrzehnte Engagement im Verein zurück, davon 15 Jahre als Präsidentin. In dieser Zeit hat sich IRAS COTIS als zentrale Plattform für den interreligiösen Dialog in der Schweiz etabliert.
«Wir haben viel erreicht in den letzten zwanzig Jahren», hält Lenzin fest. Zu den wichtigsten Meilensteinen dieser Zeit zählen unter anderem die Etablierung der «Woche der Religionen» als schweizweites Leuchtturmprojekt, der Aufbau des Bildungs- und Begegnungsprojekts «Dialogue en Route», sowie die Lancierung der digitalen Plattform «religion.ch».
Auch schwierige Phasen – insbesondere finanzielle Herausforderungen – konnten erfolgreich gemeistert werden. Es gelang, IRAS COTIS zu stabilisieren und strategisch weiterzuentwickeln. In ihrer Rede anlässlich ihres Rücktritts betonte sie insbesondere die gemeinsame Leistung von Vorstand, Geschäftsstelle und Mitgliedern sowie die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. «Ich freue mich, meinem Nachfolger eine tadellos funktionierende Organisation übergeben zu können, die für die Zukunft gut aufgestellt ist», so Lenzin.
Abduselam Halilovic neuer Präsident
Mit Abduselam Halilovic übernimmt eine engagierte Persönlichkeit der jüngeren Generation das Präsidium, die sowohl akademische als auch langjährige praktische Erfahrung im interreligiösen Dialog mitbringt. Der in Zürich aufgewachsene Islamwissenschaftler ist seit über zehn Jahren in entsprechenden Projekten aktiv, war bereits für IRAS COTIS tätig und war Präsident der VIOZ; heute engagiert er sich unter anderem in der muslimischen Seelsorge im Kanton Zürich.
Halilovics Motivation ist persönlich geprägt: «Diversität ist für mich gelebter Alltag.» Entsprechend klar ist für ihn die Bedeutung des interreligiösen Dialogs: «Er ist kein Nice-to-have, sondern zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.» Religionsgemeinschaften leisteten dabei einen wichtigen Beitrag zu Orientierung, Gemeinschaft und Frieden. IRAS COTIS sieht er als zentrale Plattform, um diesen Dialog weiter zu stärken – und will deren Zukunft aktiv mitgestalten.
Fokus auf die Zukunft
Im Anschluss an die Generalversammlung widmete sich IRAS COTIS im Rahmen der Jahrestagung intensiv der zukünftigen Struktur der Organisation. Diskutiert wurden Fragen zur Weiterentwicklung des interreligiösen Engagements in einer sich wandelnden Gesellschaft. Der gelungene Generationenwechsel im Präsidium ist die ideale Grundlage, damit IRAS COTIS die Herausforderungen der Zukunft in Angriff nehmen kann.
