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RKZ sichert Finanzierung des Katholischen Medienzentrums bis Ende 2026 und beschliesst das Budget 2027

Medienmitteilung zur Plenarversammlung der RKZ vom 26. und 27. Juni 2026 in Zürich

Die Plenarversammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) hat die Finanzierung des Katholischen Medienzentrums der Deutschschweiz (KMZ) für das zweite Halbjahr 2026 beschlossen. Zudem verabschiedeten die Delegierten das Budget 2027 und beschlossen eine Starthilfe zur Bildung einer nationalen Dachorganisation für Missbrauchsbetroffene.

Katholisches Medienzentrum Zürich (KMZ)

Die RKZ hatte im November 2025 beschlossen, dem Katholischen Medienzentrum Zürich (KMZ) vorerst nur den Beitrag für das erste Halbjahr 2026 in der Höhe von CHF 591’000 zuzusprechen und später über die Finanzierung des zweiten Halbjahres zu entscheiden. Die Weiterfinanzierung wurde an Verbesserungen in vier Bereichen geknüpft. An der jüngsten Versammlung beschlossen die Delegierten nun mit grosser Mehrheit, den Beitrag für das zweite Halbjahr 2026 zu sprechen.

Budget 2027 und Kirche Schweiz Beiträge 2027

Das Budget 2027 sieht Aufwendungen in der Höhe von CHF 13.87 Mio. und Erträge von CHF 13.75 Mio. Die im Vergleich zum Vorjahr je rund um CHF 0.4 Mio. reduzierten Aufwendungen und Erträge sind vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Sonderfinanzierung für die historische Studie zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche der Schweiz Ende 2026 ausläuft. 

2027 erfolgt die dritte und letzte Erhöhung des Beitrags für die Seelsorge in den Bundesasylzentren (BAZ): Neu stehen CHF 600'000 zur Verfügung, um jene kantonalkirchlichen Organisationen zu entschädigen, die für die Betreuung von Asylsuchenden in den BAZ aufkommen.

Die sog. Kirche-Schweiz-Beiträge, also die Abgaben der kantonalkirchlichen Organisationen zur Finanzierung nationaler und sprachregionaler Aufgaben, bleiben auf dem Niveau von 2026.

Der Wandel in der Armeeseelsorge – Maurice Greder stellt sich vor

Im thematischen Teil der Versammlung stand die Armeeseelsorge im Zentrum. Hauptmann Samuel J. Schmid, Chef Armeeseelsorge, stellte den Dienstzweig vor, erläuterte die Rekrutierung und Ausbildung von Armeeseelsorgerinnen und Armeeseelsorgern und deren Einsatz. Einen persönlichen Erfahrungsbericht lieferte Hauptmann Lusia Markos Shammas Asmaroo, die erste katholische Frau in der Armeeseelsorge: Mit viel Herzblut engagiert sie sich in dieser Aufgabe und macht dabei positive Erfahrungen in diesem von jungen Männern dominierten Umfeld. 

Die beiden Referierenden machten deutlich, dass die Armeeseelsorge heute sowohl mit dem Mangel an Seelsorgepersonal als auch mit den Anforderungen einer zunehmend multireligiösen und säkularen Gesellschaft konfrontiert ist. Vor diesem Hintergrund öffnete die Armee ihren Seelsorgedienst im Jahr 2020 für weitere Religionsgemeinschaften. Armeeseelsorgende sind für alle Angehörigen der Armee zuständig, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit. In der Diskussion stand insbesondere dieses Selbstverständnis der Armeeseelsorge, aber auch die Abgrenzung gegenüber einem missionarisch-werbenden Seelsorgeverständnis sowie ihr Beitrag zur Begleitung von Menschen in herausfordernden Lebenssituationen im Mittelpunkt. Die katholische Kirche ist als mitgliederstärkste Religionsgemeinschaft der Schweiz in der Armeeseelsorge deutlich untervertreten. Wenn die Verantwortlichen in der Kirche motiviert werden konnten, geeignete Seelsorger und auch Seelsorgerinnen für diese Aufgabe vorzuschlagen, so wurde das Ziel erreicht.

Maurice Greder, neuer Leiter Kommunikationsdienst und Mediensprecher der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), stellte sich und seine Aufgabe den Anwesenden vor. Die Plenarversammlung erhielt einen Einblick in die Kommunikationsvorbereitungen zur Veröffentlichung des Schlussberichts der Folgestudie zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs Anfang 2027.

RKZ unterstützt Aufbau einer nationalen Dachorganisation für Missbrauchsbetroffene

Die Plenarversammlung hat beschlossen, den Aufbau einer nationalen Dachorganisation für Missbrauchsbetroffene zu unterstützen. Hintergrund ist ein gemeinsames Gesuch der Organisationen IG M!kU, Groupe SAPEC und GAVA, die den Aufbau einer unabhängigen Struktur mit eigener Geschäftsstelle planen.

Für die Jahre 2027 bis 2029 stellt die RKZ einen jährlichen Beitrag von CHF 25’000 aus dem Projekt- und Innovationsfonds in Aussicht. Ziel der Unterstützung ist es, die Vernetzung und die Interessenvertretung von Betroffenen auf nationaler Ebene zu stärken sowie den Aufbau nachhaltiger Strukturen zu ermöglichen.

Mit diesem Entscheid unterstreicht die RKZ ihr Engagement für die Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche sowie für die Stärkung der Perspektive und Anliegen von Betroffenen.

Die RKZ verabschiedet Stefan Doppman und Renata Asal-Steger

Die RKZ verabschiedet Stefan Doppmann, der die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) von September 2021 bis Mai 2026 in der RKZ vertrat. Während dieser Zeit engagierte er sich unter anderem als Mitglied der Kommission für Staatskirchenrecht (2023–2026). Mit seinem Ausscheiden endet sein Engagement in den RKZ-Gremien, da seine Funktion im Kanton in dieser Form nicht weitergeführt wird. Die RKZ dankt ihm herzlich für seinen engagierten Einsatz zugunsten der Kirche und ihrer Mitglieder. Als Nachfolger in der Kommission für Staatskirchenrecht wählte die Plenarversammlung Cédric Pillonel, Generalsekretär der FEDEC-VD (Körperschaft im Kanton Waadt).

Die RKZ verabschiedete zudem ihre ehemalige Präsidentin Renata Asal-Steger, die von 2020 bis 2023 an der Spitze der RKZ stand und die Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern seit 2012 als Delegierte in der RKZ vertrat. Zuvor war sie Vizepräsidentin (2016–2019) sowie Mitglied der Kommunikationskommission und des Kooperationsrates. Auch nach ihrer Präsidialzeit brachte sie ihre Erfahrung und ihr Engagement weiterhin aktiv in die Beratungen ein. Die RKZ dankt ihr herzlich für ihren langjährigen und prägenden Einsatz.

Weitere Auskünfte erteilen Urs Brosi (Generalsekretär RKZ) und Sabine Stalder (stv. Generalsekretärin RKZ)
Tel. 044 266 12 00, E-Mail: urs.brosi(at)rkz.ch / sabine.stalder(at)rkz.ch 

Zürich, 1. Juli 2026



Gesucht: Geschäftsführung der Synodalitätskommission (m/w/d, 60 %)

Stellenausschreibung

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) haben 2024 mit der Synodalitätskommission (Syko)  ein Gremium ins Leben gerufen, das auf schweizerischer Ebene Prozesse im Sinn der weltkirchlichen Synodalität erproben soll. Die Synodalitätskommission ist für fünf Jahre eingesetzt (bis Ende 2029). Ziel dieser Synodalen Erprobungsphase ist die Entwicklung geistlicher und struktureller Grundlagen für eine synodalere Kirche auf Ebene der Gesamtschweiz. Die Statuten der Kommission, eine Übersicht über ihre 30 Mitglieder sowie viele andere Informationen zur Synodalitätskommission und dem synodalen Prozess finden Sie unter synodal.ch.

Der Sitz der Geschäftsstelle der Syko ist im SPI. Gemeinsam mit dem Präsidium der Synodalitätskommission sucht das SPI per 1. September 2026 oder nach Vereinbarung eine Person für die Aufgabe der Geschäftsführung.

Geschäftsführung der Synodalitätskommission (m/w/d, 60 %)

Gesucht wird eine kirchlich sehr versierte Person, die für diesen spannenden Veränderungsprozess

  • eine gute Mischung aus synodaler Haltung, vorwärtsdrängender Energie und zugleich Übersicht und Gelassenheit mitbringt, weil in der föderalen Schweiz mit mehreren Kulturen und Sprachräumen, Veränderungen visionäre Kraft, diplomatisches Geschick und viel Zeit brauchen,
  • und die Fähigkeit besitzt zu strategischem und konzeptionellem Denken, zur Planung, Organisation und Koordination komplexer Prozesse, zur inhaltlichen Arbeit an kirchlichen Themen, zur Integration verschiedener Stimmen bis hin zur Kommunikation in Gruppen und gegenüber der Öffentlichkeit.

Die Geschäftsführung unterstützt das Präsidium bei der strategischen Arbeit sowie der Planung und Durchführung von Sitzungen. Sie unterstützt Arbeitsgruppen und vernetzt sich mit anderen Akteurinnen und Akteuren des synodalen Prozesses. Sie wird von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts SPI in St. Gallen (20 %) unterstützt. Die Einarbeitungszeit wird durch ein Coaching begleitet.

Vorausgesetzt werden ein Hochschulabschluss, vorzugsweise im Bereich katholische Theologie, und sehr gute Kenntnisse in der deutschen oder französischen Sprache (C2) sowie gute Kenntnisse in der jeweils anderen Sprache (mind. B2). Ebenso sind gute Kenntnisse der kirchlichen Strukturen, Aufgaben und Inhalte förderlich, um in der Rolle rasch Fuss fassen zu können.

Eine Kombination mit einer anderen Teilzeitstelle ist denkbar. Der Arbeitsort ist nicht an den Standort des SPI in St. Gallen gebunden. Er kann nach Absprache an einem anderen Ort in der Schweiz sein. Mit der Tätigkeit ist die Bereitschaft zu Dienstreisen innerhalb der Schweiz verbunden.

Lust auf eine Stelle, die in der Schweiz einmalig ist? Auf Ihre Fragen antworten Ihnen gerne
der Präsident der Synodalitätskommission, Detlef Hecking (detlef.hecking(at)bistum-basel.ch, 032 625 58 11), die Vize-Präsidentin der Synodalitätskommission, Valentina Anzini (anzinivalentina30(at)gmail.com, 079 690 38 71) oder der Leiter des SPI, Dr. Arnd Bünker (arnd.buenker(at)spi-sg.ch, 079 638 90 76).

Schicken Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen in digitaler Form bis spätestens 28. Juni 2026 an Arnd Bünker (arnd.buenker(at)spi-sg.ch).



Jahres- und Finanzbericht 2025 der RKZ

Nachfolgend stehen der aktuelle Jahres- und Finanzbericht der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) für das Jahr 2025 zum Download bereit. Die beiden Berichte geben Einblick in unsere Tätigkeiten und Anliegen sowie in die Verwendung der anvertrauten finanziellen Mittel.

Genauere Informationen zur Jahresrechnung und Bilanz der RKZ sind beim Generalsekretariat der RKZ (E-Mail: info(at)rkz.ch, T +41 44 261 12 00) erhältlich.

Jahresbericht 2025

Finanzbericht 2025



Botschaften zum Jahr der Freiwilligen 2026

Jetzt mitmachen

2026 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Freiwilligen erklärt – ein weltweiter Anlass, um die Menschen zu würdigen, die sich freiwillig für andere einsetzen. Den Freiwilligenarbeit ist weit mehr als ein Zeichen der Solidarität: Es ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Freiwilligenarbeit schafft Verbindung, stärkt Solidarität und hält die Gesellschaft am Laufen. Ob in der Nachbarschaftshilfe, in der Betreuung, im Umweltschutz oder in der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen – Freiwillige füllen Lücken, schaffen Nähe und sorgen dafür, dass niemand vergessen geht. 

Zu diesem Anlass haben Sie die Möglichkeit, eine Botschaft zu Freiwilligenarbeit, Gemeinschaft o.ä. zu erstellen. Diese werde in einer Galerie gesammelt und können für die Kommunikation Ihrer Organisation verwendet werden.

Botschaft erstellen

Galerie anschauen



Sterbesegen «Auf dem Weg ins Licht»

Empfehlung eines neuen liturgischen Buchs

Viele sterbende Menschen wünschen sich auf ihrem letzten Weg Trost und Begleitung, Zuspruch und Segen. Krankensalbung und Wegzehrung sind jedoch nicht in jeder Situation möglich.

Der Sterbesegen «Auf dem Weg ins Licht» versteht sich in einem veränderten pastoralen Kontext als Ergänzung für die Seelsorge in Spitälern, Hospizen, Alters- und Pflegeheimen, Sprachmissionen, Ordensgemeinschaften und Pfarreien. Er berücksichtigt die besonderen Gegebenheiten in der Schweiz und unterstützt Seelsorgerinnen und Seelsorger, Ehrenamtliche, Pflegepersonal und Familienangehörigen in der Begleitung sterbender Menschen.

Das Buch bietet eine Grund- und eine Kurzform des Sterbesegens sowie je eine Segensfeier für ein Kind und für einen Menschen mit Demenz. Ergänzt werden diese vier Formen durch weitere liturgische Materialien. Alle Texte liegen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch vor.

Link Kurzform des Sterbesegens
Link Übersetzungen der Kurzform in verschiedene Sprachen 

Sterbesegen – Auf dem Weg ins Licht / Bénédiction des mourants – Sur le chemin vers la lumière / Benedizione dei morenti – In cammino verso la luce / Blessing of the Dying – On the Way to the Light
Herausgegeben von der Liturgischen Kommission der Schweiz im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz. Erarbeitet vom Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz in Freiburg. Gebunden, 11 x 19 cm, durchgehend zweifarbig, mit drei Lesebändchen, 168 Seiten. Verlag Friedrich Pustet: Regensburg 2026. CHF 21.50. Bestellung über den Buchshop auf www.liturgie.ch oder über den Buchhandel.