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 Aktuell 

Freiwilligenarbeit in Städten und Gemeinden

Einladung zur Fachtagung des Schweizerischen Netzwerkes freiwillig.engagiert vom 18. November 2019 in Biel.

In der täglichen Arbeit von Stadt- und Gemeindeverwaltungen gibt es viele Berührungspunkte mit dem Engagement von Freiwilligen. Die Freiwilligenarbeit ist für den sozialen Zusammenhalt von grosser Bedeutung. Ein vielseitiges Vereinsleben und auch das informelle freiwillige Engagement sorgen dafür, dass man sich kennt, dass man sich trifft, dass man sich hilft, kurzum: Dass die Städte und Gemeinden lebendig und lebenswert sind.

Viele Städte und Gemeinden fördern die Freiwilligenarbeit deshalb auch aktiv, mit Beratung, finanzieller Unterstützung oder Infrastruktur. Gleichzeitig erhalten Politik und Verwaltung aus der Zivilgesellschaft wertvolle Inputs und Anregungen. Zivilgesellschaftliche Strukturen helfen, die Verbindung zwischen der öffentlichen Hand und der Bevölkerung auszubauen. Nicht selten gelingt es den Organisationen der Zivilgesellschaft, auch bei ihren Mitgliedern das Interesse für die Politik zu wecken. Politische «Karrieren» haben ihren Ursprung oft in einem Vereinspräsidium.

Die Jahrestagung vom 18. November 2019 greift diese vielseitigen Kontakte zwischen der Zivilgesellschaft, der Freiwilligenarbeit und den Städten und Gemeinden auf. Es soll diskutiert werden, wie die Städte und Gemeinden die Strukturen für ehrenamtliche Tätigkeiten, das Milizwesen und die Zivilgesellschaft unterstützen können und wie sie damit ihre Gemeinde oder Stadt «stärker» und vielseitiger machen. Die Tagung wird auch Praxistipps und Konzeptideen für Organisationen vermitteln.

Datum: Montag, 18. November 2019, 8:30 -16:00
Ort: Kongresszentrum CTS, Biel
Zielpublikum: Die Fachtagung richtet sich an Koordinatorinnen und Koordinatoren von Freiwilligenarbeit und weitere interessierte Personen.
Organisation: Netzwerk freiwillig.engagiert, organisiert durch den Schweizerischen Städteverband und den schweizerischen Gemeindeverband (Vorsitz der Steuergruppe 2019)
Übersetzung: Die Referate im Plenum werden simultan übersetzt. In den Workshops/Ateliers wird auf freiwillige Flüsterübersetzer/innen gesetzt.
Kosten: Fr. 115.- pro Person (inkl. Verpflegung).

Programm
Anmeldung



Wer ist eigentlich Regula Furrer (BE)?

Porträt über eine RKZ-Delegierte

Frau Furrer, seit 2013 sind Sie die Geschäftsführerin der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern. Wie hat sich die Katholische Kirche im Kanton Bern seit Ihrem Antritt verändert und wo sehen Sie ihre Stärken?

Sie ist gleichzeitig professioneller und flexibler geworden. Stärken sind die neuen Strukturen und Arbeitsweisen, die guten Beziehungen zu den Kirchgemeinden und vertieftere Zusammenarbeit mit dem Bischofsvikariat. Die Arbeit und Bedürfnisse der Pastoral im Kanton Bern werden bewusster unterstützt, z.B. durch die Schaffung einer neuen Fachstelle für Diakonie und Spezialseelsorge.

Was steht im nächsten Jahr besonders gross in der Agenda der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern?

Unser Personalbestand wird in der Sylvesternacht von 35 auf 133 Personen wachsen! Als Folge des neuen Landeskirchengesetzes übergibt der Kanton Bern per 1.1.2020 die Dienstverhältnisse der Seelsorgenden an die Landeskirchen. Für unsere Personaladministration eine echte Herausforderung. Und im März werden wir den Start in «die neue Zeit» mit neuer Kirchenverfassung etc. feiern.

Im 2017 hat die Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Bern das Projekt «Perspektiven 2020» lanciert, bei welchem sich über 100 Personen mit den zukünftigen Strukturen und Aufgaben der Landeskirche auseinander setzen. Was ist der Inhalt und sind die konkreten Ziele dieses Projekts?

Inhaltlich gibt es zwei Schwerpunkte: die Anpassung der Strukturen an die durch das neue Landeskirchengesetz veränderten und zusätzlichen Aufgaben inkl. neuer rechtlicher Grundlagen (Verfassung etc.). Sowie die Überprüfung der Aufgaben rund um pastorale Themen, resp. als Unterstützung für die pastorale Arbeit. Machen wir das Richtige, entspricht es den heutigen Bedürfnissen?

Sie sind seit 2016 Präsidentin der Fachgruppe 1. Wo sehen Sie die künftigen Herausforderungen in der Mitfinanzierung und speziell in den Bereichen Bildung und sprachregionale Fachstellen?

Bei der Bildung in der Gestaltung eines den aktuellen Bedürfnissen der Pastoral entsprechenden Angebots. Bei den sprachregionalen Fachstellen wird sich mittelfristig die Frage stellen, welche Aufgaben es noch braucht und in welcher Form und durch wen diese ausgeführt werden. Bei knappen finanziellen Mitteln müssen Schwerpunkte gesetzt werden, das gilt für beide Bereiche.

Frau Furrer, was haben Sie aus Ihrem langjährigen Engagement für die Pfadi für Ihr kirchliches Engagement gelernt?

Ein Ziel verfolgen, konzeptionelles und strukturiertes Denken, Projektarbeit, Neues gestalten und auch umsetzen und natürlich das Arbeiten im Team. Ausbildungskurse gestalten und leiten liebte ich sehr. Die Arbeit in den internationalen Gremien hat mich sensibilisiert für andere Kulturen und Denkweisen, das hilft in der Zusammenarbeit mit Missionen und Anderssprachigen Gemeinschaften.

Wenn Sie einen Wunsch an die Schweizer Bischofskonferenz richten könnten: Was würden Sie sich wünschen?

Ein noch grösseres Bewusstsein für die Notwendigkeit von gleichberechtigter Zusammenarbeit von pastoraler und staatskirchenrechtlicher Seite auf allen Ebenen. Vor allem aber die Einsicht, dass Veränderungen in der röm.-kath. Kirche der Schweiz überfällig sind, dass Frauen auch Verantwortung übernehmen wollen und die heutigen Strukturen nicht mehr angepasst sind.

Wenn Sie wählen müssten, was ziehen Sie vor?

eine hochsommerliche Bergwanderung – ein erfrischendes Bad in der Aare
«Das Bad in der Aare»

eine Teilnahme am eidgenössischen Turnfest – ein Opernbesuch im Teatro alla Scala in Mailand
«Die Teilnahme am Turnfest, auch wenn ich sehr gerne Opern besuche»

eine festliche Weihnachtsmesse – einen Gottesdienst unter freiem Himmel
«Die festliche Weihnachtsmesse, weil ich dort im Chor mitsinge und mitgestalte»

einen guten Film im Fernsehen – eine spannende Politik-Sendung
«Die spannende Politik-Sendung (habe kein Fernsehen)»

Ferien auf der Insel – eine Reise zu den Spitzbergen
«Definitiv die Reise nach Spitzbergen»



Schwyzer Katholiken stimmen dem RKZ-Beitritt zu

Mit hauchdünner Mehrheit haben die Katholiken im Kanton Schwyz dem Beitritt zur Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) zugestimmt.

6'791 der abstimmenden Schwyzer Katholiken (50.5 %) haben dem Beitritt zur Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) zugestimmt. Das entspricht einer sehr knappen Mehrheit von 50,5 Prozent. Die Stimmbeteiligung betrug lediglich 20.0 %. Damit schliesst die Kantonalkirche Schwyz, nach 20 Jahren ihres Bestehens, die Lücke auf schweizerischer Ebene.

Das knappe Resultat mit einem Prozent Unterschied zwischen Ja- und Nein-Stimmen zeigt, dass das Engagement des Präsidenten des Kantonalen Kirchenvorstandes, Werner Inderbitzin, des Präsidenten des Kantonskirchenrates, Peter Truttmann, aber auch des Abtes von Einsiedeln, Urban Federer, und des Präsidenten der SBK, Bischof Felix Gmür, sowie vieler Seelsorgenden und kirchlich engagierten Laien notwendig war, um die Notwendigkeit dieses Beitritts zu erläutern. Die RKZ ist für dieses Engagement sehr dankbar.

Was das weitere Vorgehen betrifft, muss die Kantonalkirche Schwyz nun die Aufnahme in die RKZ beantragen und die Plenarversammlung der RKZ muss dieser zustimmen.

Medienmitteilung Römisch-katholische Kantonalkirche Schwyz
Endergebnis der Volksabstimmung

«Schwyzer Katholiken treten RKZ bei» Artikel auf kath.ch



«Wenn der Eindruck entsteht, dass Gott nicht mehr notwendig ist, braucht es keine Kirche mehr»

Themenheft Kirchen zwischen Macht und Ohnmacht

Die christlichen Landeskirchen stehen wohl vor den grössten Herausforderungen und einschneidendsten Veränderungen seit ihrem Bestehen. In multireligiösen und weltanschaulich pluralen Gesellschaften erleidet ihre religiöse Deutungshoheit massive Einbussen, und sinkende Mitgliederzahlen wie auch ein zunehmender religiöser Analphabetismus machen ihnen zu schaffen. Gleichzeitig werden Kirchen gesellschaftliche Aufgaben zugestanden, die in einer Vielzahl von Gesetzen geregelt sind. Dazu gehört etwa die Ausübung von Seelsorge in Spitälern, Heimen und Gefängnissen. Kirchen bewegen sich zurzeit wahrlich zwischen Macht und Ohnmacht.

Das Forum für Universität und Gesellschaft der Universität Bern näherte sich der spezifischen Situation der christlichen Landeskirchen in der Schweiz mit einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe: Ausgehend von einer Einführungsveranstaltung zum aktuellen Zustand sowohl der reformierten wie der katholischen Kirche in der Schweiz haben wir vier Schwerpunkte gesetzt. Thematisiert wurden die herrschenden Verflechtungen von Kirchen und Staat; das Verhältnis von Kirchen und Wissenschaften; die sich wandelnde Bedeutung der Kirchen in der Gesellschaft und schliesslich die möglichen künftigen Rollen von Kirchen. Gerade bei den Zukunftsvisionen zeigen die Beiträge, dass es nicht nicht darum geht, Massnahmepläne umzusetzen, sondern um Selbstbesinnung und -vergewisserung, damit Kirchen mehr bleiben als blosse Dienstleistungsbetriebe. Diesem Fazit schliesst sich auch der Beitrag von Daniel Kosch, Generalsekretär der RKZ an (vgl. Seite 29 f.).

Themenheft Kirchen zwischen Macht und Ohnmacht



«Ich war krank und ihr habt mich besucht.»

Krankenpastoral vor Ort – Einladung zum Studientag

Die Krankenpastoral ist einer der ältesten Dienste der Kirche. Zugleich verändert der Wandel in Medizin und Pflege die Rahmenbedingungen für die Begleitung von alten, kranken und sterbenden Menschen. In unserer alternden Gesellschaft verlagert sich das Kranksein und Sterben vermehrt wieder in den häuslichen Bereich. Hier sind Pfarreien neu herausgefordert, ihre Krankenpastoral zu aktualisieren. Die Tagung zeigt Ansätze und öffnet Perspektiven für die Krankenpastoral vor Ort.

Stichworte der Tagung sind:

  • Seelsorge, Krankenpastoral und ihr Vernetzung mit Akteuren im Gesundheitswesen
  • Palliative Care und Caring Communities
  • Kompetenzen von Seelsorgenden und Freiwilligen
  • Neue Formen der Kooperation mit Freiwilligen

Datum: Samstag, 9. November 2019
Zeit: 9:30 bis 16:00 Uhr
Ort:
Universität Fribourg, Miséricorde, Av. de l’Europe 20, Fribourg

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Renovation der Kaserne der Päpstlichen Schweizergarde

Informationsveranstaltung

Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter der RKZ, der kantonalkirchlichen Organisationen und der Kirchgemeinden nahmen am 6. Juni 2019 an der vom Generalsekretariat der RKZ organisierten Vor-Information zur Renovation der Kaserne der Päpstlichen Schweizergarde teil. Präsentiert wurde das ambitiöse Vorhaben von Jean-Pierre Roth, Präsident der Stiftung für die Kasernenrenovation, alt-Bundesrätin Ruth Metzler, Präsidentin der Stiftung für die Schweizergarde, sowie vom Kommandanten der Garde, Oberst Christoph Graf.

Zur Sprache kamen finanzielle, bauliche und soziale Aspekte des Vorhabens: Es geht um die Lebensqualität der Familien der Gardisten, den Zusammenhalt der Truppe, die Attraktivität des Engagements. Die Schweizer Garde schützt nicht nur Leben und Sicherheit des Papstes. Sie ist auch Werbung für die Schweiz und nützt der katholischen Kirche in unserem Land – durch Beziehungen nach Rom, durch die Rekrutierung von Männern, die dank ihres Dienstes nicht nur mit der kirchlichen Realität, sondern auch mit Fragen des Glaubens in Kontakt kommen.

Das Projekt, dessen Gesamtkosten mit CHF 55 Millionen veranschlagt werden, soll mit Spenden aus der Schweiz und mit Beiträgen aus aller Welt finanziert werden. Der Präsident der Kasernen-Stiftung wies jedoch nachdrücklich darauf hin, dass glaubwürdiges Fundraising in der Schweiz nur möglich sei, wenn die Schweizer Katholiken sich ihrerseits stark engagieren.

Ziel dieser ersten Information war es, für das Vorhaben zu sensibilisieren, damit es in die Finanzplanungen der Körperschaften Eingang findet. Sobald das Vorprojekt vom Heiligen Stuhl definitiv genehmigt ist und konkretere Planungen vorliegen, wird die Kasernen-Stiftung gemeinsam mit der RKZ klären, wie die weitere Information und Sensibilisierung erfolgen soll. Auch mit der Schweizer Bischofskonferenz sind die Verantwortlichen im Kontakt, die Werbung um Beiträge von Körperschaften und Finanzierungsbemühungen auf pastoraler Seite (z.B. mit Hilfe einer Kollekte) sollen sich ergänzen, nicht konkurrenzieren.