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 Aktuell 

MEHR RANFT - Leitmotiv als Kompass

Fazit von Franz Enderli, Präsident Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe», zum Gedenkjahr

Wie habt ihr das gemacht? Wie seid ihr zu dieser grossen Präsenz und Wirkung gekommen? Wie kam es dazu, dass sich derart viele Leute für Niklaus von Flüe engagieren? Mit diesen und ähnlichen Fragen wurde ich bereits während des Gedenkjahres konfrontiert und jetzt – nach Abschluss – noch viel öfter. Und dann kam noch eine weitere Frage hinzu, nämlich jene des Erfolgs.

Aus meiner Betrachtung heraus darf ich von einem erfolgreichen Gedenken sprechen: Das Gedenkjahr war wie angedacht ein Impulsjahr, das – so bin ich persönlich überzeugt – nachwirken wird. Auch das Leitmotiv «MEHR RANFT» wird wohl das Gedenkjahr nachhaltig überdauern; es war stets unser Kompass: Bescheiden in der Haltung und wirkungsvoll in der Umsetzung. Dies war auch der einzig gangbare Weg, Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss authentisch zu würdigen. Über das ganze Gedenkjahr verteilt erreichten wir mit unseren Projekten und der Medienpräsenz weit über die Kantonsgrenzen hinaus breite Bevölkerungskreise. Niklaus von Flüe und mit ihm Obwalden wurden stark wahrgenommen. Doch ein abschliessendes Fazit müssen wir unserer Nachwelt überlassen, die das Geschehene auch aus einer Distanz betrachten und die anvisierte Nachhaltigkeit überprüfen wird.

Was ich nicht genug würdigen kann und zum Erfolg des Gedenkjahres wohl am meisten beitrug, ist das unglaubliche Engagement der Obwaldner Trägerorganisationen, der schweiz- und weltweit vielen Vereine, Gruppen, Organisationen, Privaten sowie aller Helferinnen und Helfer, welche die Durchführung der vielen kreativen Projekte und Veranstaltungen während des Gedenkjahres erst ermöglichten. Diese grosse Mitwirkung zeigt augenfällig: Niklaus von Flüe spricht an und bewegt! Das wurde 2017 richtig deutlich und verdient den grösstmöglichen Dank und Respekt.

Das Gedenkjahr hat auch mich persönlich bewegt, vieles habe ich gelernt, vieles hat mich tief berührt. Rückblickend bin ich vor allem einfach dankbar.

Franz Enderli
Präsident Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe», Vorsteher Bildungs- und Kulturdepartement Kanton Obwalden

Weitere Informationen zum Gedenkjahr finden sich unter www.mehr-ranft.ch. Die Publikation «MEHR RANFT» mit einer Übersicht über die vielfältigen Kern- und Mitmachprojekte des Gedenkjahres ist beim Wallfahrtssekretariat erhältlich.



Kirchenstatistik des SPI online!

Die aktuellsten Daten rund um das kirchliche Leben stets zeitnah beobachten

Die kirchenstatistischen Daten des Schweizerischen Pastoralsoziologisches Institut (SPI) stehen neu unter kirchenstatistik.spi-sg.ch online zur Verfügung. Das SPI ermöglicht mit der Online-Kirchenstatistik einfache und schnelle kirchenstatistische Recherchen und Datenvergleiche von «A wie Anderssprachigenseelsorge» zu «B wie Bistümer» über «K wie Kircheneintritte» bis zu «T wie Trauungen».

Insgesamt zeigen die Zahlen der Kirchenstatistik eine erstaunliche Stabilität der Kirche und der kirchlichen Handlungsbereiche. Zugleich setzt sich in vielen Feldern kirchlichen Lebens ein zwar langsamer aber anhaltender Erosionsprozess fort, der uns mittlerweile seit vielen Jahren vertraut ist. Es gibt also kirchlichen Handlungsbedarf, aber keinen Grund zur Panik.

Nicht zuletzt bildet die Kirchenstatistik nur Teilaspekte kirchlichen Lebens ab, die zudem über längere Zeiträume beobachtet werden können. Neue Entwicklungen in der Kirche, caritative Leistungen und die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche werden von der Kirchenstatistik beispielsweise gar nicht erfasst.

Onlineportal Kirchenstatistik SPI



Polit-Forum Bern startet ins 2018

Ein lebendiger Ort der politischen Debatten

Seit dem 1. August 2017 wird das ehemalige Politforum Käfigturm von der neuen Trägerschaft «Polit-Forum Bern», bestehend aus der Stadt, dem Kanton und der Burgergemeinde Bern, sowie dem Evangelischen Kirchenbund (SEK) und der RKZ betrieben. Das Polit-Forum Bern organisiert Veranstaltungen und Ausstellungen zu politischen Themen, stellt Angebote zur politischen Bildung zur Verfügung und bietet Räumlichkeiten für Veranstaltungen an, die einen politischen Zweck verfolgen.

Aktuelles Programm

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Staat – Kirche: Zukunftsperspektiven

Artikel von Daniel Kosch über das zukünftige Verhältnis von Staat und Religion in der Schweizerischen Kirchenzeitung (SKZ).

Die aktuellen Regierungsbeschlüsse der Kantone Zürich und St. Gallen regen zum Nachdenken über das zukünftige Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften an.

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© SRG SSR/Oscar Alessio

No Billag: Es steht viel mehr auf dem Spiel als die Gebühren

Die Volksinitiative No-Billag, über die im März 2018 abgestimmt wird, sorgt bereits für lebhafte Diskussionen.

Aus kirchlicher Sicht geht es bei der No Billag Initiative einerseits um die Präsenz der Kirchen und der Religion in den Medien. Ein «Ja» hätte diesbezüglich weitreichende Folgen für alle vier Landesteile der Schweiz. Denn die Beiträge von SRG SSR zum spirituellen und religiösen Dialog sind beachtlich (vgl. Faktenblatt der SRG SSR zum Thema Religion). Die kirchliche Medienarbeit auf sprachregionaler Ebene müsste sich neu aufstellen. Und die wichtige Präsenz am Radio und am Fernsehen würde einen unglaublichen finanziellen Effort erfordern.

Anderseits geht es auch aus kirchlicher Sicht um gesamtgesellschaftliche und staatspolitische Fragen. Gemäss Artikel 93 der Bundesverfassung sollen Radio und Fernsehen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung beitragen, auf die Besonderheiten des Landes und die Bedürfnisse der Kantone Rücksicht nehmen, die Ereignisse sachgerecht darstellen und die Vielfalt der Ansichten widerspiegeln. Diese wichtigen Bestimmungen aus der Bundesverfassung zu Medienfragen würden mit der Annahme der No Billag Initiative ersatzlos gestrichen.

Entsprechend haben sich die Schweizer Bischöfe besorgt über die möglichen Konsequenzen im Falle einer Annahme der No-Billag-Initiative geäussert. «Sie erachten es als sehr wichtig, dass weiterhin ein öffentlicher Diskurs möglich bleibt, in welchem verschiedene Meinungen – auch von Minderheiten - ihren Platz haben. Sie befürchten, dass bei einer Annahme der Initiative die öffentliche Meinungsbildung noch stärker von ausländischen oder finanzstarken Medienhäusern abhängig wird. Dies würde vor allem in der französischen und italienischen Schweiz zur Schwächung der schweizerischen Identität führen. Für die SBK würde die Annahme der Initiative dem nationalen Zusammenhalt schaden und bestehende gesellschaftliche Risse eher vergrössern.» (Medienmitteilung der SBK vom 7. Dezember 2018).

Ähnliche Befürchtungen wurden auch während der Plenarversammlung der RKZ vom 1./2. Dezember 2017 geäussert. Insbesondere im Zusammenhang mit der Finanzierung der kirchlichen Medienzentren, in deren Arbeit die Sicherstellung der kirchlichen Präsenz im Radio und im Fernsehen einen hohen Stellenwert hat.

Die SRG SSR – für einen spirituellen und religiösen Dialog
La SSR – pour le dialogue spirituel et religieux
La SSR per il dialogo spirituale e religioso
La SSR – per in dialog spiritual e religius



«Anliegen der Kirchen werden berücksichtigt»

Ergebnisse der Vernehmlassung zur Steuerreform 2017

Von September bis Dezember 2017 führte der Bundesrat eine Vernehmlassung zur Steuerreform 17, dem Nachfolgeprojekt zur gescheiterten Unternehmenssteuerreform III (USR III) durch. Auch die Kirchen beteiligten sich und brachten drei Anliegen ein: Erweiterung des finanziellen Spielraums für die Kantone, damit diese die Steuerausfälle bei Städten, Gemeinden und allenfalls auch Kirchgemeinden abfedern können; Berücksichtigung der Kirchgemeinden bei der Ausgestaltung der Reform durch die Kantone; Gemeinwohlverträglichkeit der Reform.

Eine Durchsicht der Vernehmlassungsantworten ergibt, dass das Thema der Berücksichtigung der Kirchgemeinden bei der Ausgestaltung der Vorlage in mehreren kantonalen Vernehmlassungen (ZH, BE, SZ, Bl) aufgenommen wurde, nicht aber von den Parteien und anderen Vernehmlassungsteilnehmenden.

Deutlich besser steht es um die Stellungnahmen zur Frage des Anteils der Kantone an den Erträgen aus der Bundessteuer. Auch viele andere Vernehmlassungsteilnehmer fordern, dass dieser gegenüber dem Vorschlag des Bundesrates erhöht wird, was zwingend nötig ist, damit die Kantone überhaupt Spielraum haben, um Kirchenanliegen zu berücksichtigen.

Die mediale Berichterstattung zeigt allerdings, dass die gesamte Vorlage sehr umstritten bleibt, und aufgrund der zwischenzeitlichen Entwicklungen (Schweiz auf „grauer Liste“ der Europäischen Union) ist ebenfalls erkennbar, dass die Kirchenanliegen steuerpolitisch gesehen ein Randthema sind. Ob der Bundesrat die Kirchenanliegen bei der Ausarbeitung der Botschaft dennoch berücksichtigt, bleibt abzuwarten. Nach Vorliegen der Botschaft des Bundesrates wird zu prüfen sein, ob die Kirchen sich an der Diskussion um die Ausgestaltung der Reform auf nationaler Ebene beteiligen oder sich darauf beschränken, ihre Anliegen in jenen Kantonen zur Geltung zu bringen, wo sie sich auf die Erträge der Kirchen auswirkt.

Links



© rudis-fotoseite.de / pixelio.de

«Es braucht Grundlagen zur Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften»

Weder Zürich noch St. Gallen planen derzeit weitere Anerkennungen von Religionsgemeinschaften.

Viele Expertinnen und Experten in religionsrechtlichen Fragen, Kirchenvertreter sowie religionspolitisch Engagierte haben sich in den letzten Jahren für die Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften in der Schweiz angesprochen. Mehrheitlich favorisieren sie ein zweistufiges Verfahren. Als ersten Schritt die «kleine» oder «einfache» Anerkennung von privatrechtlich organisierten Religionsgemeinschaften, und erst in einem zweiten Schritt die «qualifizierte» Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Wie zuvor schon in anderen Kantonen (z.B. Luzern) zeigen neueste Entwicklungen in Zürich und St. Gallen, dass die Politik diesen Weg jedenfalls derzeit nicht beschreitet, aber Entwicklungen anstossen möchte. So veröffentlichte der Zürcher Regierungsrat am 8. Dezember 2017 eine «Orientierung» zu «Staat und Religion im Kanton Zürich», die zwar nicht von der Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften spricht, aber «klare Handlungsgrundlagen» zum Umgang mit den verfassungsrechtlich nicht anerkannten Religionsgemeinschaften» fordert.

Und im Kanton St. Gallen hatte die Regierung im Frühling 2017 zwar Vorschläge für ein Religionsgemeinschaftengesetz in die Vernehmlassung gegeben, teilte Ende Jahr aber mit, dass die Parteien dieses Instrument aus unterschiedlichen Gründen ablehnten. Deshalb «verzichtet die Regierung nun darauf, diese Form der Anerkennung im Gesetzesentwurf zu integrieren».

Diese beiden Entwicklungen entsprechen einem Trend, auf den der Direktor des Instituts für Religionsrecht an der Universität Freiburg, Prof. René Pahud de Mortanges, schon 2015 aufmerksam gemacht hat: «Das klassische ‚Anerkennungs-Paket‘, so wie es etwa vor einem halben Jahrhundert konstruiert wurde, scheint aus der Mode zu kommen». Dagegen gewinne die «Gemeinwohlorientierung als neue Legitimation» für finanziellen und anderen Support von Kirchen und Religionsgemeinschaften an Bedeutung, was für diese «gravierende Nachteile» hätte.

Klares Bekenntnis zum bewährten System

So weit ist es allerdings derzeit nicht. Die St. Galler Regierung hält in ihrer Botschaft fest, die öffentlich-rechtliche Anerkennung sei «gerade in der heutigen, von neuen religiösen Konflikten geprägten Zeit weiterhin gerechtfertigt.» Sie verankert «die herausragende Rolle einer Religionsgemeinschaft» und anerkennt den «wichtigen Beitrag» ihrer Aktivitäten zur «gesellschaftlichen Integration». Und die Zürcher Regierung hält fest, «das System der öffentlich-rechtlichen Anerkennung hat sich bewährt und soll beibehalten werden.» Es verschafft «den anerkannten Körperschaften einen besonderen Status und hebt ihre Rolle als wichtige gesellschaftliche Potenzen hervor». Auf der Grundlage dieses Systems «hat sich ein sehr gutes Zusammenwirken zwischen staatlichen Stellen und anerkannten Religionsgemeinschaften entwickelt. Es ist von regelmässigem Austausch, gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt».

Links und Literatur



©benevol Schweiz

«ICH BIN STOLZ DRAUF»

Dank Freiwilligenarbeit erst machbar – machbarer Dank für Freiwilligenarbeit

Leonie Neukomm besucht seit ihrem sechsten Lebensjahr den Kinder- und Jugendtreff ihrer Kirche. Heute engagiert sie sich dort als freiwillige Mitarbeiterin: «Es macht Spass die Freizeit mit den Kindern zu gestalten und so ihre Entwicklung zu fördern». Freiwilligenarbeit hat in der Kirche eine lange Tradition und verstärkt die Verbindung mit dem Glauben, der Gemeinschaft sowie der Gesellschaft. Doch die wertvolle Ressource Freiwilligenarbeit gerät durch herausfordernde berufliche Belastungen und das umfangreiche Freizeitangebot immer mehr unter Druck. Es gilt neue Wege zu gehen, um engagierte Personen zu finden und als Organisation attraktiv für Freiwillige zu bleiben.

Der neue online DOSSIER-Generator von BENEVOL, der Fachstelle für Freiwilligenarbeit, ist ein solcher Weg dazu, Freiwilligenarbeit angemessen wertzuschätzen. Er erleichtert den Freiwilligenverantwortlichen das Erstellen von arbeitsmarktkonformen Nachweisen über das freiwillige Engagement. Auf der Grundlage von 16 kirchlichen Tätigkeiten kann der DOSSIER-Generator in deutscher und französischer Sprache Empfehlungsschreiben generieren, welche für echte Wertschätzung und einen reellen Mehrwert in der Arbeitsbiografie von Freiwilligen sorgen.

Der DOSSIER-Generator für die Kirchen wurde von der RKZ und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) grosszügig unterstützt.

DOSSIER-Generator – Funktionen Kirche
www.dossier-freiwillig-engagiert.ch