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 Aktuell 

Bildung in Religion ist Bildung fürs Leben

Schweizer Landeskirchen machen sich für ein obligatorisches Fach «Religionen» in der Maturitätsreform stark - Medienmitteilung vom 26.09.2022

Gemeinsam für eine kompetente Bildung in Religion: Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS, die Christkatholische Kirche Schweiz CKK, die Schweizer Bischofskonferenz SBK und die Römisch-katholische Zentralkonferenz RKZ plädieren in ihrer Vernehmlassungsantwort an das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung für einen obligatorischen Unterricht, der Wissen über Religionen vermittelt.

Die EKS, die SBK, die RKZ und die CKK haben sich gemeinsam an der Vernehmlassung zur Revision der Maturitäts-Anerkennungsverordnung und der Verwaltungsvereinbarung über die Anerkennung von Maturitätszeugnissen beteiligt.

Die Kirchen stellen sich grundsätzlich hinter die Ausrichtung der Bildungsziele und Strategien, die in der Maturitäts-Anerkennungsverordnung definiert sind. So soll «die geistige Offenheit und die Fähigkeit zum kritischen Denken und selbstständigen Urteilen der Schülerinnen und Schüler gefördert» werden sowie «die Intelligenz, die Willenskraft, die Sensibilität in ethischen und musischen Belangen sowie die physischen Fähigkeiten». Die Kirchen sehen hier auch die Begründung eines Grundlagenfachs «Religionen», da es die genannten Fähigkeiten fördert. So schreiben die Kirchen in ihrer Vernehmlassungsantwort vom 20. September 2022: Ein solches Grundlagenfach «schafft die Voraussetzungen, um religiösen, ethischen und philosophischen Fragen den Stellenwert zu geben, den sie verdienen, und um Maturandinnen und Maturanden zu existentiellen Fragen herauszufordern und anzuregen. […]. Der Austausch über Religion dient der Dialogfähigkeit, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Stärkung der Zivilgesellschaft». In ihrer Antwort verweisen die Kirchen auf die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz von Religionsgemeinschaften. Ausserdem leistet der Unterricht «einen unverzichtbaren Beitrag, dass junge Menschen kompetent mit Ethik und gelebter Moral, Freiheit und Verbindlichkeiten, Kritik und erhobenen Geltungsansprüchen umgehen können». Der Bildungsprozess wirkt zudem der Gefahr durch fundamentalistische Tendenzen entgegen.

Die Kirchen fordern, dass in der Maturitäts-Anerkennungsverordnung das Fach «Religionen» eigenständig oder in Kombination mit «Philosophie» für alle Schülerinnen und Schüler in allen Kantonen als obligatorisches Grundlagenfach vorgesehen wird. Sie begrüssen zudem, dass das Schulfach neu als Schwerpunktfach angeboten werden kann.

Die Vernehmlassungsantwort wurde von Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin der EKS, Bischof Harald Rein, CCK, Bischof Felix Gmür, Präsident der SBK und Renata Asal-Steger, Präsidentin der RKZ, unterzeichnet.

Vernehmlassungsantwort



Die Zeit drängt – der Klimawandel als Anspruch und Herausforderung

Medienmitteilung zum RKZ Fokus vom 5. September 2022 in Bern

Konkrete Impulse, um glaubwürdig und entschieden für Nachhaltigkeit einzustehen und zu handeln – das hatte sich die RKZ mit dem diesjährigen nationalen Vernetzungsanlass auf die Fahne geschrieben. In verschiedenen Ateliers teilten Entscheidungsträgerinnen und Projektverantwortliche aus Wirtschaft, Politik und Kirche ihre Erfahrungen mit den rund 100 Teilnehmenden. Das Fazit fiel einhellig aus: Weil die kirchlichen Organisationen unter dem Dach der RKZ eine Gemeinschaft bilden und über Kantonsgrenzen hinaus handeln, können sie eine grosse Kraft entwickeln. Dieses Potenzial soll künftig noch stärker genutzt werden.

Medienmitteilung vom 14. September 2022

Dokumentation zu den Ateliers, den Handlungsimpulsen und zum Impulsreferat 



Wie hast du es mit der Kirche? Ein einzigartiger ökumenischer Beitrag zum Bettag

Medienmitteilung vom 13. September 2022

Wie stehen Schweizerinnen und Schweizer zur Kirche? Warum und wie glauben sie? Ein «Special» in der Schweizer Illustrierten und der l’Illustré geht diesen Fragen aus Anlass des Eidgenössischen Buss- und Bettags nach, das von den beiden grossen Landeskirchen mitverantwortet wird. Bekannte Persönlichkeiten aus der ganzen Schweiz bezeugen, welche Rolle die Kirche in ihrem Leben spielt. 

Jaqueline Fehr, Daniel Koch, Nik Hartmann. Drei Persönlichkeiten stehen stellvertretend für die zahlreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft, die sich der Gretchenfrage „Warum Kirche?“ des gleichnamigen Extrahefts stellen. Alt Bundesrat Pascal Couchepin und Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, suchen und finden im grossen Interview die Bezugspunkte von Kirche und Staat.

Christina Aus der Au, Kirchenratspräsidentin der Evangelischen Landeskirche Thurgau und Laure-Christine Grandjean, Kanzlerin des Bistums Lausanne-Genf-Fribourg, verraten, was Beten ihnen bedeutet. Zudem liefert das Extraheft gemeinsame wie auch je eigene reformierte und katholische Antworten auf religiöse Fragen. Entstanden ist eine vielfältige, farbige Publikation. Sie gibt Einblick in die persönliche kirchliche Seele von Schweizerinnen und Schweizern. Redaktionell umgesetzt wurde das Heft von der Schweizer Illustrierten und in der Romandie von l’Illustré. Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz und die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz wirkten ideell, finanziell und personell an diesem Vorhaben über die Sprachgrenzen hinweg mit.  

Hella Hoppe, Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz
Daniel Kosch, Römisch-Katholische Zentralkonferenz
Werner De Schepper, Chefautor Schweizer Illustrierte


Kontakt

Römisch-katholische Zentralkonferenz, T +41 44 266 12 01, daniel.kosch(at)rkz.ch

Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, T +41 31 370 25 57, dominic.waegli(at)evref.ch 

Schweizer Illustrierte, T +41 79 668 15 41 werner.de.schepper(at)schweizer-illustrierte.ch 



«Freiwilligenarbeit gestaltet die Gesellschaft»

Netzwerk freiwillig engagiert - Jahrestagung 2022: Jetzt anmelden!

Das Netzwerk freiwillig engagiert lädt  am 22. November 2022 im PROGR zu ihrer jährlichen Fachtagung in Bern ein. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird das Thema «Freiwilligenarbeit gestaltet die Gesellschaft» entdeckt, diskutiert und reflektiert.

Melden Sie sich bis spätestens am 15. Oktober 2022 an. Das Anmeldeformular finden Sie hier.



Religionstrends in der Schweiz

Neue Forschungsergebnisse

In Zusammenarbeit des SPI mit Forschenden der Universitäten Lausanne und Luzern wurden neue Forschungsergebnisse über Religion, Spiritualität und Säkularität in der Schweiz erarbeitet.

Die Studie Religionstrends in der Schweiz zeigt den aktuellen Pegelstand von Religiosität und Spiritualität in der Schweiz. Die Studie reiht sich in die Serie der „Sonderfall-Studien“ ein, und setzt diese schweizerische Forschungstradition fort. Neu rückt das Phänomen Religionsloser in den Blick. Ebenso neu ist die Thematisierung der parteipolitischen Folgen angesichts der Veränderungen in der Schweizer Religionslandschaft.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Gut zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung fühlen sich einer Religionsgemeinschaft zugehörig. Zugleich ist die Religionslandschaft der Schweiz im Wandel.
  • Kirchliche Religiosität nimmt seit Jahrzehnten ab. Jede Generation ist etwas weniger religiös.
  • Das Vertrauen in die Kirchen sinkt. Die Austrittsneigung steigt.
  • Die Mitgliederbindung der Gläubigen an ihre Kirchen wird insgesamt schwächer. Schwache religiöse Prägungen finden sich innerhalb und ausserhalb der Kirchen.
  • Die Bedeutungen der Begriffe «Religiosität» und «Spiritualität» verschieben sich. Nicht mehr der Begriff «spirituell» ist heute eher negativ besetzt, sondern der Begriff «religiös».
  • Neben der Religionszugehörigkeit wird auch Religionslosigkeit in der Schweiz immer stärker familiär weitergegeben.
  • Die schweizerischen Religionstrends spiegeln sich in parteipolitischen Präferenzen der Bevölkerung und in Anpassungsleistungen der politischen Parteien.

Die Ergebnisse der Studie fordern die Kirchen heraus. Mit den sichtbar gewordenen stabilen Trends muss umgegangen werden. Die detaillierten Daten und Analysen bieten dazu wichtige Grundlagen und sie ermöglichen eine Neubewertung und Neuausrichtung des kirchlichen und pastoralen Engagements. 

Religionstrends in der Schweiz - Religion, Spiritualität und Säkularität im gesellschaftlichen Wandel
Jörg Stolz, Arnd Bünker, Antonius Liedhegener, Eva Baumann-Neuhaus, Irene Becci, Zhargalma Dandarova Robert, Jeremy Senn, Pascal Tanner, Oliver Wäckerlig, Urs Winter-Pfändler, Wiesbaden (Springer VS) 2022

Die Studie ist im open access frei zugänglich:
Zugang Open access: hier
Zugang PDF: hier
Eine gedruckte Buchversion ist im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen gibt es hier.
Eine Medieninformation finden Sie hier.



Dossier freiwillig engagiert

Das Arbeitszeugnis für Freiwillige

Freiwilligenarbeit hat in der Kirche eine lange Tradition und verstärkt die Verbindung mit dem Glauben, der Gemeinschaft sowie der Gesellschaft. benevol Schweiz und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) haben das bekannte und beliebte «Dossier freiwillig engagiert», das seit zehn Jahren zur Verfügung steht, überarbeitet.

Die Website www.dossier-freiwillig-engagiert.ch, der Textgenerator sowie die Dossiermappe wurden komplett modernisiert. Über die neue Webapplikation können weiterhin auf der Grundlage von 16 kirchlichen Tätigkeiten in deutscher und französischer Sprache Einsätze erfasst und Einsatznachweise generiert werden. Damit wird freiwilliges und ehrenamtliches Engagement sichtbar gemacht und sorgt für einen reellen Mehrwert in der Arbeitsbiografie von Freiwilligen. 

Quick Guide Dossier freiwillig engagiert: für Organisationen
Quick Guide Dossier freiwillig engagiert: für Freiwillige

Am Mittwoch, 28. September 2022, 11:45h bis 13:00h, findet via Zoom eine Online-Schulung für Organisationen statt, an welcher die Funktionen des neuen «Dossier freiwillig engagiert» vorgestellt werden. Hier geht es zur Anmeldung



kath+ startet als katholische App für die Kirche in der Schweiz

Medienmitteilung von kath.ch vom 22.08.2022

Am 22. August geht die App «cath+kath+catt» online. Sie ist in den bekannten App-Playstores zu finden. Die App bündelt die Inhalte der drei katholischen Medienzentren in Zürich, Lausanne und Lugano. Egal ob aktuelle News, Videos oder Podcasts: kath+ informiert aktuell darüber, was die katholische Schweiz und die Weltkirche beschäftigt.

kath+ ist die neue App für die katholische Kirche in der Schweiz. Mit der App kommt kath.ch auf die Mobilgeräte. «Heute nutzen Smartphone-Nutzer:innen ihr Gerät rund fünf Stunden pro Tag. Davon sind sie 93 Prozent in Apps unterwegs. Wenn Kirche in der digitalen Zeit bei den Menschen ankommen will, muss sie in der App-Liga mitspielen», sagt Charles Martig, Direktor des Katholischen Medienzentrums. Er bezieht sich dabei auf aktuelle Erhebungen im «Digital Report 2022».

News von kath.ch auf dem Smartphone

Das Selbstverständnis von kath.ch ist, katholisch, aktuell und relevant zu sein. Auf der App gibt es nun einen zusätzlichen Mehrwert: alles in einer Anwendung und sofort greifbar. «Das Interesse an religiösen und spirituellen Themen steigt. Die App motiviert uns, unsere User:innen noch schneller und ansprechender zu erreichen», sagt Redaktionsleiter Raphael Rauch.

«Wort zum Sonntag» und YouTube-Videos

Das Plus im Markennamen kath+ verweist auf die Schweiz, das katholische Profil – und auf den Mehrwert beim Bewegtbild. Das «Wort zum Sonntag», die Radiopredigten und die Gottesdienstübertragungen von SRF sind greifbar. Zudem macht das Katholische Medienzentrum seine YouTube-Videos auf der App zugänglich. «Im digitalen Raum sind viele Menschen auf Sinnsuche. Wir werden den Bereich digitale Glaubenskommunikation ausbauen. Die App schafft hierfür eine wichtige Grundlage», sagt Sibylle Hardegger, die Radio- und Fernsehbeauftragte des Katholischen Medienzentrums.

Schweizerische Vielfalt

Die App stärkt auch den Austausch und die Identität der katholischen Kirche in der Schweiz und leistet einen Beitrag zur nationalen Kohäsion. Ein besonderes Feature ist das Umschalten zwischen den drei Landessprachen. In Zürich, Lausanne und Lugano gibt es verschiedene Perspektiven auf die katholische Welt und die Schweizer Gesellschaft. Mit einem einfachen Klick gibt es die App mit verschiedenen Inhalten auch auf Französisch und Italienisch.

Informationen zur App: https://www.kath.ch/katholische-app-fur-die-schweiz-cathkathcatt

Für weitere Auskünfte:
Charles Martig, Direktor Katholisches Medienzentrum, charles.martig(at)kath.ch
Raphael Rauch, Redaktionsleiter kath.ch, raphael.rauch(at)kath.ch
Sibylle Hardegger, Radio- und Fernsehbeauftragte, sibylle.hardegger(at)kath.ch



© Christian Merz

Etappenziel erreicht – aber es bleibt sehr viel zu tun

Medienmitteilung der RKZ vom 18. August 2022 zur Veröffentlichung des Schweizer Berichts für die Bischofssynode 2023

Mit der Veröffentlichung des Schweizer Berichts für die Bischofssynode und seiner Zustellung an das Sekretariat der Bischofssynode in Rom ist im Synodalen Prozess 2021–2023 ein wichtiges Etappenziel erreicht: Aus unzähligen Gruppengesprächen, Antworten auf Fragebogen, Gebeten, Sitzungen und anderen Formen, aufeinander zu hören und in Worte zu fassen, was der Geist der Gemeinden sagt, ist eine knappe Synthese von einem Dutzend Seiten entstanden.

Eine ehrliche, selbstkritische Bestandesaufnahme

Aus der Perspektive einer Beobachterin oder eines Beobachters bleibt hinterlässt das Dokument den Eindruck einer sehr ehrlichen und selbstkritischen Beschreibung einer ausserordentlich herausfordernden Gesamtsituation. Da wird weder schöngeredet noch verharmlost: Kaum ein Bereich, wo es «rund läuft». Kaum ein pastorales Feld, in dem auf Erfolge in der Entdeckung des Evangeliums in unserer Welt hingewiesen wird. Zahlreiche Baustellen, die gleichzeitig die Kirche am Ort, Aufgabenfelder der Bischofskonferenz und die Strukturen sowie die Lehre der gesamten Kirche und damit Rom und den Papst betreffen. In einer solchen Lage «synodal», d.h. «miteinander unterwegs» zu bleiben, ist ausserordentlich herausfordernd, ein Wagnis ohne Garantie auf Erfolg, das im gegenseitigen Vertrauen und im Vertrauen auf Gott anzugehen ist.

Der Bericht ist auch ein Auftrag an die RKZ

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) ist mit der Bischofskonferenz über diese Fragen schon lange im Gespräch. Sie war an der Entstehung des Berichts beteiligt und ihre Präsidentin, Renata Asal-Steger, hat die Ergebnisse der Synodalversammlung in Einsiedeln gemeinsam mit dem Präsidenten der Bischofskonferenz entgegengenommen. Daher betont Renata Asal-Steger: «Ich verstehe diesen Bericht auch als Auftrag an uns, die RKZ. Die staatskirchenrechtlichen Körperschaften können mit ihren demokratischen Strukturen zum ‘gemeinsamen Entscheiden’ beitragen und die Mitverantwortung der Frauen in der Kirche stärken». Aus seiner Erfahrung als Beobachter des Synodalen Weges in Deutschland und der Gesamtentwicklung ergänzt Generalsekretär Daniel Kosch: «Das duale System lässt sich in anderen Ländern zwar nicht kopieren, aber es hat modellhafte Züge, z.B. was die Verwaltung der Finanzen oder das Zusammenspiel in Form einvernehmlicher Entscheidungen betrifft». Die RKZ ist daher erfreut, dass der Bericht das duale System mehrfach positiv würdigt.

Beteiligung von Laien und Vernetzung mit anderen Ortskirchen in der kontinentalen Phase

Auf die synodalen Prozesse auf lokaler, diözesaner und nationaler Ebene folgt nun die kontinentale Phase. Auch auf dieser Ebene gilt es, aufeinander zu hören, gemeinsam zu unterscheiden und schliesslich Handlungsperspektiven zu entwickeln: Was kann die Kirche in Europa selbst tun? Was kann sie in die Weltkirche einbringen, um die Synodalität, die Glaubwürdigkeit und die Anziehungskraft der Kirche nach innen und nach aussen zu stärken? «In anderen Länderberichten kommen vielfach ähnliche Reformanliegen zur Sprache», meint Daniel Kosch. «Es ist nun wichtig, dass diese Gemeinsamkeiten sichtbar werden und kraftvoll in die Bischofssynode 2023 eingebracht werden». Diesbezüglich kann die RKZ die Schweizer Bischofskonferenz unterstützen. «In manchen Frauennetzwerken ist zudem klar, dass es nicht angeht und dem Grundanliegen von Synodalität widerspricht, dass auf kontinentaler und weltkirchlicher Ebene nur Bischöfe mitreden. Für die Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit des Prozesses ist es unabdingbar, dass die weiteren Schritte unter Einbezug von Frauen festgelegt werden», ergänzt Renata Asal-Steger.

Auch in der Schweiz muss die Synodalität deutlich gestärkt werden

Die diözesanen Prozesse, die synodale Versammlung in Einsiedeln, das 50-Jahr-Jubiläum der Synode 72 und die Tatsache, dass die Arbeit in manchen Diözesen bereits jetzt weitergeht, setzen Energien frei, die es jetzt zu nutzen gilt. Die RKZ begrüsst daher, dass die Bischöfe unter Einbezug der RKZ eine Spurgruppe eingesetzt haben, die dieses Thema bearbeiten soll. An den nächsten Sitzungen des Präsidiums und des Plenums der RKZ wird es darum gehen, den synodalen Bericht vertieft zu analysieren und sich auf nächste Schritte zu verständigen. Denn wie alle anderen beginnen auch synodale Wege mit einem ersten Schritt und bestehen aus unzähligen weiteren Einzelschritten. Der nun vorliegende Bericht ist ein grosser und wichtiger.

Weitere Auskünfte erteilt Daniel Kosch, Generalsekretär der RKZ
Tel. 044 266 12 01, E-Mail: daniel.kosch(at)rkz.ch



Schweizer Bericht für die Bischofssynode 2023

Der nationale Synodenbericht der katholischen Kirche in der Schweiz liegt vor.

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat den Schweizer Synodenbericht veröffentlicht, der das Ergebnis der nationalen Etappe der Weltbischofssynode 2023 «Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission» ist. Der Bericht wurde nach Rom geschickt und als Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe der Synode im Frühjahr 2023 verwendet.

 Gemeinsame Schweizer Anliegen zeigen sich trotz unterschiedlicher pastoraler und struktureller Herausforderungen in den Bistümern und Sprachregionen:

  • Die katholische Kirche soll dauerhaft und verbindlich synodaler werden. 
  • Die katholische Kirche soll die Ungleichbehandlung von Frauen unterlassen.
  • Die katholische Kirche soll einladen und nicht ausgrenzen.
  • Die katholische Kirche soll ein Verständnis des besonderen Priestertums erarbeiten, das seinen Platz in einer synodalen Kirche hat.

Viele weitere Beobachtungen und Hinweise werden im nationalen Synodenbericht benannt, den Sie hier einsehen können.



Machen Sie mit bei «Lasst uns reden»: Mehr Dialog, weniger Vorurteile.

Die Plattform für konstruktive Streitgespräche

Wann haben Sie das letzte Mal mit einer Person über Politik gesprochen, die andere Einstellungen hat als Sie?
«Lasst uns reden» ist Ihre Chance, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die anders denken als Sie. 

Pro Futuris, der neue Think + Do Tank der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, hat eine nationale Plattform für konstruktive Streitgespräche lanciert. Diese Plattform bringt Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen für ein Vier-Augen-Gespräch zusammen. Im Dialog üben die Teilnehmenden, gegensätzliche Meinungen besser zu verstehen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

Warum ist es wichtig, dass wir mit Menschen mit anderer Meinung und anderem Glauben ins Gespräch kommen?
Miteinander zu reden, bedeutet, Demokratie zu leben. Die beiden letzten Jahre haben gezeigt, dass es uns in der Schweiz an Räumen und Formaten fehlt, um auch dann im Gespräch zu bleiben, wenn uns Krisen durchschütteln. In unserer vielfältigen Demokratie müssen wir mit unseren Unterschieden umgehen können. Vielen von uns fällt dieser Austausch schwer.

Wie funktioniert’s?
Differenzen aushalten benötigt Übung, Überwindung und eine gute Portion Neugierde. Deshalb vermittelt «Lasst uns reden» Gesprächspartner:innen für kontroverse und respektvolle Vier-Augen-Gespräche. Die Gespräche finden im August und September 2022 statt. Tragen auch Sie zu einer besseren Dialogkultur bei und melden Sie sich an!

Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) unterstützt dieses Vorhaben ideell und ermuntert zum Mitmachen.

Mehr Information finden Sie unter lasstunsreden.ch



Fünf Jahrzente - Fünf Akzente

Videoserie zur Geschichte der RKZ

«Weniger ist mehr!» - Demenz als Herausforderung für Kirchgemeinden

Nationale ökumenische Tagung für Verantwortliche und Interessierte der Kirchen im Bereich Palliative Care am 26. Oktober 2022 in Bern.

Demenz wird bis 2050 ein Megathema für unsere Gesellschaft, für das Gesundheitswesen und für die Kirchen. Die Zahl der Demenzkranken wird sich bis dahin weltweit verdreifachen. Damit stellen sich Fragen für die Pastoral vor Ort.

Die Nationale ökumenische Tagung vom 26. Oktober 2022 für Seelsorgende und Interessierte der Kirchen im Bereich Palliative Care wird von den Fachgruppen Palliative Care der Schweizer Bischofskonferenz SBK und der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS veranstaltet.

Weiter Informationen finden Sie hier



© Schweizer Solarpreis 2019

Klimaneutrale Kirchgemeinde - Notwendig und möglich?

Save the date für das zweite ökumenische Netzwerktreffen vom 28. September 2022

Bis zum Jahr 2050 soll die Schweiz klimaneutral werden. Was bedeutet das für Kirchen und Kirchgemeinden?

Am 28. September 2022 führt die Fachstelle «oeku Kirchen für die Umwelt» ihr zweites ökumenische Netzwerktreffen durch. Thema des Anlasses ist es, Möglichkeiten von Kirchen aufzuzeigen, wie sie den Ausstoss von Klimagasen reduzieren können (Flyer).

Das Positionspapier «Treibhausgas und Klimaneutralität der Kirchen» der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) gibt einen Einblick über den Stand der Debatte in Deutschland. Dr. Oliver Foltin, Autor des Positionspapiers, konnte als Referent für das Netzwerktreffen gewonnen werden.